Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- I (1892)
- Issue
- 20 (21.8.1892)
- Date
- 1892-08-21
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 70% known words query
- IRI
…/4886575-5439132-5439219--0205-4886757- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Żnin 3× ep/1048185
OCR text
Nr. 20. Freies N l a k k. / Seite 7. ftrifilcn, ui» ihn im Halle der Oiesohr für das Vaterland „verläßlich" vei wenden könne». (Unser Vaterland, Lesterreich, ist crsrcnlichki weise' nicht ans die „Verläßlichkeit" dieser Herren angewiesen.) Aus die Hestrede solgtc ei» Vorlrag der BiSmarek Hymne, woraus der gelernte Zuekciöüiler Hrv den „lieb, werlhen dcntscl^ ualionalcn freunden" die besten 'J^iii'.fdfr des „Ehreiiinitgliedes vieler Turnvereine lind Tnrnverbindnnge» des ehrenfesten Tenlichen Tiirner b„„des, des Herrn Georg Miller v. -Schönerer", znin Oielinge» des festes ent bol. i Tas heißt doch die Viebedieiierei zu weit treibe» Gerichtliche, llrtbeile , darf man auch eine,» Brotgebcr zuliebe nicht ignorireu Ein t^eorg Witter v. schönerer eristirt nicht mehr.) Böie Areis, so zog Hro gegen Tr. Götz los. Todantr faselte er von einem „heiligen Zo>»gesüKl', welche», jeden national suhlenden Mann erfassen mußte, wenn er beim Budweiser T t» »feste die'zahl losen „verjudelcn Vereine" eiblickle, wen» er iab, >vie nordböhinische dcnliche Turner ssch von einem Tr. .stöhn;«m Tl»»fest iührcn ließen nt,d Banner „nd Hahnen von Hude» getragen wurden, ,.Hahnen, die das Bild Hiiedrich" t'ndwig Iahn'S schmückte." ' Tiefer Tr >ohn ist vielleicht mit dem alten Ge schlechte dcS Schinnel t'eeb ans Pohrlitz veiwondt. .ist kies der Hall, worüber „»in doch ans Tchloß Rosenau genau niilcrrichlct sei,, dürste, dann hat der arme Hro waS TchöneS ängestellt.)' schließlich teastirle Jro ans den Tciilsche» Tnrnerbund. ES sprach hieraus nach eine Reihe „nationaler" Männer, n. 4l der Tiadlverordncle Tr. Grosse. Tiefer hob die „denrkch nationale Gesinniziig des GroßibeiliS der Reichcnberger Bevölkerung" hervor; er schloß 'eine siede, ivclche de» ans dem Tculsile» Reiche cr>chie»encn Turnern galt, mit eine». Hoch aus den Hürstc» BiSinarch Tie Hestlneipe sand mit der Absingung der „4t?acht am Rhein" ihren Abschluß. Tarans, daß Tr. Tchücker in einer solchen Versauiinltiiig, unter Vente», bei denen der Begrin „dcnl'ch national" nicht ilnr mit AnliseinilisiniiS verbunden ist. iondei» aiich einen irredeniislinkien Beigelchniach hat, von der „Bedeutung unserer Tiadl als S«alte und Hon echt de,»ich nalioiialcn Gebens" ,'prach und Tr' «Trasse die „dcuischi nationale tSennnnng ces Großtheil-S der Reichcnberger Bevölkernng" betonte, töNnlen leichit Miß Verständnisse entstehen Es sei daber eonftaliri, daß Reichenberg eine gut öfter reichische Tladl ist, deren Bürgernieistei anläßlich des Beinchcs, mit welchem Te Majestät an» l. Trtobcr 1d>!