Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- I (1892)
- Issue
- 9 (5.6.1892)
- Date
- 1892-06-05
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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Nr.!>. _;i freies unb der ihn Feiernden entnehmen. Tenke er an all die reiche» Kaden von „ah und sern, sagte Ehre».Stacker, so müsse er sagc», cs sei viel ,u viel, und er sei ihrer nicht werth. Aber er wolle sic aimehyici, „at« eine Freundlichkeit an« KotteS Hand". Bon den Kaden der Christlich Socialen habe, für seine Fra» ei» silberne« Theeservicc besonderen Werth, snr ihn aber ein Ehronoiuclcr mit Repelirwerk, da er nun wissen werde, welche Feil e« sei, »nd wa« die Glocke geschlagen habe. An« seiner Berga,igcnhcil crzählle er, dasi er rinnial eine höhere Töchterschule geleitet n»d lüt) Mädchen alle Tage vor .seinen. Fenster» Xiijxe gelnacht haben, darnntcr azich Is» Audkliinädchen, die ihm „ebenso ans Her; gewachsen waren w-e die.anderen" »linder seien ein Keschenl trollt«, aber Kinderlosigkeit auch, denn ivcr lveisi, ob er als Pater van zehn bis zwölf Xindeon de» Miilh gchäbl halte,. so sorglos und sröhlich ins össeiilliche ä'rben zu treten. Adolf Wagner,^dessen Anschanuugcu auch im Mai wie da« April weiter von Tag;» Tag ivcchseln. vcrl»errlickstc Stöcker »nd sagte: „Meine lieben Berliner Parteigenosse» und meine verehrten Genossinnen! Auch in unl'crc» Reiben ist ost die Reigung zu spüren, die Flinte ins storn zu weife»; aber wir dürfen uns nicht enliniilhigen lassen. Stöcker geh» uns mit dein besten Beispiel der Znvrrsichl voran. Er ist immer vornean und vorwärts gegangen Wenn mir auch im Einzelnen inilunler verschiedener Ansicht sind, wir haltrn Treue m» Treue." Bescheiden ivic Slocker ist, erzählte er dann, das; ihn ei» Tclcgrainin als „Ranker im Slreil" bcglnckivünichlc; Ranser kci ein Tele graphiiscblkr gewesen, nnd cs hällc ualürlicki stall deffen „Rnfer" heisten iollen. Aber er sei nur,— Bolkäinpscr; „Rnser int rin-ii" -.sei Professor Wagner Tieiem reiche erden Arni und sage: „Arm in Arm inil dir fordere ich mein Fahrh,indcr t und auch daS nächste noch i» die «Lchrant cn." Paul Förster beglückwünschte den Hok^xediger a. T. in» Rainen der Tenisch Socialen, also jener Anlisemile», denen auch das Ehristcmhilin als eine Schöpfung indischen lsseistc» nicht' beliagi. 3» eineni zur Anpreisung «locker'«, des Apostel« des Racenhast'es, von eineni S ludwins der Theologie versatzien Kedichle heißt e«: Ter Haß nvbl hält' uns gern gellennl, , Wir hörten die liächzenden Raben, „ -Ta haben wir das Flindaiiiem Ter f'iedc »och tiefer gegraben. Aus antisemitischen blättern. (Tir Hklik gcgril Lkkillwcildct.l Tr Tu» S leiliivri-.der. der sich rnhinlc einer der ällcslcn Anlisciniien zu sein, niachl l>vt mit den, AnliieirnllSinnS nn ailgcnehme Ersahrungen. Tie Undiiltsainleil nnd^dcr Terroilsimis, »velche mit die>er „Seclenpest" aicibiliiden sind, sehen ihm lari zu. Er wird als ein Strebe» biiigesteU», für