Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 2 (8.1.1835)
- Date
- 1835-01-08
- Page
- Spalte 9-10 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Das K-lltzokk Bin Leilblstt über Israeliten. Len 8. Januar 1835. I - Gerechtigkeit, — Wahrheit, — Friede. zunächst für und 2 Donnerstag MM U WM-M MR/W Schmerzensklänge eines. Israeliten. Dom Herzen wicht' ich weinen Gar «tele Tage lang, Damit ich könnte reinen Die Brust so voll und bang. - In dunklen Schattenwegen, Bei Nacht, w» Niemand kört, Da will ich ntederlegen Mein Leiden, unerhört. Da will ich weinen machen Die Sternlcin selbst mit mir. Und schwören — nie zu lachen Mhr aus der Erde hier.> --— Durch Flur und Hain bin ich gezogen Am Abend und am Morgen, Die Eoune taucht' aus Meereswogen,- Ich unter in tiefe Sorgen. Mir hat die Seel' ein Leid turchklugen, Das tönet spät und frühe, Ich habe wohl öfter und oft gerungen, - Doch ach, vergebens die Mühe. Las Leid Euch keine Zunge nennet. Es ist geschrieben ins -Herze, Und wer des Lebens Mißhandlung kennet, Verstummet «ohl auch so im Schmerze. Isaak Ro^enseld. Die Ges ch ich te I osephs. (Fortsetzung.) 5) Daß der Anblick des schönen Kleides in den Brüdern den Neid anfachte, zeiget die Moralität der Menschen in ihrer wahren Gestalt. Wenn das Herz nicht ganz gut ist, so kann es durch Kleinigkeiten zur Mißgunst gestimmt, oder darin gestärket/iverden. Doch das Aeußere verleitet nicht so fast das Innere zum Bösen, eS offenbaret nur das Böse, das schon im Innern ist. 6) Sonderbar scheint es zu seyn, daß auch die Geschwister nicht rein find vom Neide, und daß eS die Geschwister gerade am wenigsten find. Sie vergessen die Einheit der Abkunft von Einem Vater, und lassen sich durch dw schönere Farbe eines Kleides zur Zwietracht verleiten. — Wie schwalch ist doch das menschliche Herz! Es halten sich die Menschen manchmal für gut genug, und glauben große Thate« «usüben zu kö»-