Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- III (1894)
- Issue
- 137 (18.11.1894)
- Date
- 1894-11-18
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10. nut C, außen/ nicht auf die Welt. Er war nick drS Weltbeglückcrs auf seine Schultern sich aus dem verwirrenden Getriebe dei lose Reich der Zahl, und anstatt Menschen und den zu solchem Zwecke GesetzeSparagraphcn stch zu befassen, Gesetzen der Bewegung todter Massen. Die Zeit, die er früher in den brachte er jetzt gewöhnlich auf der £ Eines Tages ließ stch daselbst ein jnitg dcS Himmels" geben. Er hörte dies, u Buches halte einen bezaubernden Klang dcS Himmels!" sagte er sich, von dies Was mag cs da nicht Alles' zu erfahr« n Ruhe: er wußte diese „Wunder des kurzes Gespräch mit dem jungen Manu geben lassen, belehrte ihn, daß ein Anfängl einsnhren will, nichts BestcreS vornehm^ dieses Buches. MoseS dankte für die Be! das Buch auf seinem. Schreibtische. Sein heimliches Befassen mit Nati lichcs Bernachläi'sigen der ihm als 3uri(i aber seinem sonst so offenen und freien geprägt. Er war gleichsam der ihin untreu geworden; wenigstens mußte er sehen, wenn er an. seinen Bater da sprcchcnS sich erinnerte, das er vor seiner Mutter gegeben. Daß er imstande Zeit die Staatsprüfung oder . gar. die llegien zugebracht hatte, ver-. of- oder Universitätsbibliothek. >r Mann Littrow's „Wunder rd schon der bloße Name des für fein. Ohr. Tic „Wunder n Wundern weiß ich nichts, geben! Es ließ ihn keine Himmels" kennen lernen. Ein ie, der sich das Werk hatte;er, der sich in die Astronomie n könne, als das Studium chrung, und Tags darauf lag dert freies Blatt. Nr. 137, t der Mann, um die Aufgabe zu laden, und so flüchtete er Welt zurück in das körperdem Wohl und Wehe der festgesetzten Institutionen und beschäftigte er sich mit den irwissenschaft und sein gänz- . ien obliegenden Studien hatte Wesen etwas Gedrücktes aufr chtmäßig angetranten Gattin die Sache in diesem Lichte ' und wenn er des Bcr- Eintritte in die Universität sein sollte zur vorgeschriebencn Rigorosen abzulcgcn, davon äste konnte, das sagte er sich wohl selbst, keine Rede sein. Dieses Bewußtsein drückte ihn nieder, uztd das war auch der Grund, weshalb er an jenem Tage, da er sich die „Wunder des Himmels" kaufte, das Buch in so schüchterner und verlegener Weise verlangt hatte. Born Standpunkte der Pflicht betrachtet, war dieses Gefühl nur allzu leicht erklärlich; er trieb Allotria, und et war für ihn keine kleine Erleichterung seines beschwerten GemütheS, als er in dem Gespräche mit Professor Littrow allmälig immer mehr ins Feuer gerieth und sich so weit Hinreißen ließ, dem alten freundlichen Herrn ganz" rückhaltslos zu bekennen, wie es in seinem Innern aussehc. , (Fortsetzung folgt.) Briefkasten. P. R., III. Es gehört zu den Eigenthilmlichkeiten der Anhänger des Antisemitismus, Verdächtigungen auszusprechen, sie aber, trotzdem sich ihre Grundlosigkeit heraiisgestellt hat, nicht zu widcrrusen. Von dieser Gepflogenheit weichen antisemitische Organe auch dann nicht ah, wenn eine gerichtliche Entscheidung die von ihnen Verunglimpften von jedir Schuld sreispricht. Der vorliegende Fall bietet also nichts Neue«. <8. 8., IV. Der von dem tschechischen Blaste veröffentlichte Bericht über eine angebliche Gerichtsverhandlung ist eine desn Geschmacks der Antisemiten zusagende Dichtung. Kein Richter würde es wcgen, einen Ehrcnbcleidigungsproceß durch die gutachtliche Aeußerung des GtrichtSdieners über daS Wohl¬ oder Uebelriechen des Klägers entscheiden zu lassen. Im Obergerichtssptengel, an dessen Spitze Geheimrath Edelmann steht, trlsirde einem Adjuncten so ei, Spaß übel bekominen. H. P. Zungduntla». In dem Feuilleton „Die talmndische Gemeinde" in Nr. l3ü soll es aus Seite 10 anstatt Baba-batra) 211 —1 heißen: B. 1. 21—1. Tr. S. R., Lstgalizien. Ihrem Wmtsche haben wir Rechnung getragen. „Eomits," Zürich. Glück ans! Inserate werden angeno Ankündigungen des „Freien. Blattes". nmen, sowohl in unserer Administration, als auch im Annoncen-Bnrean 2$. Duke«. Goldman & Galatsch Tailors, I. 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