dessen Wirke» int össenilichen geben nickst die Erivägnng. ob er da« Genirimvobl jördere, sondern fein Boribeil bcstiinnieud sei. Es »nag ihm . vielleicht schmeicheln, das; er von seinen jevigen Widersacher» als Ministerasviranl dezcichnel wird, »ickitSdcstoweniger weiden die Berdäckstigniige» seines Ebaraticr« lbn unlioinchr schmerzen, alS es ja bislierige gute Freunde sind, von denen ne aitSgehen. Dem „Deulsche» BollSblali", da» die Hebe gegen Sleinivender er öffnete, schliefst sich der Pseniicr >che „Bol Issrcuiid" an Mll Bezug ans die Siel'-'ng Slciiiwcndcl'S zur Frage der Balntarogistlrnng sagt diese« Blällckje» : „Tie Hallniig de« Herrn Professors Tleimvender wird begreiflich, »vcnn man sich da« eigentliche .Fiel seine-« Streben« vor. Augen hall. Er fühlt sich nainlicki z» Hohem berusen lind meint, feinen'kolossale» Fähigkellen fei.eben gerade ein Ministerposten entsprechend Dagegen ivärc >>»» an »>»d nir sich »ich:-« ein znwende», ivcnn der Herr Proscssor nicht' zugleich der Meiniing wäre,' d»e besje Borbereilnng sürein solche» Amt sei die »nbedinglc Tevolion vor den gegenwärtigen Minister». Wer den persönlick>en Berkehi' he« ehemaligen Miliisterslürzer« lricke Ecilniernng au Pinol Stein,vender mit den Mitglieder» de« gegenwärtigen Eabincl« beobachtet, kann fofort demelken, wie glückselig der ' selbe über jeden Händedruck, jede« frelliitliche Wort von der Ministerbanl ist Tiei'e ncneste Phase Stciiilvender'scher Poliulchcheint aber lind .inil Reckst dnechans liichl nach den» Keschmacke der meisten feiner Elnbgenossen zu kein, die mit ihrer : Meinung gegenüber den» sogeilamilcn Führer nickst im »lindesten znrnckhallen; So »»'»»de ihm von hervorragenden Parleigenosseu, die mit der Hallnng Siein \ ivendei « schon seil langem nickst inehr eiuvel standen sind, ganz offen bedeniel, i das; es mit der, »nbegrenzlen Tevolion gegen alle Rcgicrlingsivüuichc absolnt nicht gehe. Und hieran« erklärt..»ui» sich muh die ziveifelhaile Hali.ing, welche Tr. Slci,nveudcr in der Z'lond , Tana» Tamv'schnfachrlS und Börsi-nsteuerflag,- elligelioinnieii Hai, bei welche» er zwar' von den richiigen Gesickil«pn,stt>-n au« gegange» ist, c« aber nie gewagt ha«, mit Energie die »olhivendigen Folgerungen z» zicben. Darul» ist auch sein Ansehen, insbesondere in «iärnlen, slarl.erschülleri, and er ivird, wenn er aus diesem Wege weilet beliaen, ivolil lanin sich zu behanplcu verinöge». ganz abgesehen davon, hast, sein Elnb diese beständigen Bklastnngsproben einer demselben dnrchan« nichl i»»iip>»h»chcn Hallnng an' die Tauer genns; nichl verträgt." — Tic „T sldenlickie R i>» dkck,a ivelche nur nnler dein Ijitel „Voie Gedanke»" Prodnele der Gcdan'enlosiglcil zu»» Besten -»dl, aber nieinals einen originellen Einfall hat, niachl sich die christlich focutte Heue gegen Sleinivender insosern zu Ruve», als sie' sich zu einem ickst-inbar ä-ncr .'»»itiaiive enlsprungeile» Angriff ans Tr. Panai atifrafft nnd im Blatt. Seite 