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Freies Blatt · 1892-06-05 · 9 (5.6.1892) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
I (1892)
Issue
9 (5.6.1892)
Date
1892-06-05
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr.!>. Freies Blatt. Seite ü. wurden. Aber dazu ^vird man cs nicht koiiuncn lassen. Die .Ären^ Zeitung' wird sortfahrcn i» ihren Beinühiiiigcn, die von ihr vertretene» Anschauungen .in die richtigen 2l?cgc cinzulciten." (Die „Zudcllslilltkll" lind dir Coilscrvlltivcil.) Einen intcresstmtcii t Beitrag zur EntstehnngSgeschichtc der „Fiidenstlnten" bringt die „Frant flirtet Zeitung", in welcher ein Eingeweihter schreibt: „Enttckssenc Arbeiter der V ö w e'schcn Fabrik wandten sich an Ählwardt mift de» .Enthüllungen', die den Inhalt der .Judc»fli»tcn bilden. Mit seinem ' geschäftlichen Bcrsländniß griss Ählwardt die t^clegcnheil beim Lchopie. iTmd) einen gewissen Eckert, der auch Herrn P^aasd, Schrc'tbcrdienstc geleistet hat,- ließ er die Aussagen der Arbeiter in eidesstattlicher Fori» vrotokollircn. Natürlich sprach sich das herum, so daß ljiit der Zeit eine ganze Zahl von .Zeuge»' sich meldete oder von frühere» .Zeuge» hcrangebracht wurde. Mit diesem Materiale versehen, wandte'er sich an eine» Baron v. Van gen mit dem Ersuchen, ihn in scincln -skamps gegen die (luden mit t^cld zn nntrrstüven. Herr v. Vangcn erklärte sich denn auch bereit, Ahlwardt's Sdfnldcii, etwa ‘) Mark, » bezahle». Hiezu erhielt er von Ählwardt eine Viftc, die bcilänsig, 11' o (j dcS gcgcbencn El> re n w o r t c S, »ich» vollständig war; er bezahlte nach ihr die Alilwardt'schcn «Gläubiger, unter diesen auch Herr» Stöcker, der, wie neulich die Zeitungen berichtet habe», Herrn Ählwardt in kritischer Zeit mit MO Mark beigcsprnnge» war. Herr v. Vangen ttliterbreitetc das Material äiarl Paasch und Herr» von A-ackcrbar'th, welcher sich bereit erklärte, es in der .tiammcr zirr Spradic'zn bringe». Herr'v. B-ackcrbarlh verhörte sodann die AHI wardt'schcn .Zeuge»' nochmals selbst im .christlichen Bcrrinshaiise' und ließ ihre AnSsogen protokollire» Tie .Zeugen' erlstellen Bcrsänmniß gebühre», TaS aaif diese Beeise gcwonilene Material wurde der roniei" nativen Partei vorgclcgt. 'daraus bezogen sich mnstischc Andenlnngen der ..Konservativen .Korrespondenz .) P-ie durch voreilige aniiscmiliiche Blätter berichtet ivnrde, erzielte Herr v. B.'ackerbarlh i» der ronservaiiven- Frartionssiplittg, die sich mit der .Fndenfrage beschäftigte, einen durch schlagende» Ersolg Er verdankte ihn den Ählwardt scheu .Enthüllunge»', die er in der Beriauimlnng vortrng. Nachdem durch Bermittlniig des bekannte» Be wer dir Bnchhandlnng.'l^l-ö ß in Dresden als Beilegen» gewonnen war, ivnrden zunächst ein paar Eremplare als Manns er ipt gedruckt. Mit einem dieser Eremplare s»hr Herr von Vangen zu Herrn v. Picht Hofen, der cs ablclinlc, sich mir der Sache abzngeben. Tarans suhr Herr v. langen mit einem 'liegiernngsanenor v. Hülsen z» Herrn (General v Schliessc». der eine Unter inchnng an zu ordnen versprach. Herr v. P-ackerbarth war ebenfalls bei Herrn v. Pichthofcn nnd beim Oberstaatsanwalt.< öh z w ische» w n r d c -4 S I » n d c n s p.ä t e r d i e B r o s ch ü r e ü bcral l v crt a n-s k, ei n '4^eweis, da ß m a >i u i di t—a Iwheil , ick> asfcn, sopdcrn c 1 b vcrdie n e n »voll! e, , s o n st hält e in an da s di csullat der l> n t e r s» ch n n g d o ck, a b g e w artet! Die geschilderten Bvrgänge geben den Sdjlünel zu .dem scheinbar widerspruchsvollen Bcrhalte» der Eonservativen. Sic konnten' »ach.dem Ticnst, db» ihnen Ählwardt geleistet, ihn. nicht beknmpscn, sie tonnten il»i nicht gut abschiittcln, nachdem sie ihm die Hände geschüttelt habe», daher ihr Eiertanz in der Bemtheiliing seines Treibens!" (Tic tinlistmitischc AgNätivn im .virrifc Wtsilnr. Ter nenlick, aiisg'egebrne Jahresbericht des l a » dw i r i h» ch a ft l i che » B e rei n es i nr 4s hein pre»ße n an den Bnnister stir Vändwirthichast vro Js► 1 cntbält linier dem Abichniit ..t^e»osienid>a>lswcien" »adMeliende interessante Tarstellniig: F NI n reise 'Wevlar in in J een >,I>len Fahren durch die Agitation des, Tr.