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Freies Blatt · 1892-06-05 · 9 (5.6.1892) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
9 (5.6.1892)
Date
1892-06-05
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 8. Freies Blatt. Nr. 8. Nationalen war und in dieser Eigenschaft a>S zaubergewaltige' iSrirtioimimi hernmzog. in heute gänzlich ei» Werkzeug der ElerieaTFeudalen." Dar Steyrer Änriiemilenorgan T Ühring'cheu Ritus schlieft«: „lind Diefcr Mann »cum sich Äniieorrnptioirrsi liniere l^egeiuvarl nebt.ee t'elbft. ober oielmcbr ftc.imtn ee eilt riiifeben lernen, ivie beim eigentlich so eilt Antieorrnptidnist jneftebt, ne imiüin_aber auch der Nachwelt aufbewalkrt werden: diele modernen Ami eornivtionisteii' sink >a doch mir eine Specidlität der Gegenwart, eine Folge der Biegsamkeit umerer tiluniftere, der SeU'stverlengvung, wenties nur (Veld wagt " — Unter der Ueberichrist: ..Narrenlbnrm oder Asietthaus b" schreibt die „Juden •mehren, . durch den Condiictenr oder persönlich beim nächsten StationSvorstanbe die Anzeige zu erstatlen. Gesetzt den Fall, ein jüdischer Reisender dritter Clasie batte sich wirkl-ch gegen eine Torsschöne, im Eonpv nngebührlich benommen, warum heyt die „Ebronik" gegens alle reisenden Fnden b And einzelnen Erleb- „inen dars man keine allgemeinen Schlüsse ziehen. Als sich seinerzeit in bin; die vielbesprochene Assaire (Gabriel Hunzinger zulrug, haben ja auch die engeren Gesinmmgsgenosse» der „Ebronil" gegen, jede Geueralisirnng prolestirl. Nanichalverdächtigm.igen sind immer ungerecht.^ I. «. lMatejko iliiü der .strafancr Gcmcjlidcrath.l Man schreibt »ns ans trage": „Jebe Millionenstadt bat die ver'chiedenartigsten Elemente, und io auch! Meister Malejto sah sich, als der (Semeinberatb ans einen Wunsch, den er geänftert hatte, nicht einging, veranlaftt, ans sein Ebrenbiirgerrecht;u ver zichten mftt da? betreuende Tiplom mit einem nnhöslichen Schreibe» znrüclztiichtden Unsere einheimischen. Antisemilenblätter und der biynberger Eorreipondenk des Wiener „NolksbkallrS" machten auch daraus eine Fnden ana^re. Ter leblere schrieb wörtlich: „Seit den leisten Wahlen beherrschen den Berlin. Wir dürfen uns daher, gar nicht wundern, wenn dort in einer Ber 'ätninliing der bekannte Herr Mechaniker Schneider von Wien gesi'ierl, wenn ihm ein borbfet kranz mit ichwarz weiß rotben nnd schwär; gelben Schleifen mit der Fn'chri'l: Trm Mämpfer ssi. des deutschen Nolkes Recht und Freiheit', liberreicht wurde Wen» man das liest, >o 'muß man sich fragen: Fst das ein Anenbans oder ein Narrenbaus r Schneider — ein .Hiimp'er >nr des kFitlsche» Nolles Recht und Freiheit: Schneider., ded größte Feind des deutschen Nolkes, der es iuit dem Recht und der Freiheit gar nicht io genau nimmt, erhalt in "i*e:;tit einen boibccihatt;: in i-Sicn. u<c!o Nietes faul ist. Hai man sich doch noch nicht 'oiv.il ernndrtgt. Was wird dieser bo> beerkranz nnk die>e Fnfäni,s! 'Nt Geld. g,lostet' babel'.b ,'ö'tsl'er wnftten wir, daft oft 'Trde.n nnd Titel slir tl nies >»>e>e gistanft winden, nun sehen. ivtr. daft a!>ch die botbeerkräiize a»> 7: leiititene Ar: ^rirctben n et den. Wie h Mieint, sind beute die Vovbettfiiiir.e 'ui "neu Bellsmamt' eine 'Notlnveiidigleit. 'o daft jeder miudesiens doch ans eines z'orbeeiti.in; Hinft »nivetstu können, wer über leinen verfugt., gilt nicht als No l-'manu Wenn aber nun ’e me; V," beev;u >iranv n re>braucht avird,! .echt;,i 'chliestli-.b zur .Zubereitung von Schwei »Stopfen keiner mehr übrig: Wie sich da d:e M.d> in tnoerk — t\u ein paar Fable,, liefen stch die .Nolls i .du ch sl>.e Bikdutn, an' de» Tabaksv'eifen 'eiern, wie Herr Netgani •vt w'rde» ne dntch Usl.'