Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- I (1892)
- Issue
- 22 (1.9.1892)
- Date
- 1892-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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wioiiucmciitevrm: 0raan zur £>cs mus, mit liojHukntllK.t il. Mullcljähi-.il. -.fiü.iiüi tioinnknt.fi ■ t.. (Sintcuusr.m,.»c». 11,. , CSrjc!|ciHl an jcbcm ÄMIIlNgr. Nrüaction und -ldmiiiislraiid»: Wien I. KoilerjtAlU- IO. Rittt»»kr ’li. wir», 1. brvtr»ii>rl'!!!*.>?. I. Znhrgang. Pas ^xoicK'iilvraer cuinicncft. lCihtuinimiittieiliiiUi i'i > „Atiiiii S"nin,-L>" i ~~~ i'.Ml’l II ■•OlM 1,;IU. ’IU.'iJIM Sie lialuii benila butt bem nnlijemitiid)en S iirnetfefle m rlüirinnli.vii iJiiiiii ijnii'imiicii, ultcni tut' Ten den z. ttuldic biejent ,'uftc zugrunde loi], fonue Dev iMtlaiif beairlbrii eri'diemeit mic . UMdiiii) flomirt, ui» nod) einmal'* barattf yiriiefytUimiitcti. >t0.11ia Cotüv von Schweben ineinle, die uftcvviidnidjcrt '.'lulinniilni feu-u reute, U'ddjc nid»s haben und baa brfil-en müebteif, was iHnberc burdi «vlrijs nab Sd)iefiaK'i)iinft erworben buben. T ieie Selinitimi in nur znin Tl>eil richtig nnb dtaraklerifirl naimnUidi £aa O'b'oUic mnr av.ifii’tvaliidini „Soeial »{eformev“, meldie, nid».burdi eiiieiteii yvluf;, aber bnidi Labien» nnb Oi'nurbeiitui ilnc.v '.’UtiH'rC'enn;n oMfutOfliilaii iielaiuit, iieiieiurnrtui ben '-ilMiuid) ätiftern, auf äiften ‘.Hnbercr „t''ereei)tiiiteit“ zu üben, budi beile’ibe mchl i.lbft;a „verarmen" Bei beit '.'littZimten aber, toeUbe;n einem Stell Midiem in -tieidieubeni eiiiiietnmeii waren,' 'viel! bie Mag.»frage!,trnswegs Du elfte »tolle, jonbet» ber Staiitmeobiiute.1. 'Jii-.bt y : ui di mif;lid)C i;erlialliiiife nnb e hielte datjrlaiii^teii Ijeiabiy fummene .'tieiihieii'ei.belreibei'.be bilden bas Hanvteoutt»g-nt ber autiiemiii idien Sdinarcn, bie. jirft in Tnrnervereinen fammelit, sondern gut •leftellte Abvoealen, Aerzte, Hatte nnb '""rnttbbe'tver. Privatbeainie. Zngenbbilbtt.ri tinb Zttnglinge, für weiche il>re Litern reid>Iid> sorgen. t?lnf sbiese Öleniente lenkte Herr SdiotteiMr feil filier jei.itc '.'Itifmeiliamleit, dieselben Itabeit. and) mel nteljr freie ^eit . yt ihrer tLnrfiiiinihi, nnb ber online beo nationalen Ohattvinisntns l tnn von ilnten fleißiger belriebiN tverde» als von Hanbwerlern, benen '.ß'aly nngssorgen, Steuer ' nnb >>itioviuffldttbe arg yiiehcu. .'ln feine Bekenner stellt biejer online bie Anforbernng, alle imn o'egner liitffidilolocin bekämpfen nnb fid) bavin'nidjt burdi ben - ostet reidtisdien Stäntotiebanfeii trgenbwie bel)inbcftt yt kaff eil. Bei dem Reichettberger Tnrteifeste wnrbe dieser Auforbernng oxlilomnien entsprodien. Alle beiitfdjrn Turner, bettelt bae Turn li'iiett t.idti ein 'Mittel;n politischen Untrieben, znt» Schüren von Haß nnb ^ii'ietrad)t ist, würben geschmäht nnb yim Mami’fe miber uibtjdir Mtlbntger ansgereizt. Bon „srentbetr Schntarotzerpflanzen", von „semtttschen otttbringltttgen" wagte Herr ."trete yt jinedjen, nnb Herr 4U'0, weldier ben Betsantnwlten bie t"'tnße seines t^e bteiers entbot, tibertraf an Treifligkeit nod) ben Bvrrebner. u>n ae Turnet als Sireittrafte snr „nnversälschles Tenbsdsthnui" yt ^rganifiren, rief er aus: „,uthn betradjfete bie Timteret als. ein ' nationales oryehitiKiottiillel ytr Bettlzeibigung bes bentsdien Bolks tltttnts gegen alle frettibe» ölemeitle, y< betten ernid» ititr'/vräitytieit nnb 2 lauen, iuttbertt and) weltflitd)ligb Zigeuner nnb ,'utben zählt." ' ,kro tl>at phr enlriistet barnber, baß vor ."tnrym in Bttbw'is »orbbohntische bentsd>e Turner fiel), von einem gilben ytm Turn fifte führen ließen, iüantter nnb (Val)iien von Zn ben getragen würben, nnb feinen 'Sippen entströmten bie von „heiligem Zorn gefiihl" befreiten Beutle„Schallende moralische "Thtfeigen füllten jbetit bentid)tti Michel verseht werbe», der tranntselig sids solchen 'Gaukelspiels srenl, ber blb'be nnb nntl)ätig ytjtel)t, wie Aiemb; litt ge, bie bas benifdje Bol! läglid) in ber empfinblichsten B.