>l dieselbe beehrte, in der Begrüßnngsaniprachc die nnerichütierliche Voyaliiäl der Bevolkernng ebrerbieligst bervolhob, sich auch sonst recht lobeüswerth benahm .und seither de» Trien der Eisernen .strone bisii'l. (Zliiii Vorarlbcrgcr Haiidwkrlcrlggr.» H» Feldkirch hat ,.E. Tchncider, Aiiiiicinii aus 4t?icn" — io seknieb er sich nämlich in die Fremdenbücher ein — ossenbar nicht den gewünfchicn Anllang gesunden, und er.wird sich vielleicht iibeilege», ei» ziveitesnial tvrihinzngehen. Zum Vorarlberger Handiverterlage schreibt dze „Feldlircher Zeil»»g"i „Esivas aussallend mag es cischeineii, daß die beiden Reichsralhsabgeordncken der t'ändgeineinden, Thurnher und. nohler, bei der Vcr>'ai»mlling cr'chicnen sind und der drille, der Abgeordnete der Tlädtegruppe, abwesend uw. Tas findet darin feine Eillürnng, daß dem Abgeordneten Tr Böaibel vorher gei'agl ivurde, inan iverte an die Rcichsraihsabgeordiielen keine Einladnngc» erlanen, ivcil die Haiidwerler ganz »Hier sich, nnbceinslnßt durch die Gegenwart vo»Z)öhcrcn Persönlichkeiten, ihre Angelegen heilen beralhc» wollen. Tiese Miitheilnng eihalien wir ans verläßlicher T.nelle, und um Horen a>»1> von anderer Teile, daß ans dem gleichen Grunde der Vaiideshai^plniann nnd die. Mitglieder der Handelskainnier keine Einladiiiigcn rrhirtlen.' Tic drei Herren .Nohler, Schneider nnd Thuinlierr ivareu demnach 'krNsselaPene Olaste, was auch ans liachlräglichen Aenßeriingeir von Veibands inilgliedcin hervorgeht, die von den rednerischen Ergüsse» des Böiener Bßcchaniens Tchneitcr keineswegs clbant ivaren. Man konnl'e nach der 4>e>saniinl»ng viel, fach die Acnßcrung hören, daß die Vorarlberger Handivciler ihre Angelegen heilen selbst besorgen können und derlei zngcreisicPb> asend,'escher ans B.-icn nicht brauchen!" lMciltC Zllstkrask.) \ui Boch»lii hätte an, l.'i. d. M. der anliseni,tische Böandkrrcdner Trsdorpf ans Hamburg einen Vortrag hallen sollen. Allein iin'4^rsain»ilungsloeal fänden sich, .den Vortragende» eingejchloi'ien, nur'nenn Personen ein, iveshalb der Vortrag nntei blieb. iAbgcscrligk.i Ter „Tenlsch-sveiale Verein Berlin \V." hat dem Reichskanzler Grase» Eaprivi und dem Hnsiizniinislcr v. Tchelling eine in einer Attliseinitenvcrjaminlnng gesüßte Resolniion übcimiliell, in ivelcher die „allgcincine Mißstiniinnng" über den Gang der „Hndenillirlr»'! Angelegenleil znin Ansdruik gelangte nnd;» einem Einichreiien der Behörden gegenVo c >ve nnd.st nhnct ansgesorderk wurde. Ter Vorsitzende dcS genannten Vereines Pohl, erhielt iinn vom erste» Tiaatsanwall beim Beiliner Vandgericht I, T reicher, sotgliide Anlwori: „Euer BHohlgeborcn hiwe» im Anstra,»' des Tenlfch foeialc» Vereines^ dem Herrn Reichskanzler nnd dem Herrn ,,nsii; minister diejenige» Erllärungen überreicht, ivel.lie' von der am :> Huni d H ans Tivoli stchlgehableu Versammlung Berliner Bniger beschlossen ivorden sind. Mit Bezug ans kiese durch Veeiniiilnng des Herrn T berftaaisanivalies am Ztainmergericht an mich zur Prili'ung »nd weiteren Veranlassnng abgegebene» Erklärungen