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Freies Blatt · 1894-11-04 · 135 (4.11.1894) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
III (1894)
Issue
135 (4.11.1894)
Date
1894-11-04
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Seite 10. .freies Blatt. (*cnoffa zu einer blühend schönen Jungfrbu entfaltet hatte, und man könnte eS dem Wiener Studenten gewiß nicht übel nehme», wenn er sich dem bezaubernden Eindrücke ihrer Erscheinung ganz hingegeben hülle. Je freier und unbefangener Moses mit dem Mädchen verkehrte, desto mehr erregte er deS Gesellen Eifersucht. Und was "diesen am meisten peinigte, war der Umstand, daß er über die Gesinnungen des Mädchens keinen rechten Anhaltspunkt gewinnen konnte. TaS nächstliegende AuSkunftSmittel, ihr geradehin sein Gefühl für sie zu bekennen, wagte er nicht zu ergreifen: er fürchtete, rundweg abgewiesen zu werden, und dann stand es noch schlimmer als bisher; es wäre ihm in solchem Halle nicht« übrig geblieben, als die Werkftätte ganz und gar zu verlassen. Er konnte aber den Gedanken, sich von if)t' zu trennen, gar nicht ertrage»: und so ertrug er lieber diesen qualvollen Zustand der Ungewißheit, der ihm tvenigstens doch noch einen Strahl von Hoffnung ließ. So lange Moses noch ein Knabe war, konnte man seine Eifersucht eine närrische nennen, und wenn er jetzt an die früheren Jahre zurückdachte, so belächelte er es selbst, daß er thöricht genug gewesen, zu meinen, der Knabe Moses könne ihm bei einem Mädchen den Rang ablaufen. Das Alles hatte sich ober im Laufe der Zeit geändert. MoseS mar kein Knabe mehr, und wenn er mit dem Töpfermeister und Genofka am Sonntag Nachmittags auf der Heuwiese ipatieren ging und die Leute sich « in die Lhren flüsterten, der Moses und die Genofka feien ein schönes Paar, so gab'S dem Hans einen Stich ins Her;. ES tröstete ihn wenig, daß Moses um zwei Jahrs jünger war als das Mädchen. Tie Leute meintet, sie könnten trotzdem recht gut mit einander Mann und Weib werden. Etwas mehr Trost Nr. 135 fand er in der Religionsverschiedenheit der Beiden. Es gab gar Manche, welche zu der ganzen Sache den Ko ff schüttelten und eS dem alten Töpfermeister übel nahmen, daß er die! Bandlerei dulde; denn das, meinten sie, werde der Emanuel Kohn mmmer zugeben, daß ihm der Herr Sohn das Fräulein Habenichts els Schwiegertochter ins Haus bringe, und daß er, um ein solches Glück zu erreichen, sich noch dazu erst taufen lasten müßte. Dazu habe er ihn nicht nach Wien geschickt. Aber wie diese Meinungen auch immes beschaffen sein mochten, das war für Alle eine ausgemachte -Sache, l aß Moses und Genofka in einander verliebt seiend Im ganzen Orte^ in und außerhalb der „Gaffe", sprach man von Moses und Genofn; an den armen Hans mit seinen großen Schmerzen dachte Niemand. <Fortsetzu»g folgt.) Briefkasten. «sich als 8tu<>. pliil. 2. IX.: Sie fragen uns, ob welcher nicht mir jüdische Studenten, sondern wissenschaftlicher Beziehung thurmhoch überragen, bezeichnete, im Diseiplinarwege vorgegangen werdesi keine bestimmte Antwort geben, glauben aber, das wie in ähnlichen Fällen vorher, auch jetzt die aus rhetorische AuSschreiwng ignoriren werdey. R. Hernals: Den Wunsch, daß der neue gedeihe, iheile» wir auS vollem Herzen. T. A., Villach: Wir kennen die Geschichte. Hqr riu sittenstrenger (öernjanc. 2. 2.: Besten Tank. Wir sind »ach dieser Rishi mäßig versorgt. gegen de» „Mathematiker", Prosefforen, die ihn in .asiatische Eindringlinge" wird; wir können Ihnen die akademischen Behörden, Ltudentensängerei berechnete s sortschrittsverein blühe und r Steinwender ist eben tung für lange Zeit übernkündigungcn des „Freien Vlattes". Inserate werde» angenoiii^ieii, sowohl in unserer A b us i ui ft ra tio «, als auch im Annoiicen-Burean Mü D «k e ». kolllman & Salatsch Tailors, I. Graben 20 empfehlen ihr bei der vornehmen Herrenwelt so beliebt gewordenes Abonnement-System für Herrenbekleidung nach englischem Muster. WM Mattoms Giesshübler —^4 VII. Jahrgang. Die Hum.a.siitä.t., Monatschrift für Gemeinnützigkeit für Ford«,runff öffentlicher Wohl fahrt hand VohltbitlckritvBfütrfbuBieB, Farbbli tt fQr Arme - und Itrunfcenweiten. »owle fflr OeftandheUhpdege. Archiv für die <;e»ammtlntere»»ea des Frauen-, Arbeit*«. Erwerbsand Verelnnlebens. Redvteur: Anton Pfeiffer. Die IfiimonitiM in' da* eimige Faehblnjl Oesierreirhs für Annen* ptif'ge und Wohlthätigkeit und als solches, der vhrlä-slichsre Ratbg*»ber fQr die (»emeindeverw.’-itungen. die verschiedenen gemeinnützigen Vereine, für Geistliche, A»*r/t*\ Beamte. Lehrer. Überhaupt für All-, welche ans Beruf oder aus Neigung für di.- Förderung öffentlicher W-»hifahrtsbeltrebuogen wirken wollen. nutt ich rin ifrftrnn t*i Seiten fi rn*n- (Jwtrfpn ronie/tms/er.l u**tattttny. Preis vierteljährlich ein Gulden. B« Stellungen nehmen entgegen alle Bnrhhan<llu|tgen, als nach die Expedition Reichenberg. Stefan»*trw-.se 12. Probe Nummern auf Verlangen unentgeltlich und franco. jM- Korbe« erschiene«:!"W8 KoKection „Ireieri WLcrtles". Sand II. Wljkinsmüs, Uietismils, ^ntiskmilirmus am (Ende des XIX. Jahrhunderts. Von | Lrnst Victor Ecnjicr. Urei» für jeden Band der Collection: für Oesterreich-Ungar» ö. M. kl. I.—, für das gelammte Ausland 2 |üark. Band I der Lollection: A. Leroy-löeaulie«: Die Juden und »er Antisemitismus — jsracl unter den Icatiöncn tfi beinahe ganz vergriffen. Ventilatoren Exhaipstoren. —r Selbstthiitige. s:aub-j u. zugfrei functionirende P.it. „Colambus'l - Zimmerveutilatoren, lfiitilatlrtiiR-Oberlicht fruster und Ventilations-Jalousien. Giessereiuud Selimiedeventilatoren. Fabriks-undTrofkenstubenventilati.ren. Grubeuventilatoren. Schraubenventilatoren uu.l l' itent ( onipound Luftpropeiler, Lnftbefeuchtnngs-, Luftentstaubung*- u. Yentilqtionsaiilagen empfehlen und liefern iu vorzüglichster »bd erprobtester Construetiou und Ausführung E. MUNK, WIEN, I. Rathhausstrasse Nr. 15. 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