-eise in seinem nationalen nnb wirtl)schaftlid)en Besipe sehäbige», bas Tentschlhni» zur Onrientnr verzerre» " ."kreis nttb^Zro sowie bie ■ übrigen ,veft 1 l)eilnel)tner ignoritten Dabei förmlidr ben Staats , verband, dem fic angel)ören. Bei bem üt eichen berget Sttrtterfefte mar : vom „deutschen Baterlmtb" die ch'ebe, .man bekam eine „Bismares Hhinne" nnb die „Böachv am Rhein" zu hören; die öflerreid)isd>e .Bolkslmmne abe? war bei diesem ,vefte ebenfoweing zu vernehmen Ivte bas ..Tcnlsehe 'Sieb",, weldtes Hetr Sechonerer in einem am V. Znli I >'.0' erlassenen Aufrufe als „ittbisd, tsdieelnsdt" verpönte. Das Traurigste an ber Sadie war bie Thetlnal)»te des Bärget »teiflers von Reidtembetg Tr. Schiider 'an bem antiseinitischen i tirtterfefti. Zur Rechtfertigung des Bnrgerineifters von 'Sinz, welcher den dort abgehallenen ."tatholilenkag Iwgrnßt Ijnttc, wurde an " geführt, er hätte nicht üorherjeljni können, welche Bestrebungen fid) ans bem felbett gellend machen werben, sich übrigens bloß auf einen Hoflichleilsaet beschränkt nnb keineswegs mit de» Zielen des ."iatholilentages ibentineirt. Der Bürgermeister von Ükeid>enberg konnte jeboch keinen Montet» darüber im Unklaren sein, tveldte Zwecke Beteine verfolgen, die sich des Wohltoolletts eines Herrn Sck'önt'rer erfreuen. 'Sbtvohl es dem Dberl>anple der größten detttidten Stabt Böl)uretts auch nidN gezieml. ben. Beranstaltern von A.eften, bie einer Berlwrrltdmftg ttnb ."iräftignng der stiflemati fdten .ktidenlhl-e gewidmet find, tsf'ieiell Assistenz z» leisleii.t-ivoll » wch von der d'e» tüdisdten Mithürgern gebührende'» Rttekficht ganz abselten. Zn erster 'Sinfe ist es zu betrauern, daß der Bürgermeister von lteidiettberg bie htückfidtten außer Acht - gelassen hat, bie er innerem Balerlanbe Ccft'erreid) nnb dem deutschen Bolke in Böhmen fälltldeI. "Sd)üiierrv maiht ans seinen Tendenzen kein Hehl Das Bethalten der „Unverfälsd>ten Dentsdie» Böarte" in der ersten Zeit, da 'Testerieidt Ungarn den Berlnst des ."lrvnvrinyn. be trauet te: bie Art, wie das genannte Blättchen es vermerkt, - wenn - Oftur, in dem es einen Parteigenossen erblickt oder vermnthet hatte., an einet 'Sot>alitatslnnbgeb».ng tl>eilntmntt: Sd)önerer's Aenßernngen übet ...lärmende" ."locker Zofefs «feste, „aller titttetlhänigfte Sveick>elleck>r" :e all das faßt fventgftett.s. an Senil,ääeit nichts zu ivnnsdien nbttg. Zn ernsten Bnrgerkreisen äniätenbergs, in den' Rethenjener, kniten allein diese Statte deutschen Olewerbefleißes ihren Antsdiwnng verbcknkt, wirb and), bas Borg-heil des Bürgermeisters ans bas eniiddebenfte mißbitlfgt. Ter 'JUianit, liulther am 1. C et aber I "*. * l bie Sine halte, Se.'Majestät yt begritßen,, dessen Tod»er an jenembenlivürbigen Tage bie Ans zeichnnng. genoß, den: Uatier Blntttentvenben zu überreichen, .hatte trotz aller'hhpern nionalin »nb antiiemitiidiett fleignngen bie t^'e jellidiaft von Anhängern Sätoneret s meiden sollen,' nmsomehr, al-s seine Be^ieilignng-an dem jt urtirifefie 'initiier ans die Mühle der' 'it'idersather des Tenlsdilhntns ist. Die „beutlet) nationalen" Anli iemiten erzielen btivd) iljre Demonstrationen gar häufig kein »nderes 'Jicfnlint, als baf; sie beitiidifeitibluiKit Agitatoren in die Hattb> arbeiten.' Herr Tr-, S ä).a »> a »e I l).U alle llrfadie, mit Herrn . Tr. Schlicker zufrieden yt sein: sehr miyiiriebnt ift dagegen die ■ 11 id,t ertrem tiatieuial, aber gut dentschöfterretchisch gesinnle achtbare üteidienberger Bürgerscliaft. Znbessen lammt bei Beniyheilnng der bnrgernteisterliehen Wir!' samlett Dr. Sehücker's überhaupt nnb ipecjell' der Rolle, welche er bei dem antisetnilisdieti Tnrners.ste spielte, and; ein ntilbernder Umstand in Belrack)t. DeZ intelleetnelle Urhel^r jener Be'tvegnng wekdie fid) „bentsd>mnional" nennt, die 'Jltitifentttevei pflegt nnb. gegenüber, dein uns verbiinbeten Rodtbarreid>e eine — sagen tvt'r: übersd)>oenglid>e Zärtlid)ke>t zur Sdian lrägt, ist in Reichenberg Herr Bieebürgermeister Prabe> Bertreter dieser Stabt im Abgc orbnetenhanse. Sckiönerer war eine -Zeickang auf -tl>n l'diledit zu l'vrechen, aber nach dem Berlanfe des Tnraerfeftes wirb er ihn -i