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Freies Blatt · 1894-06-10 · 114 (10.6.1894) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
III (1894)
Issue
114 (10.6.1894)
Date
1894-06-10
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Nr. 114. Freies Blatt. ihrer lioiifinc tiUm lclfgiiiplnifii. l’lt'oi dann ist das Mädchen doch schon verheiratet. Ta läßt sich »ichtS mehr »lachen." „Ich fürchte, daß ihr Batcr sehr döse sein wird. Cr in ein leidcnschastlicher. halsstarriger Mcnfch. st > eil» fürchtete sich immer vor ihm." „Er wird zuerst sehr böi'c sei». Wen» er adcr begreife» wird, dass er die Tinge nicht ändern kann, dann fügt /r sich schon, Biclleicht vergibt er seiner Tochter niemals, irrauziska, Tic müssen Mitleid mit dem Mädchen Haber,. Tic ist zu viel allein gelassen worden. Bevor ich hcrkam, war sie oft monatelang allein. Tie ist nun allen ihre» svrcnndc» entrissen worden durch einen jungen Mann, der selbst ihr keine Freude bieten kan». TcS Jungen Baker gehört nicht unserem Bölkc an, seine Mutter ist eine Tänscrin. Berlasien Tic sie nicht. Besuchen Tic sic in einigen Tagen. Tcicil^ Tic lieb mit ihr. l'assen Tic sic fühlen, daß ihr wenigstens eine jvrcnndi» geblieben ist. Zn Seiten des KuminerS — bei einem Zungen, wir dem da, gibt'S sicherlich oft ätummcr — kann eine ,viau, wenn sic nicht i» ihrem eigenen Geschlechts ,vrcundc findet, leicht in Thorheil verfallen und Tinge anSführc», welche nie wieder ungeschehen gemacht werden können." Emanncl ging fort, seinen Auftrag auszussihren, er kehrte noch am stiachmiliag zurück. Mr. Augelo wußte nichts von dem Ansenthalt seines BrnderS. Er zeigte sich sehr erregt über diese strenigkeilen und prophezeite von Teile seines Bruders nnversöhnlichc Wnilr Er sagte, daß daS Mädchen anfgehörr habe, der,vai»ilic anzugchören Ziirderhin sollte ihr Mime in seinem Hanse nicht mehr genannt L'rrdcn. Zn der ganze» langen Geschichte seiner Familie sei noch leine solche stlbirünnigkcit je verzeichnet worden, und so weiter wie ja zu er warten war. Elara beeilte sich, dem Telegramm Zolgc zu leinen, aber cS ließ sich »ichtS mache», als warten. Wie lange ninßlen sic wohl warten, bis sic die Adresse des BatcrS ansfindig machici:? Weder Cinanuel »och Clara, noch Franziska verstanden etwas vom Tnrfe, sonst hätten sic wohl begriffen, daß ein so bekannter Man», wie Mr Tndne» Bernard, sicherlich an diesem oder jenem Tagean 'diesem oder jenem Trte zu sinden sei. Cs fouittc da keinen Zweifel geben., Aber das verstanden sie eben nicht. „ES kann wochenlang dauern," sagte Clara, „bis er wieder Kcimkommk. £! wir müssen ihn ans irgend eine- Art sinden. Mein Baker muß unS dabei helfen. Cr schreibt der stielt» oft Wochen hindurch nicht. Eine Tchande ist'S. TaS arme Mädchen ließ man ganz allein im Hanse mit ihren Zöglingen und dem kleinen Mädchen. Sl-c>» Wunder, daß sie ans solche Thoxheilen verfiel. Und ei» solcheein gebildetes Ttück von einem halben Mann noch dazu! Wie sich ein Mädchen an ein solches Tubjcct wegiverfen kann. Thnc Geld, ohne Hirn. Arme Nell!" Tic beiden Mädchen nahmen einen thrünengcmischtcn Thec ein und führten ernste Tischgespräche. AlS cS finster wurde, zündeten sie sierzen Seife 11. an. Toch das'Vicht verscheuchte ihre Trauer nicht. Cinanuel gesellte sich zu I ihnen, aber auch er war siill, und bei seinem Anblick erinnerte sich ivranziska der großen Entdeckung Tonderbar! Tie war eine von der Berichwörnng behus.' einer Weltninwälzang-, und sie halte ganz darauf vergessen: aus dieie gewaltige - Tachc^ vergessen, über diesen si-all eines j niedrigen stronico und einer geivöhnhehen Zulia ans dem Miiielsiandc. Tieic Ungereimtheit, machte sie lächeln. Cmannel blieb bei ihnen sitzen, in Gedanken versnnlen, die beiden st.bädchen slüsierien .miteinander. ' Plötzlich hörten sie draußen deutlich den raichen.' tnrze» Tritt eines männlichen ZnßeS. Cr hielt an der Thür in,,.