benachrichtige ich Euer BTohlgckoren, daß alsbald nach d,stn Er scheinen der Ahlwardl'schen Broschüre .Hndcnslinleii' die in derselben erhobenen Beschnldignnge»;uin Gegenstand gerichtlicher Erniililnngen gemacht woiden sind. Abgesehen von den eiiigelcilclc» niiliiär gerichtlichen klulersnchlingcii, sind, zunächst mit Bezug ans den iu__ der Biofchürc e>hok>eneii schwereii Vornnirs des ^andesvorialhes, bezieh,ingSweise Ho.kwerratKes seitens des'Herrn Tberreichsanwaltes geiichiliche E> Hebungen veranlaßt ivorden. 4>achd<»> sich liiebei die Olrnndlosigtcil dieser Beichnldignngen heransgestcllt und in Holge dessen der.Herr Tberreichsanwalt die Einstcllneig des Versahrens verfügt halle, ist auf >är»»d des in;>vi>chen von hoeive nnd .itühne gestellten Ttras „ antrages gegen den Verfasser der 'Brosäiürc^ AI, l iv a r d t die Vdrnnlrrinchung ans'cärund de: l<>, leiii, 7s des Llrafgescl>bucheS bcanlragl und eiössne» woiden. Tieselbc ist seither ausgedehnt' worden ans diejenigen mehreren Halle, in welche» die belressende» Militssibehoiden wegen Beleidigiiiig dez ihnen unter- ■' stellten nnd von Ahlwardt angegrinenen Militärbeanilri, Tlrasanträge ans m^rnnd. des -f ü ß des'Tirasgeiepbuches gestellt habe», „achdein die dabei in Betracht loininenden mililärgerichtliche» Untersnchiisigen gleichfalls die G r n nd l o s.i g I c i l der jene» '»(,1 i > ä > be a ,n te n zur Vast gelegten Beschuldigiiiigen.crgebrn. Vom',' dieser seit Mille Mai gesuhrten Vor . »»lcrsnchung habe» bereits nnifaugrciche Zengenvernchiniingen ftatlgefimden, »nd es ivird aiich ^eilerk>in,»nd zwar .von a ni lswegcn, de r Tach ve'rhali „ach allep Teilen vyl l siä n d i g anfgeklärl werde»; ohne daß eS von anderer ^2 eite her einer besonderen Anregung oder ei,,cr säio» an sich nicht zi, l äs s i g e)> E i »w i r k ßn g ans de» Gang der Vornniersnchung bedars. Lee erste Tlaalsanwattl Trefchkr." Aus-antisemitisclx'n blättern. , Tchöncrkr'f! erbariiiriidc Vicbc^u Sc» Armcti »nd dcn Elenden.ß H» einem Ansslwe liber die bekannte Unlerretiingdes Vopstes mit einer fran zösiiche» Tchli'tilcllerui änßc'in die ..Ilnvrrsälschte» Tenlsche» 4i?orte" ,',Tel Papst mag de» Hried>n predige», es istfein An». BTir aber werde» lämpjcn, wen» es sich »in die Ehre, Niiabhängigkeil und wirthschastlichc Freiheit nnieres deutsche» Volles handelt, denn es ist' nnserc heilige nationale Pflicht! T iescs dogina tische Eh.rinenthnm verträgt jpch eben nicht mit nnserein Gcrinanenlhnni. llnser Ehrislcuthuin liegt in der er. barniciideii Viebe zu de» Arrnen uiid^^lcnden des cigcnen Volles, ivelche durch die ivachjende Herrichaijl-dez Htiindlinge ininier ärmer »:»» elender werben." An einer andere» 2teile jenes Blattes iviid aber ein' Bliesivechsel ziveier Advoealeu niitgelheill^ aus dein hervorgehl, mit welcher „erbarmenden V-icbe" T chönc rcr seine» Tchiildncr Berga«, i zur Zahlung riiekständiger Zinken. von!'