Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- II (1893)
- Issue
- 84 (12.11.1893)
- Date
- 1893-11-12
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Freies 1* I a 11. Nr. f*4. I ^iiiflup zuinnl auf Misere Elassiker »och lange nick» genügend er forscht, kaum hoch genug zu veranschlagen ift. .Niemand bestreitet, daß in diesen Fällen die Bergmrknng deutschen Geistes mit seini tischcni ein Heit war; wer denkt, wenn er das Trnlzlied: „Eine feste Burg ist nnser Gvtl" vcrniinint, noch deo Psatineo Davide», ans dem es geflossen, ivcr bei gewissen. Dielte» fessing'o oder des franst noch des Barnch Dpinoza? Wa^s in diesem Falle rin Heil war, das sollte sonst ein Unglück werden!? 'dörr das glauben machen will, dem mangelt die Grnndllme aller liiskorischen. Bildung, die Erkenntniß von der Gesetzlichkeit alles Werdens und BergeheuS. Es ist schlimm gcnng, daß man an Dinge malinen >mnß, die im Grunde federn von der erste» Dchnlhank her geläufig sein müßten: die ihm, kommt er weiter, durch das Gyninasini» mit* die .Hochschule nachgehcil, ihm immer »klarer und bewußter werden. Aber man vergißt ihrer nencrdings mir gar zn gerne; man halt sich an - Schlimmes und wirst das Gute und das Große hinter sich. Oi'id» Entsrrmdnng, mir Annäliernng, nicht künstliche Scheidung, einzig die Assimilaiio» bringt das Heil: sie muß mit allen Mitteln ge fördert werden. Das Bornchnilichsle darunter ist die Duldung »sid die Vielte. Ww lange auf jüdischer Decke schon nach dem Eindringen in deutschen Geist gestrebt wird, mit wie viel Hingcbnng und Ester, das sollte der vorstehende Anssalz erweisen. Es wird dazu tominen: nur daß jene heftige Bcwegnng, dir wir »literleben, den Prvecß "verlangsamt »nd schmerzlich macht, der sonst viel1 rascher und glimpslichcr verlausen wäre, Fhn ans;»haltrn, zn dem innerlichste s ite 11. Dpinoza den größten elbischen «Benins nberbgnvl geboren bol, dessen Bothwendigksit hindrängt, ist')Hcmand stark genug: , in leisem, doch snrchtbareni Flnsse treibt der Dtroi» der Ereignisse daliin, wirst, aus den Strand'oder versrntt, was immer sich geg^i ilm sperren 'will. Und die Znknnst der Menschheit gehört doch msr denjenigen; die an sie glauben »nd daraus honen. - j j Es lag mir nichts ferner als die Borsiellnng, etwas auch nur i relativ vollständiges i» dieser Arbeit gegeben zn haben.^Dazn ge-! Hörle die Arbeit eines Vebqns: mehr somit, als sich viellclelst lohnt. , l Anr ein Hinweis sei das Gan;e, eine Bordculnng, weint mau' will, daß sich im Fnden Deutschen mehr znr Anshellmig des Bcr- . hältnistes. zwischen Wirths- und Gastvolk finden lassen könne, nl* man bislang geglaubt, Zn einer vollständigen Durcharbcilnng der' Ausgabe gehört mehr als vieltsiclch. irgend ein Vebendei^dnrgn;u wenden geneigl nnd 'imstande; sicherlich in jedem Dinne mehr als (iiii vcrniag. Was mir nach incincnr »rönnen gigänglich war, Ufib" ich ge»»hl, nicht -ohne Mißtranen betrat ich das viclvcrschlnngeue Vabhrinlh des ^»dcn-Dculstch». Fe mehr ich mich darin : verweilte, desto lieber ward's mir. Do mag's noch Manchcm er gehen, der redlichen Wollens einlrilt. lind neben dem Dienste, den! er >li»niiltelbar der Wissenschaft erwiese, kömmt, der für die Ge sammlwisstnschast. deren letztes Zies. doch nur sei» kann, jedes Mß. verstehe» zn bcseiligen, so weil's möglich »ach Bsenschenkönneu. ' Auch hier gilt das gute, alle Wort: luirnitr. nmii »t hm |iii sunl. Auch hier gibl's l»'ölllibes — tretet ein! I Mein Utanke?) l'oii '.istld i'lj u I> Ich glaube, daß die schöne IDclt regiere Ein hoher, weiser, nie begriffner dielst. Ich glaube, daß Anbetung ihm gebühre. Doch weiß ich nicht, wie inan ihn würdig preist Nicht glaub' ich, daß der Dogmen blinder Glanbe Dem höchsten würdige Dcrehrung