-. Tie Thür! wurde mit einem Tchlüsiel geöffnet, der Mann nal in bas kleine . Gemach. ,,C Hinimel!" flüstetie Clara, „das ist der Gang meines T ukelS. Cr ist-der einzige Menich. der einen Nachschlüssel Hai. 'Wer bat ihm etwas ge>'agi'? 'Warum kam er her? »vranziska, Cmanilcl bel'i nur. steht mir bei, er wird mul, schelle», ach!" , Tie Thüre ging ans niid Mr. Tndne» Bernard trat ei» cS grüßte Niemanden, er iah nur die Beriamililnng finster a», sei» Gesicht war düster: er war entstellt, augenscheinlich vor Wnili Ter Himmel; sei seiner T ochier gnädig! IZrgend Zemand »ins; es ihm geiagt habe» 1 „Wo ist stcelln? " fragte er barich ier»,»., T'lie'fkelske'N. :>i. in chra;: Tas; ein clciieales Blatt daran Anstos; nimmi, kann dcch niän Wunder nehmen Tie von Teckerl ge'chniahlen 'l-anri.püen des Allen Testa j nie,,iS meiden aneb von de, katholischen .'iirckie lioäigehancn. 'st. in Zirakau: Tie HinnvaiKie» einzelner Alilgtieder des Boleneliilr-? lür de» Änli'einillsmuS sind nicht? A'eueS Tie Zörderimg aminnniliickikr Bestrebungen in Gali;icu 'tönine übrigens Eitolge anstoebe», welche diese» edle» Herren iebr nnangeiielnn waren Bei Gelegenheit iverden nur ZKrem Wunsche entspreche» und ans da? von Zlnie.» he rührte TKenia naher ,'ingel'e». l 1'.!>'., Tnezawa: T,-» ehremverldc Herr moUie auch den Begleiter ' BelliPer'S „hiiiciiirruen": es ist ilmi iedoch »i,tit gelnngen.! ,yr. v >i.: 2 ie ''vielen onenbae auf iene stiebe stko^ansku? in einer Herrenbausdeballe an, in der es lu-ify: „Ter stiechlSstaatk »ins; eoii'e>sio»SIor . fein, auch men» er nur Anhänger Einer .>!i>e mniast', >viin sink! er zu einem ' Tiaale herab, der von die>er Ztirä'c beherrscht wird, denn die .stirche überhaupt, und insbesondere;die talkolische, Kai das Eige>iil>ni»liche, das; sie nach Herr'chakt streb! iind sich >nr vrriolgi hält, >vo sie nicht heri'chen darf." Tr. X. Zajs«. Trop der gegeiiiheiligen Cik.ärung des stenibergcr Bürger nieisterS cniüebrt auch die vandeshanvistadt von Galizie» nicht antisemitischer Tvecialiiäten. AlleidingS 'bat kort der.A»li>cinilisin»S keines io bösartige»! Eharakier wie in Wien oder stliiinanien. T.if; die aiitiieniitiich reaenchiare! Breste allerorten den lliitergang der liberale» Banei Ungarns herbeiivi'ni'cht,; kan» cbe»soivc»ig be>reinden wie die tendenziösen siiil>chn>>gen, welche ihre | Berichle über die ungarischen Znstän'de enlhatien. Nnlründiinmgrn des „Ferien Blattes". 3nreratr werden nngenoiilinen, sowohl in unserer A d m i n i Urati o n, als auch int Amioiieen Bnrean Ul. II u lieft. "WH ■I. 1» tili;tniiiiirr im ttmfmific U. Li» Meter für Plafond und Sbnlicrartirii und | Wnr. lasselbe in I aoldtutn Jaunen II. Ift. i*bciifo dillia die tiortiftinften Ja beten lieillii'li.i'olni. 4Vien, 1. leleitrtimnrti I Olt i, 1. Ltock. 25 Lost UM Im —;n8eistube ( v/oü- ’.liurTannt Herren he mden ERECZ & LOBE, WIEN I i!>av>i>0er.; 7-iiai.. I, ol.ia, iUiiMiut; -VraeeoaranIS grari«. . Lose, Renten, Pfand- QV briefe u. s. w. I _ I am allerbillifküten kaufen »nck am allertbeuerston verkaufen will, der wende sieb vertrauensvoll an ' das gefertigte Itank- und WeebslerjresCbUft, wo dieselbcu genau, wie in den Zeitmn-en notirt bereelim-t werden. MpociilnlitkiiMkäiilc in Eü'ef'tcu werden iu uunbertrolfeu solider Weise ausgefübrt. _ A. SSpitzev, I. Gr;tl»cn 1(», nur I. Stock. l’rotokollirte Firma seit dem Jahre 1H52.

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