7. „Briefkasten" in der Form einer Antwort aus eine angebliche Ansrage schreibt: „So viel nn« bekannt ist, befinden sich die .Macherim .Mariahilfer Politischen BezirlSvereinin grösster Bcrlegenheit, da man von dein Abgeordneten de« Bezirkes Herrn Tr. Pallai, cnlgegcn seiner früheren Hallnng in der Baluiärcgnlirsingsfrage, ivic sic im seither eingegangcucn .Denlschen MoniagSblastznni Ausdruckkam, ievt die Stellnsignahnie „nd Abgabe seiner Siininie für die E>"snbr»ng der Goldwährung bekürchtcl. Man, darf ans die weilerc E»l Wicklung der Dinge gespannt sein." (Tie „Fudringlichkeil" der Audcil.i Ter Anifordcrung de« Bttdapesler Dbergespan« enliprechend, trug ein. indischer Giit-r-benher seinen -Ranien in eine int nngariickien' Raiionaleasino anfliegcnte Viflc von Theilnehniern an einen» Banderimn ein, ivelche« anlässtich de« .stiönmigSiubiläniiis Sr. Majesnit beim Einzüge, am >i. 3»ni da« Gelkiic nach der Tfcner Burg geben wird Ein Easinoiniiglicd strich den lüdisckien <«>,e«b>-stver an« der Vifte, und es kam zu einem Duell, bei ivelcheni der kehtcre scknvcr verwundet wurde. Ta«'„T e »i ich c Bolksblalf" spricht -nn» von der „Fstdringlichkeii" de» Anken. Häne der jiidischc Kulsbesiuer die Ansfo-.derung des Tbergeipans abgelehnl, fo ivärc da« für da« „Bolksblaii" wieder einivilltoistinencr Anlast geiveicn, über mdiickie .stiiniiferci oder gar Allonalual zu faieln. : Ter Anke uinst verschimpsirl iverdcn ist das Grnttdpiineip'der anlisemilischen Hehpresse. Ta« B ergan» iche T rga» vcrrälh seine - Sckiadensrende darüber; das; der Awcstanips kür den Anden sck,leckst ansfiel. Es sei eben, meint es, nickst nngefalnlich, de» Helden spielen;n wollen, nnd Pistolen, an die. man appellier, feien eben teilt stinderipielzeng Tie letztere Beinerlnng fchciiii übrigens aiich einen Rebenzweck zu versolgen auch eine lteinc BoSbeil eine« der „'Schriflleiler" des „Bollsblatiesgegen denen Herausgeber zn enthalten, der ebenso wie z'ueger ickivn de» Beweis geliefert bat, das; er die Gesähilicksteiide« Heldensinelens emfel»- nnd sich daraus,nickil einlafte. l Da« IlCllCItC RnpiUNPNiigS >in»sistlick. I Wir leien im Bficskasl.cn der „Unvclfälschten T entitiieir Worte": K. — s 111. Wir wissen berciis von den» neilesten Anpnlnpnngs-stilstststücke Eliren -Peegani s, und-werde» >v>r bei den Berivandle» des Benachlbeiligle:» »aherere Ertundigungefl cinzieden. Bergani mnstle wisse», das; der'Biaiin traut ist Wir halten sofort wieder ein neues Biailöver vermnibel, al« mir ieaies ekelhafte, die bezahlte z'obhndclei an bcr Stirne iragende Feuillrlon gelesen Hallen. Wir können nn» uniercii allen Anssprnch wiedeiholcn: ,A>i« der liille» Bahngasje-ivild e« cinni.il noch fiirchierlick, znin Himinel stinke».