.te'.chttng reit vorbeerkianze» gefeiert - Tie borbeet '-.Ute ' ch'em beute eine gan: andere denlnng als etnii Früher warden die strakatier Geineinderath die Fnden n»d wirlhschasten in der Sladt nach ihrem ifliildnnken mit Hilfe der den Inden überall ergebenen liberalen. Tie jüdisch liberale Mehrheit dos Gemeiiiderathes will nun die Stadt modeznlsiren.'nnd z» diesem Zwetlo demolitt sie häufig -alte, von der gaiizen Nation hochberebrle Ueberbleibi'el der polnischen Nankniist Unlängst haben diese jüdisch liberalen iN'iiieiiideväler beschlossen, Die alte Mircho des heiligen Geiste«, * in ehrwürdiges | Monument der mittelalterlichen Miinft, zu demoliren. Fan Matejlo, ein Mind I Mrakans. der seine Gebiirksstadt niid ihre Allerlhiiiner zärtlich liebt, richtete an den >''emeittderatb die Nitle, man möge ihm diele alte Ruine schenlen, er j wild sie a»''eigene .'tosten renoviren laue», sich dort eine Werkstätte errichten! nnt einst, nach 'einem Tode, per ganzen 'Nation als das Matejko'sche Museum | zu,mtlo’teu Tie indisch liberalen fieiiieindeväter, die den groften Maler nnd hfe» groften Patrioten Nimeilo. ans -ihrer ganzen Seele hassen, weil er Unten; zu sehr kaiboli'ch nnd zu sehr eonkervaliv ist, beschlossen. die Nille des Meisters, der auf feine lernen Tage sich ein Heim in seiner Nalerstadt , 'chaffen wollte, nnd der für das band Geschenke im Werihe non vielen Tausenden Ul'.ge-'iigenden damit belolmt. beute die Nitrgernntugenden, de, Netrarl'T die j inachte, obivolil er kein-reicher Mann ist. abschlägig zu bescheiden." Tlialiächlich zahzi der! .stralaner i'st'meiiideralb 's" Mitglieder, woriinler sich Ist' Ftiden, be finden, ivie»,obl „ach der Einwohner und 'Wäl'lerzabl 'Al sein sollleir. Bezüglich des l»l No,anstebenden als ,,'iirche" bezeichneten allen Gebäudes, ivelches Maleilo zt, erballen wünschte, beantragte die ökonomische rection des Geineindetalbes, der .mir ein einziger ,Utde angebört, einstimmig die Temolirnng, und im tfemeinderall, venrat den Antrag nameus der Sectjon der Bieebürgermeister der ilm eingebeztd begründeie. 'Bei der 'itamentlicheii Absiinimiing stimmte,i nur sage fünf Siimm'en gegen, aber für den Antrag der Teztion; unter den leineren waren allerdings > Fnden. Ties Alles ist ans dem amtlichen Ntololo» zu er'ehen. Es wäre nnt noch zu bemerien. daft das zu demolireiide l'lebände wollt im \ 111 Faluhnndeii eine Mir die gewesen fein toll, aber seil .'Neu scheu i^beiiten bis vor wenigen Fahren als Lpilal für MpHilililche Mranle verwendet .wurde. Es war eine 'stttonie' 'Marone, daraus eilt „Münstlethdim" madie»;il ivollen: von 'nsteniati^r Nerlogenbett zeigt es aber, meitn man die Fnden für den Esnflirt zwischen Matejlo nnd dem 'irakaner Gemeinderath verantwortlich machen it'ill. i Ni c i it C Füllen, i Fit Ni l'.'il Wi| „Ant lie mini che n Eorrespondenz" wird behauptet, boitiie :'.'i i Ji e 1 sei eine Füdtn ^oder miitdeslens von jüdischer Abstamluiin,z^A»f eine Eilnndigiing. ivelche unsere Berliner Mampsesgenossi», die „Miltbei ln »gen" eingezogen,-wird ans Baris inttgellieill, daß die Mid>el „ne lalboli'che Ehrislt» .sei. — Xer in Hana» erscheinende „Main- und .'i in zig Bote" maelst den dnrchgegangenen Eaisier Rothschilds, Flig er, zum Fad,'» Fager ist aber' Eli rin T.'..i ämiig iN'iad von eleriealer Eene wild immer ein Fammer erhoben über' : "7eu iv iluü fei kitten Sitte unserer Boi fahren, aber gerade, sie und es. di« gegen , gut.