-Bücket eiiie große Anzahl aniiieinliii.'tier v rlSgrupveii einnanden. welche sich im Anschluß an sogenannte Eoiiittiiivercine gegiiindet haben. Verne,e siiitz ans den Aam'en eines oder mehrercr Mitglieder in das Eand'els-iegisier ein ' getragen. lieber die dein Vagerbalier gezahlte» itteschäfisanilieile ipid nie in leine, v.nninngen agSgestellt worden.?>e!e Bereinc neben ant. schwachen Faßen, o'ciil das (Ui'fdmft g»l, i'o nberiiimint mein der Vager! aller das «ckeichäit bald ans eigene Acchnnng nnd inhrl eS weiter. Tieier Borgang wird noch'dadurch -rlsichiert, daß üch in einem tleinen Site so leicht nicht ein anderer vager Haller nndcl Ta durch Bildung einer elngeiragenen'islenon'ennhail den vager hätieni non vorneheiein die »eberilahiiie des ls»eichä>ics an' eigene Aechnnng abgeichniiten-wird, io sind dieselbe» gegen die eingetragenen i^enoiseiiichatic». >ss tan» hier^nicht verich'ivirge» inerten, daß nach allen äußeren Anzeichen der AntneiniiisnmS im.'treiie Böehlär ineniger. den Zweck nnd die B.-irlnng bat. die 'enie aus scivHa„keii von Wucherei» zu betidien nnd dadurch winlnchanlich in d,e '>öhe zu bringen,' SIS' nielineln die Beginne über das.. was gn: nnd nui'lich ist. z„ verwirren. Seine Avostel betäilw'en nicht allein den indischen '-Bicher, sondern richten ihre Waue» auch gegen geineinnnl'ige Einrichtungen, eien Ersolge durch die Ersahrunge» eines halben FahrhiinderlS ansier Zinei'el gißelli sind und von allen nrlhcilssiih'gen veuten riickhaltslos anerkannt wer teil. Einen ganz besondere» Haß scheinen sic ans das Wanteileynhiini geivorsen zu Habs», wohl deshalb, weil dadurch die venic über den BSerih der SchopsnNge» des AntiseiiiiliSinnS am eh neu anigeklärt werde». Wenn der AiillscinilisninS an sich schon eine fragwürdige Erscheinung in, so verdien! die Arl und Weiie einer vratln'chkn Bclbäligung im .Nrciie Wevlar von alle» ivohlgcsininen veuten ans das enischiedcuste betäsiipst zu werde» T ic Börstehcr der landwirthichastlichcn Easinos, deren Urtheil jeben salls die t^rnndlagc bildet zu obiger firitik des Antisemitismus, sind anßerje eiiicm Schmied, ^Schreiner und Leirth sieben Vandwirihc, sechzehn S rtsvorstchSr nnd sechs '.Ttncr, also Männcr, welche niiltcn im Bolle stehen, aber zugleich durch' ihre' Stellung ganz besonders' be. fähigt. sind zn einem sachgemäßen Urtheil iZiidc» ocflcnübcr bimutit mmi es nicht, so gcnn» zn nthmcii.) Zn der Strallauimer des Eitcuacher Vandgrrichtes .wurde nenlickt lgegen den äiaiismann Ernst August Böller wm aialteiinordhzim wegen Bclleiuing zum Bieineid ä'erliandelt. Ter Angeklagte hatte wogen eines Bichhandcls mit dem Bichhändlcr Schuster in 'ch'ord'h/im vor der rliöl»! einen Proeeß vor . dem »Berichte zu Schiveinsuii Ter Maurcr Ei reis, zu in Mittclsdorft der von dem Handel wußte, sollte in dieser Sache als Zeugt'' nernommen werden. Bor dem Tcimi» ließ niin Böller de» l^r-eiszn in seinen Vaden tommeift um ihn geivisserniaßen z» instrnire», was er ansiagcn sollte, damit er den-Proeeß gewinne. Böller fragte zuerst de» <ss>eiszn, was-er anssagen wolle ' Als dieser' sick> darüber äußerte, sagte Böller: „Tas darfst du nicht sagen, .du miißl so »nd so sagend" Ta erwiderte t^reiszu: '„Tas-kann ich nicht sagen, ich muß schn-ören, »nd da sage ich eben cinsach die BFabilieit." Tarant antwortete Böller „Vidi was, Bnilnheii! sich»»»' mir i'iid» immer mit deiner BvahUieii' Fndsn gegeiiiibe-r -braucht man's u i ck> I genau; n »eh inen." l^reifz» ließ sich indessen »ich! beirre», sagte in Schiveinsnri vor dem dortigen Eivilgcricht die Beahiheit,. und' Böller verlorden Proeeß. T., sei» Berhal^n bekannt wurde, wurde er »»»- wegen Berlecknug z»un Meineide angctkaiff. Tit groß herzogliche-Siaarsanwaltichast hielt die ->ilage in vollem Umsemgc ans recht und beantragte eine Znchlhansnrase von l Fahr -«>-Monaten und Berlnst der Ehrenrechte auf '■’> Fahre Ter l^erichishof erlannie ani . ei» Fahr Znchthan.- und 'schloß »ck, in' lepierem Pnpkie der StägtSanwaltschafr an i AlIliscinilischc Cviccifc i» Puris. > Bei der vor einige» Tagen in Paris stallgehablcn Traniing der Tochter des Baron t^nstan Rothschild haben nck> ror der Spnagoge aniiieniiiische.Ansschrei'. iiiiige» ercigirei. F» der ckinc de la Birioirc beivarscn einige gedungene Bursche die St leider der Tarne» mit .li-» l'.>.-ii.ln .ftngtl», von welchen eine in de» Braiiiwagcü ans das >tlcid der Braut siel. Zahlreiche 'Ausrnscrschrieen jiidcineindliche Blätter »nd ei» neues, gegen 'liotl, schild Lcrichtctes Painphlcl. »ns Bierzehn Bursche wurde» vcrhasrei, - ivovo» einer vor «Bericht gezogen wird, weil er beim Temveleingang schimvsle nnd Traniingsgäste mit de», Stock bedrohte. Ter. Training -Hai das divlomaiiidie Evrvs last vollzählig beigcwohnt:'zugleich ivaren die erste» ftrciie Frantr'eichs vertreten Minen »nicr dem circdirenden Pöbel bemertte man auch den b.4a»»ie» A»iiie»iitenl>ä»prliiig Mckranis o r >- s, -inelcher schließlich ans ganz iinziveideiiiigem Anlane von dem anwesenden Polizeieomminär ansgesorderi ii>»rde( »cki zn entiernen.. Villllfr Zllvkll. Ane nciilicki die M i>- |-:ii'isif-iiii.• ■, mach! sich »ii» and, der Pariser ..F.igara'" über Herr» Trnmoni weidlids lustig. Albert M i^.la-»d läßt den 'ch'edarrenr der ..'I,i>>r>- l.':,r'>>>>-'' wie folgt svredien: ..Es ist zweitellos, daß das.jüdisdie Elemeni sid, iminek mehr unter uns breilmad» »nd »ns zugrunde lichte» wird, 'wenn'wir nidft' Acht geben. Sd»» liat Bisma-rck. dieier wrtleideie Fnde, der vom Stamme Benjamin herlommi — maij 'nldel lhaliädilidi im A'amen 'Bisn'.arck die 'Budin>ij>>'» B nnd.M Frantreidi vielen.- Sdfade» zngcingl. Heine höhnt »ns der Fnde 'B.-illielm mit 'einer Prise nach Meß Ter Fnde Ponvie.r »nd der Vevike Von bet tlmn alles Möglidie, in» das öiienNidie Beuranen nnd-Pie-'Pedulidtleit zn uinerqraben ZIeberali ist"der inide.; B ' .der Mord in der Pne du stiodier. Herr Paul di. . bei <"attc der Mörderin > ist ei» ebcnialiger Pabbiner, und >ej»e Frau, welche das Plnt ihrer Pivalin vergpß, eine . »liidiu,' iveldie die <^e>diid>ie von Fndiili »nd Teborah nur zu gut lennl. Pebcu den Bcrbrcdien ,ans Veiden>d>a't vrüse» >vii imu die .sinanziellen Berbredieii Ter Fnde Mar» die»and und der. .lii'dd d.h'a'r-'- Bernca.n sind ans dev Fl»dit> geichüvr dnrdi ilcke Stammes genossen E o n st ans' und P-rbbi F.rl I E-res, ' dieie direricn Svröß linge von Moieq nnd Aaron. Es gibt . and, leinen Patriotismus mclir Ter Hebräer Fnlcs E'l a r e i l e,slilnl den Slanim der Eonn-die iran-.-chse, nnd zwar von Ephraini 'Febvr.c angesangen Ins Esther Barkel mit Einidilnß des Fer^beam Sn'lvaiii und der Abigail T n d > a h. iiadi il'irii, wo fic in hebräiidiei Smache spiele» viteralnr. und Theater? Uebcrall Fndeil! Ta haben wir die Theorien des Fudcn T u ni a s iind .de» Sd^ad^crgcist dös. Kanaaniters Sardou, ber feinen

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