Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- II (1893)
- Issue
- 68 (23.7.1893)
- Date
- 1893-07-23
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/4886575-5439157-5441435--0712-4887219- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
friie XI.fl. HeiIjJie z„,n freien JSIatt, Grgan zur Abwehr des Antisemitismus. 2cixe Vanglcbtflfcit, feine B>idcrstandskrast gegen Krankheiten, seine Schnpfichcrhcilen gewissen Erkranknngen gegenüber konuncn ans. 'ücchnung iciner Vorfahren : er verdankt sic seinem Gesetze, seinen Sapnngen, seiner Mäßigkeit. Leine Schwächlichkeit hingegen und die organischen Fehler verdankt der- Jude unsere» besetzen, nnserein (-'Iietlo, unserem Einpferdntiigsfnstcine. Auch hier, in seinem Fleisch und Blute, können wir sage», daß der Jude ein künstliches Product, in, geformt, und gleichsam geschaffen,;nr Hülste durch sein (besetz und zur Hälfte durch die unserigen, durch niiscre- (Gesetzgeber und durch seine Aabbincr.. Tie Unterschiede selbst, welchewir zwischen Inden und Inden, zwischen den Israeliten des Ostens und jenen des PJestens feffffellen, liefern den Beweis dafür. Hie Racc erhebt sich wieder phunsch wie moralisch: der Jude gewinnt an Kirnst, er regenerirl sich in dem Maße, als die -Netten, die ans ihm gelastet, abfallen. III. H ie Einbildungskraft des Bvlkes hat den Inden lange mit seltsamen Nrankhcile» ausgcslattcl, wie mit einer geheimen Blntverderblheil, welche sich in ekelerregenden Ceidcn äußerte. Tasiftdas reine M'äl-chrn. .Man findet es in manchen (''egenden noch am ('eben. Indern das Bolk den Inden als ei» fluchbeladenes Beesen betrachtete, hielt es ihn zur iWtdic für das Nalvarienkrcnz für von (Gebrechen benngefnchl. Man könnte ans dem I-'-äleh-nunserer Borfaliren ein ganz unterhaltendes Eavitel „Phpfiologie" in dem allen ,viU't-fti»iu des Beorics |>it\-iol«bei den allen Autoren beranszielien, woraus die Thierfagenbücher des Mittelalters hcrvorgegangen sind. Hie ('egende ging so weil, daß sie jedem der zwölf Stamme.ein besonderes Snlmleiden für die Molle znlhcille, löelchc leder derselben in dem Pasfionsdrauia gesvielt haben sollte. Ter Llamm Simeon beispielsweise hat Ebristns an das streu; genagelt, die Aachtommen Siineons haben dafür viermal des Wahres PJnndcn r.u Fußen lind Händen. Her Stamm Sebnlon hat die stlcider ^eni' ansgeloff in der heiligen Schritt waren es die römischen Soldaten , die .stächkommen Sebnlvns haben dafür Bönnien im Munde und speien Blut.';1 Und fo weiter für die zwölf Stämme: die Männer vom Süiiniue Äffer haben den rechte» Arm kürzer als den anderen: die Frauen vom Stamme Jvfef haben vom drelunddreißigfien Jabre an den Mund voll lebender B-ürmer. '.Willi dem Bolksaberglanbeii gibt es für diefe stranlheilen ker» anderes Heilmittel, als Ebrifienblnt. Es war dies einer der «Gründe, tvarum die Hilden getaufte .st>ud-.r abfchlachte» sollten. Hesselbe» Ursprungs iff der juilaii-iides Mittelalters, dir Glaube nämlich, daß die Hilden ein Sondergernch hätten, der das Blut oiiM i1 verrietb,'"-- xV1i habe Inden gekannt, die einen nblin O'ernch halten, aber ganz wie die Eliriffen, denn sic waren : :.1> Ebedem bildete man sich ein, die Hilden an ihrem , ,:i-.r i';iv:!di ZN erkennen, und da die Taufe nicht genügte, sie taria : lhfieien, fand man bisweilen durch Beriechen heraus, daß s liu Hechwürdenträger der -stirche ans jüdifcher Familie flammt.a Hinlicher erzählt, daß eines Tages irgend ein Pilger, . welcher ,hn di-.: Pantoffel des Papfies Pius IX. geküßt halle, anssiand und sagte: I-. l-.l!•■■'-’ 'vir hatte ihn am Geruch als Hilden erkannt. Und. fügt der Erzaluer diefcr (''efchichie hinzu, andere Pcrfonen Hallen be'laligi, daß die Familie der Maffai jüdischer Abknnfl fei: l '-tt L.tüc.-l r.: : . I..' -i ui .tv I'I,i-t>-lr> >! t«- .1 uit la ItL'emlc." Paris. v. vil"'.x> . ‘-i Jif'.-v K.i. r.T ii.-l.i: uirfioim mtt dein .Iiilaeormii faeti-ntimii des '.l'iiuv ilitri-l iilmmiami? -»iarcdlimi«, .WH. '< von einem 3dirtibfctilor oder eitler Boeben eint? mittolaltfvlidiou viouifu-it herznrühren, fre nnüatt I»äw-oi um — .liidin'.iriim t'i-f>nrinm jiricfiricl’rn hatii-. — Liehe oHt-ot röb, ebfnfaiflbii, midi öol: „Blicke in Sic üteligionSgcichichie zum Anfänge der II. chriiitickieu JaKrlnindens", TKeil, Breslau 18.*\‘{, 2. t-tt. Pins IX. selbst soll'^getansten Israeliten die vertrauliche Mittheilung gemacht haben.'