Mannheim
Compact Memory

Freies Blatt · 1896-06-21 · 220 (21.6.1896) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Freies Blatt
Volume
V (1896)
Issue
220 (21.6.1896)
Date
1896-06-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/4886575-5439173-5439305--2729-4889087
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1 AdoniiementSpreiS. Rflr Oefterreidjllngar»: «auijLdrig ... 6 Kranen (fl. 3 —) Haldlädria .... 3 Kranen 40 Heller (fl. 1.7«) «icrteli&trig ... 3 Kranen (fl. I.—) ftflr tat gelammte Kuala»»: l»anji»»rig..e Mark Haldlährig .4 Mark 7 ifinjelne Nummern 0 fr. Unlronfirte Briefe werden niLt angenommen. Nummer 220. Erscheint cm ^onntclcV.!»kdliltii>ii und dldmiiiisiraiioil: i. «kilcrsliittr 10.?tif^raitr iwboi mit 2V Hrllcr (lO kr.) s,ir dir vier, mal zespaUcne AonpareiUe;eil< dereLnet. »!<>»,r ^'Neiflcr das Wort t Heller (2 kt ). Äulnadme von .tttseraien j» unserer Administration sowie im '-lnnoneettdure.,»! Pt Duke-. t. Wollzeile n. Wien, 21. Juni 18%. V. Zahrgang. An unsere Leser! „F vc i c Blat t" U'ivb mit Ende Fnni eingestellt lind w i r d s o u n (l, n n V II o ll, e i n IN a l. n ä »i l i ch a in 2*. d i,e s e s M o nute s, v o r s e. i n e n V e s e r n n n d F r e » n d e n e r s il, e i » e n. Unsere Administration hat bereits das illöthige veranlaßt, »in allen Fene», deren Abonnement niclit ohneliin i» diesem Monate ablänst, die vo» bezahlten Be;ugskosten;nrnck;uerftatkrn. sollte inmitten der Vignidationsgesehäste nach dieser Richtung hin irgend ein 'Berschen unterlaufen sein, oder sollte einer unserer Abonnenten oder Inserenten sonst irgendwie noch mit einer Forderung an uns hera»;ntreten beabsichtigen, so steht ihm das Bnrean des „Freien Taktes" bis inetnsive F n l i d. F.;n R e e l a in a t i ö n e n jeder Art in den Bormitkagsstnnden von lO 12 Ul>r offen. Das „Freie Blatt" steht, sich von der pnblieistischen Arena nach mehrjährigem >ia»,v'e;war mit der traurigen Ertahrnng;nrnck, nicht jene Theilnahme gesnuden;n haben, ans welche eS in seinen von feinem geschäftlichen Rebeiiinteresse beeinflußten Bestrebungen;n stihlen sich berechtigt fühlte, aber auch mit dem Bewußtsein, seine Pslicht und Alled, was;ur Berfechtnng feiner Absichten nöthig ivar, gethan;» haben. Als das „Freie Blatt" am 1>>. 'April l SU2 ,»>» erstenniale vor dem Pnblienin erschien, da septe es sich;n seiner besondere» Ausgabe, „die Unlauterkeit der anti seniitischen Lendenden in ihrer theoretischen Begriindnng wie in ihrer praktische» Bethäligungmit durchaus nnaiisechtbaren Beweise» bloßzulegen". Wir sind dieser kritischen Aufgabe durch mehr als vier Fahre »»ermüdet nachgegangen. Wir haben den Antiseniitisinns als eine vor unseren Angen erst sich entwickelnde politische Bortei in seinen Vebensäupernnge» in der Presse, in Bersainmliingen und Bertretnngsförpern, im öffeutlichen itnd prii^ten Vebe», im F» und Anslande aufmerksam verfolgt und haben nicht nur ans den rohen lind entsittlichenden Ehaiakter. dieser »inndgeb,ingen hingeiviesen, sondern auch die ga»;e innere Haltlosigkeit, den ^i'angel jedes über das rohe „Hepp! >?epp!" hinansgehenden Einheils r prograinines und die innere Zerklüftung an der'Hand seiner praktischen Bethäligung dargethan. Wir haben n»s nicht damit begnügt, den Antiseniitisinns dort ans;ns»chen und dort;n bekämpfen, wo er als nackter >»denhgn hervortrat; wir sind auch den wirthschaftlichen und socialen, den politischen und religiösen Boranssehnngen nachgegangen. -welche tnsammen gewirkt haben, um einer Belleität, wie es der Fndenhaß ist, am Ende des XIX. Fahrhnnderts noch einmal eine gan; unerwartete-Bedentnng;n verleihen. Wir ^suchten, frei von jeder wie immer geiv'teteii Parteimeinnng, diese beklagens iverthe Erscheinniig ans den krankhaften Znckniigen der Bolksseele;n enträthsel» »nd denteien, von der Kritik;n Positivem übergehend, ans die Mittel hin, welche nach nnserem Dafürhalten;nr <>stes»nd»ng erforderlich wären. Wie frei von Bornrtheil wir den praktischen AntiskmitiSmuS betrachteten, geht ans der Thatsache hervor, dag wir auch jederzeit, jene politischen Berirrungen, die sich als linmittelbare Consegitcii^en der antisemitischen Eleistesrichlnng in einem allerdings kleinen,, dein national und religiös überspannten Spießbürgerthum aber wahlverwandten T heile der Fuden fühlbar machten, ebenso rücksichtslos und offen geißelten. < Einen großen Raum nnsereS Blattes nahm die■ Mvitif der sogeilannten antisemilischen Theorie ein. Wo immer der angeblich wissenschaftliche Antisemitismus sich eindrängte,- auf dem (Gebiete der »tunst, der Literatur, Philosophie, Aesthetik, Ethnographie :c., wir boten ihm die Stirne, »nd Männer der Wissenschaft von internationalem Rufe, wie Friedrich Max Müller, Bartholomäus Catneri, »tarl Blind, Dr. Friedrich S. »traust, Dr. (»siistav »iarpeles n. A., standen uns in diesetn »iainpse mit der scharfen Waffe ihres Wissens;nr Seite. Hervorragende Bertreter aller -christlichen Eo»', fessionen, wie die evangelischen Superintendenten Dr. Haast (A. E.), Schack (»?. E-), der katholische Eonsistorialrath Professor Dr. Schöpf nnd. Ende 1 Si>2 der damals eben \\i der hohen Würde eincS Fürsterstnschofes von DlmüY erhobene Dr. Theodor »lohn, kamen anö freier Beranlasfung oder auf unser Ersuchen im „Freien Blatte";n Worte, uni

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.