Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- I (1892)
- Issue
- 7 (22.5.1892)
- Date
- 1892-05-22
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8. Freies welche allen Ampiüchkii rev treu bemidKii Äuti'eniiteii eni'pricht. Auf, ihr 'Bruder, laßt uns die noch dastehenden 5liiere autfau'm. und auS deuieldeii die lang rriebute iinitbertretiliche Rindrarc ergeben! ödt et kläre die amutiintin .Jhieio iiit die edelsten ihres Stamntw und lege der netigegründcteit Büllraee deit Rainen: ',1 ntiiemiti'ck'e Bo> kSeinfl'icbvacc bei. i Allgemein^ ^itftitmimtu]. .'>od)! buwai!i?;e Lache in grmadit, wir haben in Teni'chland eine Rind t'ieluaee mehr."?ev nun kveiterzieliende Menschenknäucl perlämt sich in die nevidtiebenen ä'.;uibutiiiten, w» nadi der Hälftigen Stärkung die liumitebv an . gefommenen Redner ihre Bsiriräge beginne». Gerade wie der „wahre Fakob" seligen Andenkens trüber and srn Märkten seine Waare anpries, >a wird jetzt hier geschrieen: „Hermi^ ihr deutschen Bruder, liebe Freunde, theurt Genösse», nur heran, nur eine Mark kostet der Beitrag tut Fahr." Trol> Allein ist der Andrang nicht >ebr stark, Wejiebe» '.»(arten bilden das Hiirderiuß ie vergeht ’dntell der Rachmittag. und gegen Abend werden die Fremd.'» wieder nut dein ’elbett Htrrrah zur Balm begleitet. — Anziinehmen wäre nun wohl, hast diele ’ auti'emiti'dint Märkte an dt rein von lieber vortheiiltugeii sin geradeso wie dieselben rein vo» Fnden sein solle»: da Iro.t man aber von 'ruberen Mätiten der llnigegend her, dast die Xan ’ er gewöhnlich gleich beim erste» xair' a»s 1 einem indenreirie» '.biattte der masten über Mn Vb'M barbiert wer d : ». dast es ihnen nidtt einidüi. wieder zu loininen. Es sind io.ia't stalle zu veizeichnen, wo die gekaufte,! Und veilausten a»l> 'ei»iti>d>e» xnlie nodt im Eigeiiihnnt eines Fnden standen nnd beinahe zweimal bezahlt we-.den innstteil. Ter xän'er ist geheilt nnd kommt iridn wieder, und et red> if-lK-tnal in den „R e i chs Herold" koinint. Aus antifomtttf^rTT Hartherzige tiildiibiiur.i Tie „llnver'azschien" des Er Ritters tidtte» i die .h: .me „i* a.l f b 1 a ti i e r" 'olgetide Troimneh uikd Mahnung: ,,'iLir ne.den iie.h dtnige ,-lrit lwahrstbeiinid' bis Ende oitIi warte», das Materiale 'iliei, »i.d daun t etö'semtichen. »ne e-5 Ehren Bergan! mit der Be, z:I>:n»g re n Ed', o»''-ch'tt'ide u halt: auch der h tre'sende Briestvedtiel t'o» ) ' *- utt teuf i”el”':»nt>V bleiben B.-enn das .Mlksblatf am -'-..Avril d, F. '">' dagege.vn döst Sdi'U'rdi ii! d.'i Bet'amminitg a»s der Wieden : t u einer Br.ru.inng unter den 'Anttsemiteif -zeiproche» habe und die-e Ber- - .r'teiiiüg d.is rage begei'ert. -o hatten wir-ta bisher schon zur isenstge, beinahe! in i.-d.-t Rninnter, dntdi Antnhrnng besiitnintet Beispiele nachgewie-en.'d^st diele Bet lr'dtenittg daun'ächüch ihre,! Lnz üii- . Tenttckie». Bollsblatf .fuV.e'ihiagen; hat. , Berg ' nt s ol -- n n d'a i> war bis .seht: .Ridit zahle» und die ' : i .ii'i.! e r h . - di i in v' e n — T.rS ist Bolonski's Eigenart!" — Das ist j m-t« '.ton ren v-eyn Bete ini, dast er d-y-'tlidieit iti-ändiger» nid)t zahlt and red, obendrein litit ihnen grob ist ab-» :nd> die'e Alt neu enentlickiet ' 'Tio''uu.r uu: Mahnnng rer,..!! leine Samr ran Ritterlichkeit. '.'lnttikmidk» über sns Blllkrjlualc.i Rachgeradr scheint es and, „> en.i.