- Die Gcschickstc dürste übrige»« noch er» recht cigenihümliches Rachspicl' haben. -Wir werden ja noch darauf zurüllomnien Für die beiden anderen Sachen innssteil Sie nii« Beweis,- i» die HantS gebe» U d «Bkrgani nild SchliciScr.l Tje Sleiner „Alitensrage" befasst sich IN ciiicin„ „>sse>chäslSanlifemilisi»lls" belilellen Ariilel mit Herrn B e r ga n i und schreibl: „Al« vorige« Fahr bei den Wiener Ge»>cilidcrall>swalile» der ziveile Wahlloiver der Wahlkörper der Anlelligenz. sich von dein Treibe» der Demagogen »nier chnsl lich aniiseniitifchc» Masle los-agie fuhr ba« Her»» Bergani in alle Glieder:-c, fürckstele für »ein .lSeickiä'l." E« liabe daher, das „Tenlickie.Bollsblalt" am I l-, April I-stl einen Ailitel: „Einkehr" gebrack», ivoiin der AnliiemillSmu« nach den „? ührrng ichen Prineivien" al« der einzig zuläisige emufahlen itunfi- Seither feien aucki Aueziige ans Tnbring'S Weilen im ..Boltsblallee-ickncne», Bergani sei eigen« nacki Berlin gereist nnd habe si-ti io gestelll, »I: wenn e, ickivn;>l dem „szrosteii Sprunge" 'bcieil daslande Bei Tiiliiing »ckieine aber Bergani abgeblibl zn fein, lind auch dir Tttliringiaiier dnrflcn h, t nidJTritt gestelll haben ,.Tie Tnhriug Eibile," iahrl die ^Andeufragefort, „in d daher an« dein .Tenliche» W'llsdlaii vcr>'ck»vnnden Sie waren fieiiieli sie > eicknckl au».' geinchl, das; .sie seine Freunde, die Elerieale». nickst, in die Enge rieben oder lopsiche» macksten Bielleichl brachte Heer Beroani dieie Auszüge genau ans demselben Grund,-, >vie fcinevteit ’fiii Aivillingsbrnde» »nd Ge, l-a'iSgenoss-- Tlieokor „Fritsch in Z'eipznz sl'einnmgc Aiiiiave tut Sinne T»bring « veronei» lichle. BTril aber-»eben eine!!! Fiveck lianng noch e:n zweiler Plan l> i, io mögen dieie Anszilgc an« Tnltting auch da;» gedieul haben, unelfabrenc T nbriiig Z'c>,lz» dnpircn Wenn ivir nn« daher vor Augenballen, daß Herr Bee> hni^sick,-ver AÜeui al« joniiialist>!ck,er->'>>-sck>äslSi»a»n beiräckstei' nnd feine bi «he ei >e Thäli-gleil besialigi das, jo düriten an .dieser neneiien Wendung de«'Herrn äerganr ilnd de« .Tenlichen Bollsblalt-. die-Elerieal Fendalen Uliache „feist, die d >s .Te»l-che Bollsblanipeiien oder inliern. Es ist ja eine belaniue Tbal-ackie, d> >; ,if ln» ui' neiil-iier Feil feine Frennde aiiickinvrile-iiiid einen Hilkelnf nacki dem anbeitt in» llnterflüunng npd lsieldHriötien lieg, me11 sonst das Blau nickst b> stehe» tonne nnd eingeheu muffe. Und dazumal hatte das .Tcnn'ck»- Boilsblan nock, einen größere» Ahonilenlc»lreiS al« heute, >vo es vgst den anständigen > nd ehrtick»-» f'eute» znrückgeivieien - ivird . Henle ist c» nicht .mehr „oihivendlg, Inszüge ans Tiibrivg al« Revolver zu niighranchen. Häne» di^c_Eleiio>il. Feudalen de, zanenWind mit dein Revolver nickst verstanden, fo mürbe der Germane au« Sole i» Galizien andere Auszüge an« Dnliiing « Werlc» gebiachl haben. Tag-er ga ,z der Mann dazu ist, hemcifi sein obenerwähnler Anstel .Einlehr-. Ans Tührii g lastcii jick, eben vielerlei AliSzüge sniugen: gänzlich nickil«sag,-»de und sehr viel agende. Der Mann, der vor vier ,,al>ren an der Svibe de«lfsermanenzilges ma schiele, Tb mann de« Schlilvzreiiic« für Deiufchc und leitende Perföüllchl,-it per Tenlich %