sei: Er bildete ja das Geschöpf wom staube. Don Irrihuni nicht und nicht oou Fehler» frei. Drum glaub' ich nicht, daß oor dem Geist der IDelten. Der schns des Talmud und des Alkoran Hekenper, wen'ger sie als Ehristcn gelten : verschieden zwar. doch Alle beten an. Ich glaube nicht, wenn wir vom Priester hören. Der Ebrisien Glaube mache nur allein Uns selig, wenn die Finsterlinge lehren, verdammt muß jeder AndersdenkerI'cin. Das hat der kveise, Ser einst seine Lehre Illit seinem Tod besiegelt, nie gelehrt. Das hat t'ürwahr — dem Drrrlicken sei Ehre! Kein Jünger je aus seinem lluind gebön.? Er lehrte Schonung, Sanstinntl'. Duldung üben. Verfolgung war der l>obe» Lebre fern: Er lcbrt' obn' Unterschied die Ulenicken liebe» verzieh dein Schwache», jedem Feinde gein! I.t> glaube an der Geisier Ausersieben. Daß. ob dereinst das matte Auge bricht Geläuterter wir dort uns Wiedersehen, Ich glaub' »nd bost" es. doch ich weiß es nickt. Dort glaube ick. n>erd' ick die Sehnuicht stillen. Die hier das Der.; oft foltert und oerzehrt. . Dje kvahrheit, glaub' ick, werde sich cnibiillen Dem Geiste dort, dem hier ein Schleier wehrt. Und tret' ich einst dann aus des Grabes Tiefen Din vor des kveltcnrichters Angesicht. Do wird er meine Thatcn strenge prüfen. Dock meinen Glauben? »ein. das alaub' ick nickt. *) Au» denk Nacl'lane de» yrotfrtrtmiid'rn <£oufn}otia!rati'* und protfiTors D.tt'd rJ'ulj wird der „i'tfsiauer /Vtiimij' yeürttt, bas unter den jetz'gtn Nmttandcn von bewnSerem )ntercffe ericbeink. Ick glaube, daß für dieses Erdenlebcn — I Glaub's znvcrncktlich. trotz der Deuter Iiinit — Zwei schöne Güter mir der D»»r gegeben. Das eine Der;, das and're beißt vcriiunst. Die letzte lehrt mick priisen und entscheiden. Das ick für Aecht. für Dt'lickt erkennen soll: ' , La,,t^ schlägt das erste bei des Bruders Freuden/ stickt minder, wenn er leidet warm und voll.' i ,! . i ro will ich den» mit regem Eiter üben,!vas ick für Kechr. was ich für Döickt erkannt . lDill brüderlich die Utenschen alle lieben : Am l'dt, am Dudson nutz an> Gangesmand. Ibr Leid zu mildern und ihr U?obl zu niehren Dci jederzeit mein heiligster Deruf.!?nrch Thdten glaub' ich ivürdig zu verehren IDen boben Geist der »rick wie sie erlckn*. I iVIanun’rtf't de? ^edlct'ke» ,.;Ne'n Alande" iu: r.^erkuaun^ Biieskcksten. A» zahlreiche Briesschreiber in Lachen des Zionismus. Wir gebe» Be richtigungen von Tbatsachen, Auiktärungcn von Irrtliiim^ii oder Lhisiverständuisien u. dgl. iainier i» lonalster Weise Raum. Eine Polewil aber gegen »ns selbst i» einer so vrincipiclle» Frage in die Lpallc» unseres Blattes anfzunebmen, kan» man uns doch nicht znniulhen. Uebrrbaupl »lüsten wir uns schon im Interesse der Dache, die wir vertreten, daS Recht der Mritif auch Inden gegen über wählen. Einzelveeein „Wien" des „Zion". Frage» Die eine» Rechtsgelehrten', und Sie werden erfahren, daß der § 10 deS PreßgesetzeS zn-ar viel vermag, daß er aber uns nicht zwingen lann, ein solches Geschiinpse iveiler;u ver. breite», welchein »Herr Bienner in seinem Blanc sicherlich Gast'rkundschaik-gewähren wurde. P. *Ji„ Mödling. , Das „teul'che Tagblan", welches das Verhalten deS?U>gkordnekcn von .Eger »Ägte, iveil derselbe nicht „lalrisch grob" war-, sondern „die über allen Zweifel Erhabene monarchische lnesiunniig der österreichische» Be völkcrung" lobte, wird vijclleicht dadurch den Schloßherr» von Roienaii;n einer „geldlichen II»terstül>u»g.":ckewegcu. Iin. Sinne -des „Männrers des nüchternen NaninenS" ist diese Rügg jedenfalls. ' ' ' '; |>.. jircms. Sie haben Recht. Wenn die „raiidzeitnng" von einer ,,dra' gonische» Strenge" spricht, so ineint sie ossenbar. taS Wort toinine von. „Dragoner" her. Ja, ja, da» niacht der Sprachverein!