-eu nn:i'eimti’dien xöv'en atltnalig lichter zu weiden, und Ivenii dies »ich«- ' a.i-' ,-fc.v.veb geht, ff mag der bisherige ivead der svinsteriiist als Ent - l.u.dig ii,: dienen' T rs H e:i,' e r Antisrinitenblat! schreibt in 'einem BrieT | ’rtT,. aci.n ve-ern sf. V , Es ti-nvee nn'eret'eit-J indit behanwei, dast es ein | B.nti :u>i:e bei den staden u,e gah. iiud es wn.de iiidit gelengnei/ das; ,välle' . ad- Ari Tisz.r Eszl .o.aeiomfsi.-n >,nd Tie Bemerlnng richtete >tch st»n > ""ist tiiii aen die 'e: :r.::.ht Vl : •?'.+ . •; n a von R! I a a 11» ü r de », wie', v.a,.;: .-’i .; rts rivun.r. I!» 'Ronat reu u nter ,'tmie Her' gemeldet . i. '■ r. tut drum .'hei -pater teilt?:crhe»sworichett 'fitehr. verlautet. L o! ’ .! cä w i ■ e! e u ■: n, d t e E h k I st e n d e III? . d e di » I -tu v o st ' aIIaIi > dl e II .'> id n I r.e.e.w.o . dei w.rden. . . d a st d i e h - i 11 ge e rm a n d a d der i t e u a i a.hr T iii >r liegt der ,B i a d ' i IIII de. .b.lntigeu Anti,!' „Tcr lorbccrdkkrollzlc irgois,. llmei ete-er ll.hei-'dintj heid-äiligl j iidi.d'e £■; . -n'rage" tienerdtnas mtk ->errn ik»eger'unk' schreibt: T- 7t.i T. . h;r s »iiuger .Hut ../deutlich M'/beeeHdätize geregnet: be - 1 ..e ,c eu B . >» Baien glaubten, ihr Ehriüenibuin nicht bester d r.r Zu .: n; n. US neun it-> dem Tr Z'uegeh etuen '/oibeelkiar z j hhe.-riv •!.' de'di ah iiiiii.ee III ieierlich.'i Böei-e Eilt-dnistlidier B.. ' U a:.h ..u zu ubeibieten. und ■'.• g,".h.r!> es bei hie-cm Beeil , •' ■' " .< : ui' '' etieiner Vo;heeitrai-; itberreidn j Blatt. - _«Nr. 7. wurde. Ein geistlidrer Herr, ein Zeelsvrger, hielt dabei die Festrede, in welcher die Lache so dargrstellt.wurde, als wenil Tr. üneger nicht allein der verdienstvollste Mann, als wenn' er ei» Man» von Eisen wäre, darum auch als Sinnbild der eiietne Vorbccifraii; Run ist aber die Lache gerade »ingekehrt; üueger ist nichls weniger äls ein Bolksinaun, kann daher INserhanpl kein verdienstvoller Mann >'ei» Maßgebend must da sei» Wirke», seine feistunge» sein. Man -- weiß mir, daß er bis;,im Jahre 1X85 Mitglied der jndenliberalen Partei ivar, was seine Z'eisttinge» oder seine Bollssrenndlidikeit betrisst, so konnten selbst seine srrennde ans keine volk»frcund>id)en 'daiidlnitgeil' Hinweisen, und von 'seinen- .ltiegnern wurde er wegen seiner Strenge .und Rückstdstslosigkeit bei Einireibttng' von Fordernngeti, selbst bei den chrmstcu keuken — .Bensdieldoclor' genannl. . . Was aber den eisernen Mann oder den eisernen Eharaktcr. aiilaitgt, so widerspricht dem.sein sd;ncllcr und oftmaliger Gcsinntingswed)i'e>. Als Tenor gehört aber Z'neger der .tulcUigeiiz an, er mußte die Tragweite eines so schnellen Gennniingswechicls begreifen, er mußte cinschen, welch sdilechtc« Beispiel er da stach t,nten gibt. Tic-er oftmalige (ssest»»n»gs>ved>sel konnte daher nicht der Ansdrnd seiner innerste» llcberzerrgnug iein, soiidern dieö geidiah, ui» eine voliiiidik Rolle fyieten zu könne», um obenauf jn koinnie». Tieses Strebe» war derarlig, baß er sich sogar »iii 'saus Xirchinahr am Schlüsse seiner Thäligkeu verbinden ivollte. So iehr Z'neger früher ei» lÄegner des Anli ieniitisninS war, so ind)tc er fidi fogleid) der anti-nnitifd^u Beivegnng zu bcmädjiigfu, als er sah, li'cldjf Xraft ist dieser Bewegung liege aber nidst im .tutcrelir des Volkes . . . Man brachte eS w weil, daß das Ehrislenlhn», als Boden b.