!.'» fl. vc>hielt. Hsrncr ivird ans Velgani eine Pression auSgeübk, Hancl'S Horderungen zu befriedigen, nnd inehrnialS den Vp>ern eezählt, daß Vcigaui's Tchnld an dcn Hrcniid Tchönercr's, Hanek, eine'sehr bedeutende ist, daß aber leyterer' bisher nicht einmal die Zinsen c>hallen hat B hne Ziveisrl ist Pcrgani, namentlich in de» Augen eines 0)toßeapilalig>'i> wie Tchviicrer, ei» „ArlNer. »nd Ebeiider", ivenn er aiich „die Tvairnsseposten, die ans dein ihin gehörigen Treninghofe inlabnlirt sind, bis ans >St.M> ft.;»>>,»gezahlt hat". Es ist aber iinuierhiii inöglich, daß Tikönerer den berschntdele» Besitzer des Teninghoses, j'eildcnl er sich gegen ihn ansgelehnt hat, nicht a'.S znin „cigcnen Volke" ge hörig, iondei» als cin>n Hrembling, als einen Po,a>lSk> wälicher Abstaninniiig ansiehl. Edle Polen, die sich ja gern Hiaiizoien des Tstens nciineiilasie». »nd eben'o .ziaziener psicge» höflich zu sein. Tagegen iß der »> Hiagc stehende „Arme »nd Elilidr" — viellciäit »IN seine, Zugehörigkeit znin »liversäl^chten «e>er»iaiiknlln»,i niiividelieglich zu beivcise» ko^iigiob »iid anillirt seinein zinscncinireibende» Gläubiger dessen „erbarmende Viebe mit solgender Brief . laslennotiz: „41. Tie haben Recht mit dein -I,-li, i n », t r,-»,»-»!>. Z>>Klt uia» nicht,, de»,» ichiiuvsl er, zahlt inan, dann schinivsl er auch. Bei cd gar nicht mehr beiüiksichligl, da ja doch gar Rieinand den B.-ijch einst »elnnen kann. Tie i^c'chichic von H. ist eine blöde Vüge.. Ter Mann müßte ja ein Rärr sei», weng er eine derartige Hordeinng nicht gerichtlich eintreiben würde." «Tns Hnstizpriviltgtiiiii'der Indcil., Tie antiuinilischen Bläncr sprechen' avon, daß die Huden ein „Znsiizprivileginin" ioider»,. weil eindlrlikel der „'All ge ni einen Zeitung des H »de u l hu ins" einen geschlichen Tchntz der-H»den gegen. :>>,(„alniortproe'esse begehrte. B-ir glauben, daß es nicht er» legislaiorifcher Maßnahme» bedars, »in „iis i» Znknnkt das snr einen Eiilttiri»e»scki>'ivbesiliäniciide T,hr»ispiel einer Einvernahine von Tachverständigen darüber, ob- Rilnalinoide bei Huden üblich sind, z»' ersparen. Man verniinnil Kcnizntäge auch keine» Tach.-ernändigen mehr zur E'nt'cheidnng über die Frage, ob Heren eristiren. . T,e Möglichkeit, daß ein Jude eine» Moid'vcrübe, ist ncheilich ni,kii . ansgeschloise», eben'owcnig aber die, daß ein nichtjiikjschcs Hianenziininer Hrevelthatc» begehe, „ni deretwille» sic früher als Here e> klärt worden iväre. TaS Verlangen, daß man nch ans eine llnlerinchnng liber »enc lllilualinolde cbenjoweuig einlasse »>>e in eine iolche über den Forlbesland von Heren involvirt ivahrlich »»kn de» 'Aniprinki aus ein „Himizprivileginin" der Hude» « «Mikli-Ialicrlichc Zlldkilvcrbrriiltilllg., Tie „.'irenzzeining" .lischt aus dem Gcdenkbnch des RalKcs in Brannschweig die Erzählung von einer anr 4-i. Teplcinber I l!le> vorgeNoiinnencn Verbreiiiinng .glveier Hndcn ' ans. Tici'e ivaren be'chnldigi, z>i Ttöikhcim, halbivegs zivinbe» Wolsenbiincl nnd Braun F