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Freies Blatt · 1894-09-23 · 129 (23.9.1894) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
III (1894)
Issue
129 (23.9.1894)
Date
1894-09-23
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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reite 1~\ Freies Blatt. Nr. 129. zog cr unter feinem Mantel einen Epiegel hervor, den er dem Mädchen entgegcndielt. Mit einem Echrci des höchsten schrecken« verhüllte daS Mädchen ihr Antlitz, als sie einen Blick in dcii Spiegel getha». „Seht otir rinn," nahm der jnnge (belehrte wieder das Wort, „was ich für Euch getha», das verdient wohl keinen Lohn, und zudem muß ich Euch auch noch sagen,. daß mit dem Augenblick, in welchem .ihr Euch von mir lossagt, unsere Körper wieder die für sie bestimmte t^cstalt einnehmen müsien!* .Nein, nur das nickt," ries im . Tone jöcr höchsten Angst Lea, „behaltet Eure Gestalt und laßt mir auch die meine! Dafür will ich Euch aber auch angehören fürs Leben und l^uch ein treue-, liebevolles Weib sein!" Glückstrahlend drückte cr sic au seine Brult und sah leuchtenden Auges in ihr hold erglühendes Antlitz. Der Bater aber, der heimlich ^enge der ganzen Ilnterredung gewesen, legte |ilire Hände in einander und sprach: .Gott gebe Euch seinen Segen, wie ich Fhr werdet meine Tochter glücklich machen, anderen Menschen ausgezeichnet durch Euren edle Seele!" - Und so geschah es auch. Lea lernte die schäften ihres zukünftigen Gatten stets mehr i verband diese beiden Menschen die wahrste, spätes Alter. Der Mann aber, der sich'auf eines geliebten WcibcS erwarb, wurde später 'Gelehrten seiner Zeit. sttzt Euren Bund segne! denn Ihr seid vor den hohen Geist und Eure großen, herrlichen Eigenmehr kennen, und so iinigste Liebe bis in ihr kluge Weise das Her; einer der berühmtesten P Literatur. (v. V. Denker Mlistilismns, Pietismus, Autis miitismus am Ende des XIX. Jahrhunderts. Gelleen«» des „Freien Blaues". Band II.) Wien 181*4 Tas „Freie Blau" hat min auch dieses Werk, welches eS seinerzeit sort- 'evuitgsweffc seinen Leiern geboten bat, in gefällig e Biichiorm heranSgegeben und dadurch seine Collection wissenschaftlicher, zu Bekämpfung und cultur- ■hiitori'dion Erörterung deS Antisemitismus bestirnt iter Werke bereits auf die zweite Nummer gebracht. Wir haben bei dem Perlage dieies Buches wie auch bei dem früher in uwerem Berlage etschienenqn Werke: „Tie Juden und der Antisemitismus" von Leroy-Beaulieu speciell isur einen Zweck ini Auge, nämlich tetfei Schriften, die auiklärend und belehreiid wirken, in einer namhaften Zadl von Exemplaren unentgeltlich a» die vom Antisemitismus verseuchten Mittelclaffen der Bevölkerung gelangen zu laffcn. Tieie unsere Absicht kann jedoch nur ermöglicht werden, wenn unsere GBinniingsgeiiosien, das beißt alle Jene, die es mit der Wiederherstellnng des Bprgerfriedens ernst meinen. unser Unternehmen, da« keineswegs die Erzielung eine« Gewiunste« anstrebt, aber, wie leicht begreiflich, mit immens großen Kosten verbunden ist, durch Abnahme eine» Exemplare« fördern werden. Jede Rnmm«r der Collection de« „Freien Blatte» kostet ö. W. fl. 1 (2 Kronen). Tr. Max Höfinger. Tie österreichische Berfassung ia ihrem geschichtlichen Werden. Wien, Verlag de« Vereine« .Aufklärung". 18^4. Tiefe« kleine, echt volkSIhümlich und doch streng wissenschaftlich gehaltene Schrifkchen bildet die zweite Nummer der Schriften des Vereine« „Aufklärung". Wie mit seiner ersten Publication über die Entwickelung der österreichischen Gewerbegesetzgebung greift dieser überaus segensreiche Verein auch mit dieser Schrift einen Gegenstand heraus, dessen Aenntniß in den breite» Schichten des Volkes, zumal im Mittelstände, ebenso nothwendig ist, alS sie leider nur in geringem Maße vorhanden ist. Gerade in der antisemitischen Aera. wo man im öffentlichen Leben ans Schritt und Tritt ebensovieleir falschen als raschen Urtheilen, besonder« über die letzten Entwicklungsphasen unserer Ge sellschaft und unseres Vaterlandes begegnet, muß ein Verein auf das Freudigste begrüßt werden, deffeu Tendenz