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Freies Blatt · 1892-06-12 · 10 (12.6.1892) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
10 (12.6.1892)
Date
1892-06-12
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 10. Freies iSI.af». werden. BöaS die Warnung de»« Herrn Rimigean (auf diese» Namen hört nämlich der sonderbare Ingendbildner)' vor jüdischen Aerzten bctvifft, so ist sic nicht so ernst;» nehmen, den» als Rimigean vor ciiiize» fahren nahe daran war, and diese», „jüdischen" 6ai»mc,'thalc an die Thürc Petri besöidert zu werden, entschloß y sich schließlich doch, eine» jüdischen Oberarzt, namens .»appcr, zu' consullircn, der diesig Perle der Menschheit erhielt. »Für diese That dcS genaiintcii Inden sprach ihn, Rimigean in alle» Ezeriioivitzc, Blättern seinen Dank a„S. 6a! 6a!?ic Menschenliebe fängt auch bei Herrn Rimigean bei sich selbst an! UebrigenS ist der Herr Professor in Ezernowitz „nd Umgebung auch sonst berühmt wegen seiner pikanten Erzählungen ans dem Vcben der Po», padonr, welche dann die .höheren Töchter' ihren, Vchrcr »achcrzählen." Tie Hilden »nd das Handwerk.) Tie „Alliance 6sra.'-litc", über deren Thätigkeit zur ,Förde,,ing der Handwerke wir in der letzte» Rümmer des Eingehenderen berichte), ist nicht die einzige jüdische .^öiper sch,ist, welche sich diese löbliche 'Aufgabe gestellt: ja sic stellt nicht einmal alle! »in C csterrcich; a »ch der E c n t r a 1 v e > c i» z n r P f l c g e i ü d i s et, e r A»gclcge„beiten" in Prag beschäftigt sich i» erster Vinic 'mit der Heranbildung jüdischer Handwerter »nd hat bereits eine» für die tnrzc -zeit seiner Thüligteit äußerst rcspcetablc» Erfolg aiisznwcisc». Ter Bercin hat seit den, 6»slebc»trctc» seiner Handwerkerseetion im 6ahr l>!>«i bis zu», Rovernde, I b-0 > nicht weniger als 7H jüdiiche» 'Rhtlinge» Ausnahme und Ausbildung i» den verschiedenste» Handwerte» gewährt Mit welchem Eifer diese Zöglinge aber an de», erlernte» Handwerts bernfc hänge», geht ans der.Thatsache hervor, daß von iic„'iizchn der selbe», die bchnfS ivcilerer Ausbildnng die (Gewerbeschule bei'nchtcn, siebzehn prämiirt wurden Tnrch solche Erfolge cruinihigt, sucht der Prager Bcrci» das »Feld' seine,' Thätigkeit in,mcr weiter ausziidehneii und mehr 6ü»gli»g^ de», Handwerk;»z>,führen Auch in Tenischland gibt cs in verschiedenen großen Städte» jüdische Bcreine mit .der ans schließlicheu Tendenz, ihre <8la„bc»Sgcnossen zu», Handwerk hcrbeizirziche». — Wie wir de», seichsiindvierzigste» Jahresbericht des „Perei »es zur »vördcrnng der Handwerke unter de» 6 s r a e I i k e >i" i» »Yvarit ,'„, t a. M. entnclnnen, betrug der Eeldansioaud dieses Be,eines für Rhrliiigc im 6ahrc' |s'.)0 11.422 Malt, tu, 6ah,e l^'.U '.H'»2> ‘Wart Mit diese» Tiiminen wurde» im (Ganzen 102 R'hrlinge, I^l'I deren 1 (»S lintcrstützk Hiezu tommen »och 4'.', beziehungsweise 2'? ans »er H. 3. E>oldschniidt'iche» Tlislnng mit einen, A»swa»dc von 1.772, bezieh»ng»ßvcise 1140 Mart iinicrsttttzte Lehrlinge. Aus der Earoline t^oldschmidt'sche» Stiftung wurden an beziehungsweise * Beeister 3„bve»tioncn crthcilt — Ter Tüsseldorscr „Bcrein zur Per breitnng und »Fördernng der Handwerke n >, t or den 6„dcn" unterhielt im letzten Ber^insjahre 70 Vehdingc, von dcnc» sich:>«> unter der »nniittelbarc» Aussicht der Tüsseldorscr Tircetio». besindcn. Tie Einnahinc» beliefe» sich bei der Hauvteaisc in T üneldorf ans 11.264 20 Mark, bei de», Bezirksausschuß in >iöli, ans 42 4.7'f «7 Mart, Tic Ausgaben beider Easien betrugen zusammen I.7'.">><2 70 '.011114 Tavo» entfiele» ans Unterhalt, Beköstigung, Unkeislütziiug und Unterricht der Lehrlinge in Tüsieldorf 10 (147 s0 ‘Warf,x in >»öl» 4077 00 Mark Wie nur neulich iT.it der Hand des Organs des deutsche»' EentralvereineS für Ha»dclsgcog,avl>ie, d»v „Erport" berichtet, »chtncn die 6„de» in M a r 0 t t 0 »nie, de» Handwerkern eine hervorragende stelle ein, sowohl was ihre 3»,lil als ihre Thätigkeit bclrink. Auch i» andere» Theilen,'R'tzrdafntas gilt von den 6„den das (Gleiche. 