-,, Tuten^eliioilstriren. :ie ee» olelba'testen 2etni’infel mit den Vbibyer. | kiaiizen tieiben Es. ist das Streben, dieienigem die vermöge ihrer Haiidlnngs j uv:- 1, 'es Nertrauen tefe Achtung i'tngebüftt haben, duräi solche Temonstraiionen d." beute» als Fühler aistziidiäugen Atletdfngs stehen die beule, die bas tbil».! in,: sttiluche» Beariffe» an' Mriezs'iift, -ihr Rechtsgefsibl ist bereits auf feit j GE.ietpitütt ifinifitt und. das Ehristentlium >oll das dreien! War haben ,qin nineflei 'Feit in Berlin abeimals ge,eben Aii'tatt daft diele beute auf l '<< Fiiiechtusit'uliaeii. dte ne von den vei'chiedensten Seiten erfahren' tunftten, : sich re'!,el'eii b.iiteii. IN.,'.heil ne erst rech! barm lind stellen sich io. '.als wen» fie . gar.utchts angehen w'.u'e «Bei die'em wüsten Treiben steek!'aber auch ' .tu l-ian ..ibinter -’-'i'ji, beniiumt sich absichtlich >o tilrbilleni, ekelhaft und ab , stestend. Ui» die belferen Eiemenir von der ankiiudi'chen Bewegung abzustoßeir .«->■'l zu enifern n, damil sie das Feld ganz f,e, betominen So aber muffen sie »nnii'i in de-Fu<chi leben. Dost die de'feien Elemente sich ermaiinen, zur Hunds i'.'ivikie a, i' daron , ib.il Ni'i'.iM»,!'..! .T>m ' er.be ii'li.t 'Utk eii sie hiiiatistageli Was diese beute itnsigiide sind, zu leiste». sie »US biniei.k ende Beispiele gegeben . Ter Schivindel in »'»er a u. 'ein H '..tu Schneide', ein borbeertra»', mit der Fn'chii'!'-. '..'i \:w des beui'cheu Ni.kes Recht und Freiheit' auf den Schleifen t'.:::;; ,t ,edes deutsche Ge'nbl aiifriittelu. >vo es iilchl fchdn n tst " Schale, daft. der Nerein zur Abwehr des Anli'emttisiuus .Fsüds »tt, Ssibnentionett' an Fonrt.aie besivk^Ware dies der Fitll, daun die Steio.-r ,si:b,'nfraa>"' im Hinbtuk auf die giiteu TVisite, die sie den i.,i>t.:e» hütet, votten Anspruch aus eine S'.ibvenlioti Iv-iHC bandplage., .’t:,:- Salzburg witd uns geschrieben: Unter dein Tilei , . " bringt u ..S a l zbiii ge: Ehronik" einen gebarnifchieu ',! '. . ' m'i-.ch.- Babureiiende riitter Elaste, die „sich de'L. lüngeren 's T..i'.,s .ineignen" Tas ten'che Blatt ivebklagt: „Wehren .'ii . i Fiid.n. leider iliiler Beifall oder T Iildiilig der 'i'.deu. m'.iivei'. S vott und Hohn über das arme - v*r>chdpf. .: sich . st'.ii seichter ergibt " Um;n veibilien, daft „Misere '.k-» i » Ftu . 't'.iide, - n werden", empfiehti die., Salz ■ 'ist - „Herrn Fnden". durch eine „tn.chiiste 'Tbrfeige ' t..! izs Madikien nicht Mtttb bat, sich h.mdgre>fttch> »u BriofFafton. '"itt •k»i" Herrn M. b. itt Wir». Sie thun dem „Miletili' Uniecht: glich uitter feiner gegenwärligeii beilniig betreibt er keineswegs mnemalifch den Ami femitisntus. Tie FUttsitation, welche er anläftlich der Asiaire Tostalek gebracht bat, war eine drastische Beraitschanlichitiig der Fnsiande, wie sie die „Seelen pen" auch ans rommmiatent Gebiete geschatieN Hai. Recht Haben Sie dagegen, daft Sie es für eine ..TnnintHeit" erklären, „ans purer 'Neugierde an aittise mitUchen Pfingsi Anssingen tbeiiztinehmen nnd sich dadurch Unaiiebmlichkeiteii aller Art ausztiicvcn". Hrrru R. M. in Moli». Berichte werden uns ustUkoiNiiteii fein und nach Gelegenheit veripendet iverdeli. Bezngttch der Erpedition »nift es beim Alten bleiben. Besten Gruft Hcrr» B. in Bndaprst. "Wat diesmal leider iinmögltch, - '^curittecrfliinimicu iiuit „herein;«r '.'lbwölir dc-T Aiitii'ciililieili»?" wrrdrn rntsitsitiisitiioiiimr» im 3ccrctariatc fco Ü.'crciiif'f: -!6icil, I. ^liriirrsiliüc -1 .Xboniirmentsaniiirldiniolen enf da-? „Frric Blatt" »iiiiml'Uc x'ttmiiiiiftratißu, Wir», I. StilcrftHttr 1<*, jcfitr;cit cittgciicii. Gbrndasrlbsl wktdcli auch ciiizclnc Nanimcni abgrgcbcu. ' Brobrnilmmrrn zur wcitcrril Brrbrrilung Scs „Frcirn Blallcs" wcrdcu Gcslililuligsgtnosic» auf Bcrlangcu bcrcuwilligst zur Bcrsiigmig gcsiclll. Hsräusgeber und verantwortlicher Redaekeurs Erpsi Biktor Zenker. — Drutt von Eh. Reißer so M. Werkhner, Wien.

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