e« ist, durch die maffemveise unentgeltliche Verbreitung populärer Druckschriften jenes großzügige historische Wiffen unter dem Volke zu verbreiten, welche« die natürliche Grundlage der politischen Reise bildet. Tkslerreichisches RechtSlexikou. Praktisches Handwörterbuch de« öffentlichen und privaten Rechtes der im ReichSrathe vertretenen Königreiche und Länder. HeranSgegeben und redigirt von Dp. Friedrich Duschenes, Tr. Wenzel Ritter v. BölSky, Advocaten in Piag, und Carl Bar etta, LandesauSschußrath in Prag, unter Mitwirkung zahlreicher Fachkräfte. Prag 1891. Verlag von Höfer & Kloueek. Soeben kommt uns die 13. Lieferung dieser ausgezeichneten Encyklopädie zu, welche bi« zu dem Artikel „Branntweinbrennereien und Branutweinhandel" reicht. Besonders instruetiv und intereffant sind in dem vorliegenden Hefte die Artikel „Binse," „Börsencours," „Börsengeschäste," „Börjeuschtedsgcrtchte" u. s. w., welche für Interessenten sowohl al« für Alle, die sich über den Börsen Mechanismus rasch, aber gründlich orientiren wollen, von größter Brauchbarkeit sind. Briefkasten. Tr. F. Sch.. Maria Theresicnstraße. Besten Tank. Artikel kommt in nächster Rümmer. G. L., III., Gärturrgassr. Dieser Verein sagt in seinem Aufrufe, ganz Lesterreich beneide die Wiener Antisemiten um jenen Mann. Ter Wahrheit hätte aber beiläufig folgender PassuS entsprochen: Wir waren einst Mandlianer, da hielt er Reden nach unserem damaligen Geschmack. Zetzt sind wir Antisemiten, spricht wieoer so, wie wir e« wünschen. Alleweil nnfetj Mann! I. J). Z., Brüx. Geben Sie sich keinen Züusionen hin; aus einem Vereinstage in Mariaschein hat erst neulich Gras Svlva Tarouca zusammen mit einem Wiener christlich-socialen Agitator daS „Ausklärungs"geschäft besorgt. Ankündigungen des „Freien Mattes". Inserate werden aiigenvmmeiil sowohl in unserer Admiuiliraliou, als auch im Anuonceii-Bureau M. Duke». »v.i Stahl oder geräuschlos, mit 3 Holz, mit Hocbverseblns®} Maichinantrieb oder Federzug, a.-iepi in allen Ausführungen, Rollbalken Sonnenplachen Buchen-, Garderobeand Actenkästen mit Rollthüren '-Ib-dt hitlfe Rouletten. RnlUcbutzwinde. Portale dus Holz oder Eisen, fix und ' D r.p t. Zeichnung, aller Arten Thrhlerwaaren. f*e*ehiftJi- und Au^lage-Kinrifhiunr>c aenxtlndc für. alje Artikel, pneumatische Tk&r»ehllev»er. Ventllatorea. Rauchsaucer erzeugt und liefert) die Fabrik von E. S. Rosenthal’s Erben, Wien, Fünfhaus, Rosinagasse 21. "Vertreter gesudxtj. elttographl Verbesserter Copler -Apparat. Brief-, Facturen-Ordner «nd Biblioharptes. Ij;ij-trirte Pri.-is<:>',nrante; bektographirte Abd|rüeke gratis und franco. Joseph Lewitus, Wien, l. Franzensring 20. —VII. Jahrgang, -st^— Bi© lEvt Monatschrift für Gemeinnützigkeit fQr Förderung öffentlicher Wohlfahrt«- und Wotilthiilgkelts-Bestrebungen, Faehbla tt für Arme- und Krankenwesen, sowie für Oesiindheltspflexe« Archiv flr die GcsammUnteres»en de« Frauen-, Arbeit«-, Erwefbv und Vereinsleben«» Redakteur: Anton Pfeiffer. Die Humanität U: das einslice Fncliblntt Oesterreichs für Armenpflege und Wohltbitigkelt und als solches, der verlässlichste Katbgeber für die Gemeindeverwaltungen, die verschiedenen gemeinnützige^ Vereine, für Geistliche, Aerzte, Beamte, Lehrer, überhaupt für AU’*, welche aus 3teruf oder aus Neigung für die Förderung Öffentlicher Wotilfahrtsbeatrebungen wirken wollen. Monatlich ein Heft von 10 Seiten (i von*-Quart in vornehmster.! utHtattuny. Prelis vierteljährlich ein Gulden. Bestellungen nehmen entgegen alle Buchhandlungen, als auch die Expedition Belebenberg, Stefanshtrasse iS. Probe Nummern auf Verlangen unentgeltich und franco. Am Urquell. Monat fchrift für ^otkknnde heraufgegeben von Dr. Friedrich S. Krauh. Tiefe Keilschrift dringt in jedem Bande bei *00 Lriginalberichte über Litten. Bräuche, Glauben. 'Lagen, Märchen, Sprüche, Rätbsel, Bolkmedicin u. s. w. der verschiedensten Böller der Wett. Mehr at» achtzig Botlsorscher arbeiten an dieser Zeitschrift mit. i—* Dezugpreiß gsnzsshrig 5 Kronen. vertag r>o« ©. Kramer irt Kamdarg.

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