6» de», ausschließlich von jüdischen Tchmiedeu be wohnten, i» der Rähc von T ri pol i s.gelegenen Torte Ainruz hört man vom frühe» Morgen bis znin späte» Abend nichts Anderes als da»' Pochen de,' Hämmer, und wenn die Tchmtcde, z» deiicn auch der Mabbi des Torfes gehör!, ihr Tagewert vollbracht haben, begeben sic sich in die große Thnagogc, wo sic die Abendgebete verrichte». Tie ««reise, welche nicht mehr de» Hammer schwinge» tonnen, »iiichen sich dadnrcl/ nützlich, daß sie die Blasebälge treten. 8„»t größten' Theil sind die schmiede anch 3chwc,liege, sind liefern den Bianre» nnd Arabern chatagan nnd Tolch, die für die Löhne der Wüste nn erläßlich sind. Tic Waise», die von' diesen hebräische» Wassenschmieden verfertigt werde», sind wc'it und breit berühmt und werden bis in die Rigc, »nd Rilländer crporlirt. Wicwoht darin eine schlagende Beider legnng der antisemitische» Bchanpinng, das; 61,de» mir zu „Handels »nd Tchache, geschäftet," sich drängci, »nd von schwerer Handarbeit nichts wisse» wollen, liegt, gibt cs nunmehr auch in de», größten theils von Temitci, bewohnten Ro,d>isrita eine „antisemitische" Tlrö mnng, die in Algier sogar ei» eigenes 'Trgan. „I,'.\„ti-.liiil1'' besitzt. Bei, möchten gerne wisse», wie sich dieses afrikanisch französische „Bolls ■ l’liiit“ zu der emsigen Handwcrkcrthätigkcit der 6nde„ stellt. — BTährcnd aber, wie a»S de», Porstehepden ersichtlich, die 6ndc» alleröits dem Handwerk die eifrigste Thcilnahinc »nd Pflege widme», bemühe» sich anlijcniitijche Meister, wieder ein Perhältniß herznstcllcn, wo den 6„dci, der Eintritt in die t^cnosscnschaflcn überhaupt 1,um »glich war Eine Wieiier Ekenossenschast, welche offenbar von dem (Ri lc Vncgcr's »nd Lchncidcr's inspiriri ist, hat jüngster gFeir eine Aend rung ihr«' Lkatntc» in der Richtung ang^strcbt, daß cs christliche» Meistern nur gestattet sein solle, christliche, jüdischen Meistern, „nr jüdisclc Lehrlinge aiisznnehine», Tic- Ltatthaltcrci hat jedoch die Bewilligung z» dieser Ltatntenändernng nicht ^crtheilt, „da eine Einschränlnng dir geltende» Bcstiminiittgcn über das R'hrlingswese» in der Richtung, >>lß für die Attsnahnic von Lehrlingen eonseisionellc Tel>ra»kcn gczogcn'wl rd»'» sollen, Ütechtc der » (ikeiverbc sonderbare» dic^.6nde» i», (besetze »stlft begründet ist und eine Einschränkung der tikepossenschastsniitglieder, beziehungsweise, dc»^ Antrittes zc, darstcllen würde". <i(esevt aber, die Ttalthalterei hätte den, Ansinnen »Folge leinen, können, so wäre dies »akürlick, für »nr eine Erschwerung, sicl, de», Handwerk zn widmen, säe die. Anti scmitc» der Ankunft aber ein »euer Lcheingrnnd gewcsep, über die Arbeitsscheu der 6»de» z» klagen ,.vScmtnuu '.'lltliu.iröt. 1 Es ist »och nicht aufgeklärt, ob tie ,,6„de» stillten" die'Ursache der Berhasiung A hl w a r dt's bilden. Blau spricht auch v.o» Beechselfäljchnng, Perleiimdnngcn hoher Beamte» Roch knapp vorseiner Berhaftnng verbreitete Ahlw»irdt die Vüge, der Eoinmandcnr eines Brandenburger Regiments hätte der Heere, benvalinng die Vocwc'schen 0«e,vchre als nnbranchbar zur Perfng, Anch seine Lvießgescllcn Paul «Förster, Oberlehrer, und 4,cdaetc„rderbcriichligte» „ TkaatSbürger- --Feilnng", nnterstützi ' bis zur-letzte»'Ltiindc. »Förster, der 4'ändwehroisieier ist, 1 Seite ü. »g gciteUI B a d) l e r, »'AlNwardt - ah,i? leinen Anstand, in. einer össönllichen Bersanimlnng den riegsmini7er tikencral v. a 11 c n b a r n - L I a ch a.n z» verdächtigen, indem von diesem