-niil>t wurde, ans meid,ein sich die u*iiftcftc Teinagogie entwickelte. . . Thne llnlernnvung der Elerical Feudalen, Halle sich dieie Teinagogie nicht so eulwickein tonnen, diese iianken mit ihrem Einfluß ei», und sie gaben auch das Eieid dazu her. Welche Summe» ivirb von dieser Seite nur der Herr Mcdianiker Schneider erholten hohen . .. EinFnhier der cleriralcn Partei, Fürst Alois V i e rf)t e n ft c i n, ging Hand in Hand mit Herrn Schneider und stand mit demieibett air einem sehr intimen, freundschaftliche» Fuß. Ein olles Sprichivvrl sagt: Wenn du tpin-n will», wer, dil bist, so schatte an, iver deine Gesellichast ist. . . Tr. Vucflcr hat nur das gelhatt, wovon er glaubte, daß eS ihm zu •einem Empotlicitiiii diene. Wenn daher die christlichen Bcreitte für die Bolkssrenndiidikeit Budget s denionstriren und ihm üorbecrkränze itberreid>en, io setzen sie udr j„ ein -diieies h'idjt, sie idiadcn nur der ösientlichcn Moral. Wenn man ihm aber Har einen eiserne» '/orbecrlranz i'tberreid)t, so t'orbert man das Reditsgesübl der besseren Menschen ber'ans." — Tie Slcnrcr „Fndensragc" ist nach der ,>nlen'.ion ihres EigentHitiners und Redaeicnrs zur Förderung de« Raeenhanes hestiinint, aber der im Boranstehenden anszttgsweise wiedcrgegcbene.- Artikcl macklt den Eindruck, als ob sie ein ehrIid)eS Trgan zur Abwehr des Antii'eiiiitismuS wäre «Iviii „imerreiliiidic-? EkUlr»»i".> Tie Tpisz'jdie „Teiterretdiisdie B o i l? ze i ln ii g" in Warnsdkkrs lilaidirt ftir die'Bildung eines „österreichischen Eciitrnms" und -agt: Fn Wien hätten sich die Parteien der „bereinigten EHrisien" zn>'aini»o»geichlossen, weldie den cheitndstock eines „österreichischen Eentenins" aiti chrisilidicr Basis bilde» und gleid,zeitig Front wad,cn gegen en „Fudenliberaiisiniis" und gegen den fdjrofien Rsttionälisinus, als die gcntetniamen Verderb.r des Volt und - Staatswohls. Ter hochwürdige Herr Attibiosiits'üvilz läßt da 'einen ^gläubigen i'ct'crtt einen Bären ansbindeti. Tie>. i/neger, Schneider mld r>'r,;iunnn machen nicht 'Front gegen den schrosien R-nioitalismiis det t^i-'-gr lind Ba'd,am. der Bianchini und Z'aginia; wohl aber helämv'en sie gemaßigic d/ni-di sorltckirii'tliche Männer. Zu einem österreichischen Wiiidhoi-t seilt übtigeris üeren vueger imgesähr w viel wie Herrn Schönerer zu einet» osterreichi'd-en Bismarck -Trumotil <-i»iiti-!> Vro XIII.I Ter Brie'. NI welchen: der Papst diciranzöü'dien xalliolilen zum Anschlüsse an dtdiR.'vnblik erinahnl, tft »ichl nackt dem r^--ch„iacke des'Herrn Trumont, und^die ,.I, i I■ r-■ i’r «I schreibt, daß fco Mil unter dem Eintinne von volitiid-en Tilettaiitcn ftehe. Am Ende ist ' anck) der Heilige Bater in'Rom — „vetjndct"! iStMt fit wolle», i Ei» am bürg er Antisemitenblatt sichreibt: „Fa, was 'oll denn 'chiießticki mit den ,1 irden geschehen > Tas findet sickt! — oft j mir ein mi'cr ganzes Bock genügend anfgellärt, dann wird auch der Himmel für eine starke Hand sorgen, welckie. nnbekumtnert um vorgeichriebenc Bcrsassnttgspara grapben nnd t>arlaii>c»tarisd>c Berbaiidlniigen, dem Willen ,des Volkes Ned)nlt»g^^-- trägt. So ging es >a and, in 18'l'iB Tas ir-äre alleedings eine sehr cinfad)t ■ z'öiiing der 'rg naniilcn .»»keinrage. z c11rittvcrHaryii.qcu iinii „herein;iir '.'Unuclir'Dte '.'liitiicmitiiMuui?" wrrdc» r»lt>ctfr»sic»oili»ic» im Sctrctarinic tc? Vereines: Wien, I.. 'l'nriicrnniic 1. - , -\boniirmrnt»aiimelbMttgt»i auf das „Freie Blau" iiimnil die Adiiiiuislralioit, Wien, I.. 2ci(frftöttc 1<», jederzeil entgegen, (fbcutmfclbft werLcit auch ciiizelne Ritmmeett abgegeben, Probenuiitiiier» zur locirtreii Verbreitung des „Freie» Blaues" iveede» <y>efiiiuiiitg^geitoifeu auf Berlaiige» berkilwilligst zue Verfügung gestellt. %'.iauegeber und verantwortlicher Redarteur: Ernst Biklor Zenker -- Truck vo» Eh. Reißer &• M. Werlhner, Wien.