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Freies Blatt · 1893-10-22 · 81 (22.10.1893) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
II (1893)
Issue
81 (22.10.1893)
Date
1893-10-22
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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Sritt * Freies Blatt. Nr. 81. leiitr: wir lo.icn no.i' oiu .'(bniproidt boju, n>cm, wir eilte» sichrer erhalle», »Inr .:»e» ^»Rrer im wabie» Sinne üe« Wortes, mtD nicht eine» solche», der fiili oi’». ein l’fluten Freunde»;» einem Führer aiisrufen läßt." Mil .’.n.'iwil Werten: A.,S- Slcpr kommt o.tS ficht; Johann Simadcr meldet sich zur Ftilirer'itia't wolliger effenbar de» B,fäbigungsiia.hiveis o.idurch erbracht zu üabe» o.Iaubt. dag er j» unoet'.tuimier Weite die Jude» ale „P.tkäsitcn" b.i.i.sinet/ Fm llclnige» ist die letzte ‘.*t»tnmej der „Fudeii'raae" sprachlich uüd .rril ofltaphi'ch »ngU’ich corririer als die vorherige. Herr Limader nimmt sich viMmmcn, »ud Ja# i’i tmmeriiin löblich! ■ ’linidjcr (»'csinuungswcchfkl. > AblIva, kt Kat flefle» die aiitiiemititchco»'i> nativen „T re»e e»er Nachrichten" die Ehienbeleioigniigsllage erbobe». weil sie ik» in einen Artikel einen ..fnnipen" flenannt baden. 'Es wäre zu e»ti’fe!>len. wenn die O'eiielnc den Herausgeber des Platte-? vor der Unheils >prech',»g aii' stine» geistigen Zustand nute,»netten ließen, denn etwa vier Woche», beror Ablwailt in den „Dresdener Naeltrichten" als fninp signrirte, stand in demtelb'en Blatte wörtjtelt leien: „Abtwardt ist ein Ehren in a»n, der hoch zu f achten n»d;» ».itSlyen ist." Welche Charakteristik Ahlwardt'S soll man nun für u.’.ttr : »Iten y »Meilt Bedarf. Die „r'ibre Parole" wnrde in El’aß Voihriitge» verboten. Tod Dent'che Neieit bat einem llebeirlitst an einbeimit'chen antt'chamistischeii Peesieitengnitsen und lann in diesem (»»etekäiteartikei aus die Eininhr ans Frank rei.K getiost vertieklen. iAllS der Luft gegriitcn : Man i.kreibt lins. au-Z Petersburg: „Dar . in MoSkan cr'äieineiide anti»eii:iti'che Fonrnal .MoSkowSkij risto k per! düeniliiltte - kürzlielt eine Eorre'poiid.n; ans Feka teri »oslaw, woran erzählt - iruide. die dortig.’,, Inden hätten einen .strawall dadnr.ti provöcirt, daß sie einig.' pintsteit auf de. nbetnelen, tie’eiben n|fl iiiistbaiidelten, später die! herbeigeeilte Wache angriffe» und das Polizeihaus demotirten, so daß iinn die reqnirirte» jtosaken die Tumultanlen auseinanderjagen »»d die Ruhe Herstellen mußten. Diese Meldung wurde alsbald von der gesaiumleu antisemitischen Presse Rußlands*) a» die große Glocke gehängt; sie wurde mit verschiedene» Bg.- riationen weiterverbreitet, ins Ausland colporlirt, um deu Zorn der in- und ausläiidischeu Judenfeinde in deu höchsten Hitzgrad zu versehe». Nun stellt es sich heraus, daß diese Meldung vollinhaltlich aus der Luft gegriffen svar, und daß sie nicht ei» einziger wahres Wort enthielt. Wie der Polizeiutbister von Fekaterinoslaiv nämlich amtlich verlantbart, ist in dieser Stadt von Juden lein wie immer gearteter Xrawall provocirt worden. Ta sieht »tau klar, welche verwerflichen Mittel die Antisemiten anweudeit, mit die Inden zu discreditireu. Db nun jene Antiseiuileublätler, welche die »Meldung mit besonderer Gier re producirt chatten, so viel Ehrlichkeit besitzen werden, auch dieses offieielle Temenli z» vetöst'enllicheu’?" a— . *) Auch die Wiener antisemitische Presse brachte die erwähnte Nachricht. Anm. d. Red. Briefkasten. Anti-Auli: „Gumiiiiartikel" Jnierate bringt außer dem antisemitische» „Figaro" in Wim, soviel u»S bekannt, auch der „Antisemitische (»>e noral A n zeige r" in Berlin. Ans mehrere Anfragen: Die Broschüre „Rechtliche Stellung der Juden" ist leider ganz vergriffen. Wenden Sie sich vielleicht au daS Bureau des Vereines. Christian B, »Wieden: Bravo! Zur gefällten Beachtung! 3,'ou vielen Seite« aiinieforöcrt, das 4»> „Ifreie Wtcltt" ** and) Dem aciriuiitliiljcn »Berkehre zugänglich zu macheil, beeliren mir »nS niitznthetlen, da« wir demnächst geschäftliche und aewrrdliche . Anlrundlgnngrn in linier Blau niiiiiclimcu weide». Bei dem llmfniuöc, als das „freie Statt" bereiis eine uautliaftc Auflage erreicht und in deu weitesten «reifen sowobl Der Residenz, als auch Der Provinz Eingang gefnnSen hat, wird die Benützung des JuIerateutKeilcs nnserer Keilschrift nicht ohne Erfolg sein. ^ndein wir nnn das I'. T. »Publienm zu einem Probeversuch höflichst einladen, gestatten wir »ns, Sie anslnerksam zu mache», Dan wir priueipiell Keine Agenten beschäftigen, was für Die Anserenten Den grasten vortsteU hat, daß sie Die nicht miOeDeiHciiDe Provision ersparen. Außerdem erlauben wir uns zu bemerken, daß wir bei der Ausnahme von Inseraten mit der strengsten Vigorosttat vorgeben werden. Ankündigungen liumanitärer intereonfesstoneller Vereine und Institute werden stets bereit willigst gratis ausgenommen. Inserate werden nach festem Tarif berechnet. stir Aiimiiiillrfltiü!! brs,,Jrrien Llattrs", d'rpii;ur Aliiiirt)r des Antifcmitisiniis I. roilerftättc io. Heuer Berlangrn wird unser Administrator persönlich bei Den t'. 2'. Parteien vorspreche». -W« Beitrittserklärungen zum „Bereiu zur Abwehr des Autiseuiitismus" werden enlgegengenoulinen im Seeretariate des Bereines, Wien, I., Parisergaiie 4. Abonnrmentsanmrldungen auf das „Frcie Blatt" nimmt dir »Administration, Wien, l., Srilrrstättr 10, jederzeit entgegen. Ebendasrldst werden auch einzelne »Nummern abgegeben. Probcnumiuern zur weiteren Bcrbreituug des „Freien BlattcS" werden GesiunungSgruossen auf Lerlaugeu bereitwilligst zur Beifügung gestellt. Herausgeber: Ernst Victor Zenker. — Lerantwortlicher Redacteur: Joses Vorwahlner. — Druck von Th. Reißer & M. Werthner, Wien.

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