verössentlichlen Erklärung, die an Tentlichb wüniäie» übrig ließ, die »Frage answarf, ob che Voewe'sch Tvirtlich »och einmal iiachgeprnsk seien. Pachter aber bcschi gemeinsten 'Beeise die hervorragendsten dentiäien Manne Engen Richter und ->- Herrn v. He.tldorsf, weil sie des „großen Propheten" mißirancn. Ahlwardi hat jÜ'iige „.»ndensiiutcn" die Biöglichtcit in Anssi»cht gestellt, daß er e „ich, st» rFnchlhausc, so in, -6rrenhausc endigen werde. ^Rache werde, bemüht sein, ihn dahin zn bringen, schrieb ' Berliner „P oltsz eit»ng" aber meint, Ahlwardt ici Porsicht ein Lininlant geigeie», „nd ivenf, man die li r trotz der t nicht»' zn » (Gewehre Nlpste in der :, darunter de» Beorte» s in seinen „mal, wenn er ' .»»de» llshlwardt: die bereits ans te» bekannt den Eindrnil, Fpiße» werde» B ed a r s »< ». (ist'istrwll gewordenen stiedon dcS Berhasleien lese,.so gcivinne ^»a» als hätte er es, je „'„sicherer er den. Boden nn'kcr seinen , fühlte, um so planmäßiger daraus a ngclegch^iiich i» falle als geistesgestört' lariren lassen. zu.»tö„ ne fertigt Professor Hans- Tel bi n ct den 'Ahlwardt?Lchwin cl mit den „»Fudenstinke,," ab: er schiribi in de», letzten Heft der „'s reüßische» 6ahrbiich c r" : Tchtechte Ltzaare f»nß noilnoeneig binnei, ga, »ich, langer j ei, an irgeiif eitler 3teile sich al« kölche zeigen: 'peeietl peewe lgnnnick, nn'sen. ob »nd welche von keinen.i^ewehren djree, au Sie Truppe, toinnle» u»e hier bei einer peeialucheüitbuikz au' Sie gllerNaOue Probe gesetzt '-„'"erden. . io Truppe an eieustlich oerpslichiet. leben Biangel, ker >7,1, zeig,,. an'' ber Tülle zn »iilben, »nd baS .'iriegSiniini'terinm, ker Ursache »achzilgebe». t^rrate. eie e aNerglösnen .'»uniline, wie bie poe»>e'sche .Fabrit, bie' nur sur eine ganz 11 ein»' pan .Nuneen, '»rieg'verioallinigen ober Ei'enbalnibirceiionei,. arbeite», haben j„-n4i eine hervorragend >7arle ,»>arai„ie snr gute rie'erung, iogar in inan her Bezietinng eine bessere alS .bie eigentli.hen T,aa'.b'abriteu.,.ba bie Vetter bie'b inatle» al-"- Beavne »ich, >0 eng. mit alt », ilueni Tein'au bie ,Fabrit gek niv'i unb nue I,ore„, bau äber elekirn.hen teilner Mörtel. Besitzer . . fij ipirb nicht lauge währen. >0 w'ebe» wir elw -Herrv. Tiepbau si,h ganz, ti-neiluu, mit T-'legrapbeub'.ab, .'ipparalbn beuügen las,l 'Teer baß bei», Reichsiagsbanso ich Temen, -nnb Balten verweube, ,verkeil, bas, da-) Baus in Bsillbe ziisitnimen ilür.ze» nnb >>>wn,lliche Abgeokbubie niii-annin bei» BunbeSrai! -Trünnnern begraben werke.' Tanli ivirb wieber cinnill na.hge baß alle »niere Pa»zerichi>>e nnbranchbar üub. ober baß bei bei ichanenbei, bes aus den Tlanbesäiniern verivenbele» Papi'erS .»ihren von - »ieinanbein mehr beunesen iverben. lann, wer e, Enbli.N iverben ivobl auch bie .»rr n pp ichen nnb tz'> .-„>'o n'sitien »iiinen Alle solchen'Alu'cki»>är;»,nfrn lbn» nalnrlich einen >ebr g oßen, T»haben. Tie ,,'agen Mißiranen in die breiten BollSina»,-» unk '»Hab,gen ipeeiell inr hö»hs,»',, Maße baS Aw'eben ber bemsichen .'»nbusirie in, Anslän darf bjieieu .T»haben auch wieder »ich, ttber>>hätzen. . Tas Mißir „.indenslinlei," ball si»1> bo»1> gerade bei bei» Mau» »i>1 l, au> de de», Tolbalen, ber si»h lägli.h vom (Segen,bei,-iiberzengi. lind land betrifft, so geh,- eS da mit verleuniberische» >nnd iibertriel -e, ungefähr geradeso zu Wer ein Cutinfift ich kan» ja selbst i> wärliglei, etwas (ttnicS finde». Es.geh, von chiesen '.hntlagen eine nuanS,gesetzte '.'lnre,gnii»g anS, die teinerlei llnansmerkianikeil anslonnnen läßti unicr leinen viesen iveiben, '>h!e>h,en 'Be innen vierzig eigFnlli-h »7 gauouen bera» '.Iber ni.in nei> gegen bie antvinnil, ivaS b»is '.111 : »en .'lntlagen bie sei Wider

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