-'") Ein Umstand hingegen, der keine Fabel scheint, ist die besondere Mcignng des Juden zu der .strankheit unserer Zeit, der 'Nervenkrankheit. Tie Thatsache ist in den meisten ('ändern Europas sowie in den Bereinigten „Staaten Amerikas sestgestellt worden. HaS Borherrschcn des '.Nervensystems über das Mnskclsystem ist ein charakteristisches Zeichen des JuDen. Es ist dies, könnte man sagen, der. Hauptzug. seiner Physiologie. Er hat wenig Muskeln und viel Merven; er ist ganz M.erven, wenn man so sagen darf. „Bei meiner Pariser stundschast", äußerte sich mir gegenüber ein französischer Arzt, „habe irf, häufig Gelegenheit gehabt, diese Bemerkung zu machen. Bei den Inden scheinen die Gemüthsbcwegnngen lebhafter, das Empfindungsvermögen stärker, die Mcrvenrractioncn rascher und tiefer." Ter Jude ist der Mcrvösestc der Mensche», vielleicht weil er.am meisten „Gehirnmensch" ist, Jener ' der am meisten mit dem Gehirn gelebt hat. Bei ihm scheint der ganze Cebcnssast von den Gliedern oder dem Stamme nach dem Äöpse zu steigen. Tasür ist cs bei. ihm oft der Fall, daß die dnrch fortgesepte Schwingungen allzu gespannten Aervenstrange schließlivh reißen oder verstimmt werden. Her Jude ist denn auch Störunge» der Mcrvcnecntrcn, Er franknngrn des Mücken»iarkes und des (Gehirns besondershänfiif nntcrworfen.'") Tas Gleichgewicht zwischen den seelischen Berrichlungcn n»d den Ernähruiigssunelivnen ist bei ihm oft gestört. Tic Geistcszerrütlnng scheint bei den Israeliten häufiger als bei den Ehristen, Lialholikcn oder Protestanten. Tas Berhällniß ist ans .stvsien der Inden biswci'len '2: 1 und manchmal 3:l.,sf,i. Tic Erscheinung ist um so anssallender, als gewöhnlich, wie wir bereits bemerkt, der Israelit durch seine Mäßigkeit gegen eines jener Castcr, welche am meisten zur Zerstörung der «'eisteskräsli beitragen, nämlich den Alkoholismus, gcfchühl ist."") Bekanntlich ist dic Bcrinchrnng dcrGchirnkrantheilcn und dic Ber schlinimernng derAervosilät eine jener Erscheinungen, welche unsere Zeit und unsere Eivilisation kennzeichnen. Es ist dies eine Folge der fieberhaften Intensität des modernen Ccbcns, welches durch Bcrviclsältignngdcr Eindrücke und der Lkrastäußernngen die Spannkraft der Aerven überanstrengt und das zarte Gewebe der Gehirnfasern zerreist. Als der Acrvöseste der Menschen zeigt sich darum der Jude als der Modernste. Er ist durch feine »trankheiten ^gewissermaßen icinen Zeitgenossen voraus: er schrcilcl ihnen aus jener gefahrvollen Bahn voran, ans welcher die Ausschiyeisnngen des Geistes oder des Ceidenschaflslebcns und der ' unablässig gespornte B-ellbewerb unsere (Gesellschaft vorwärts treiben. Tas geräuschvolle Heer der Seclenlcidcuden und der Aervenleidcnden wirbt soviel neue Mann schäften unter, uns, daß in diesem Punkte die Ehristen den- Inden bald cingeholt haben werden. Auch dabei ist wahrscheinlich kein ethnischer Einfluß im Spiele. >”i (*ufiat> Kläger: ..Entt-cckiing der 2eeie". I. Bane, 2. --«>—-18 — Beiiy. ..Iiovne >>i- Ktudi-.- -Jui\<•' ' (Cctobcr inie Aoveinbee 18!Hl) 2‘. Nit. '■“» 2iebc beiwieteweHe tae ameritaiii'ckie >)-»-»> ItnIIi-tin, 'Ar. t!>, Tiiciiibcr t>!H i, ,2. 1ä. 1:131 oit Preußen und Täneinark soll bei een Jude» kcr Percentsav der (reines? (amten der doppelie, in Bauern der dreifache von jenem der christlichen sein. (liullrtin In Soi-ii’-ted‘Ahtliro|>oli«ic. *>. .ltoveinber 188i, 2. (ÜB — ToO., — Bergt, für die faltinchiigen (Geisteskranken Enrico Äorsilli: .Intorm, :>l mimr-a» c alla- «listri- 'm/.ione gfuirralk-n dellc frenopatie in Italia■*, 2. 77, Mailand 188(»: ter Änstchi des iialieNiichen Irrenarztes über das hänstge Borkoinmcn der Fallnichl f inner den Inden wird durch die Beobachtungen der französischen 2pccialinen tvidcriprochen, wie aus einer Erörterung unserer mediciiiifchcn Akademie vom 8. September 18(>l hen>orgeht. §. Coinbroso („L'uomo di }renio in rajiporto alla psicliiatria-) gibt dafür eine seinem 2ystem über die Berwanktfchast zwifchen (*c»ie und Wahnsinn, welche er gewiffemnaßen als einander gegenüberstehend betrachtet, entsprecheilde Er klärung. ES gäbe danach mehr (Geisteskranke und -Aervcnleidende unter den Juden, weil dieselben mehr Ceuke.von Talent zählen. — Bergt. I. Jacobs: „Tim <-om|iarative distriliution of Ji-vvisli aldlity“. Condon, .'Nirrifon, 188(>.