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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1933-02-01 · 11 (2.1933) · p. Seite 116

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
12 (1932-1933)
Issue
11 (2.1933)
Date
1933-02-01
Page
Seite 116 (sequence 4)
Language
German
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Seite 116 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN LI. O. R. R Nr. 11 Marct/ki warm: „Dadurch haben die anderen Ziele, namentlich iljr geistigen. die erziehlichen an Bedeutung verloren. ln engem Zusammenhänge damit steht die zunehmende Verfl.n hung des I.ogetileben-. die dem aufmerksamen Beobacht i-r nii ht »'erborgen bleibt: daeigentliche, dem Idealen / ugew atidte (.eben in den Logen.litt und leidet nixh heute. r liier -ehen wir Aufgaben vor uns. die auch heute noch »olle (ieltung haben. Iiie Wohlfahrtsarbeit darf nur einen Teil-4*-r l.ogi narben bilden und nicht ihren ganzen Inhalt, lu- Wort: Nicht' für 'ich. alle' für die Gesamtheit, muli in er-ter Reihe viai der l'rzelle der Loge befolgt werden. Die't: 1 r/elle i't der einzelne Bruder; jeder Bruder muli es sich zur 'treng'ten I’tliclu -machen, da- Wort in die Tat umzu- '■•t/en: Nicht' für sich. alle' für die tlesatntheit. Wir wi-»en, daU wir von dic'cni Ideal noch sehr weit entfernt sind. Es wird viel gv-undigt in dieser Ilin~iclu innerhalb des Brudeikreise'', es wird nicht daran gedacht, alles für die Gesamtheit zu tun. 'elb't die einfachste Beitragspflicht wird nicht streng genommen. I nter dem Eindruck der schwierigen Wirt- 'chatt'Ingc glaubt man sich berechtigt, diese Pflicht zu vernachlässigen. auch in \ ii'lett. I allen, in ih nen die Not keineswegs jn ihrer ganzen S< ht\ crc zum Ausdruck kommt. Selbstverständlich gibt «■' um h Bei-piele tür die vorbildliche Erlullung des Wortes: Nichts 'für »i« h. alles'für die Gesamtheit. Irji'C Anltas'img ilari aber nicht vereinzeltes Beispiel bleiben, jeder einzelne muß erfüllt sein von dem Willen, nach diesem Wort zu handeln W enn jeder Bruder in diesem Sinne, auch in si hwieriger Zeit seine Beiirag'pflicht erfüllt, kann die Gesamtheit ihm diese < »pterbi ri it'i halt erleichtern. Wenn alle Bruder ihrer Beitrag'pllicht n:ichkonitii‘ti wurden, konnten die Beitrage tur alle Bruder wesentlich gesenkt werden. So 'wird Purimspiel „Haman“. Von Worit-z Sc her bei. i ii! de i e, hlzi itig vor dem diesjährigen I’tirimtesi erschein: i-iue NeU iU'g.ibi drybeliebten "l'urimspiels „Haman" del'iiluers Moritz. Scherbel Mit seinem Dreiakter ..Haman" hat Moritz Si hi r1 >1 dessen lnn. Gcburt'tag vor kurzem in allen uali-' heu Zeitungen geleiert wurde, ein humorvolles l'minispiel gehelti-n. ila~ durch 'eine I.eii htversb^jdlichkeit und 'i lioiie Vu-ioiin ln sonder.' bei iler Jugend Ankling gc- T.indcu hat :::id in iiulisehen Sehuleii und Vereinen gi»rn aufgeiuhrt wiul. 1 in AuHuhrung~reehte sind anläßlich des ltlO Gi-l.üi*1 .ge> von Moritz Si herbei durch den Enkel Schcrbel- \’i il. g Berlin 1 harlottenburg 1 freigegeben worden, so daß die« Aul luhrtmg überall gebührenfrei erfolgen kann. Das 'I i-Mbtteh ’ ih*' „Haman" i't hüh-ch au'gestattet; es kostet nur 1 K NI D.i' l’in itn-piel von. Moritz Scherbel ist erst kürzlich durch die Kommission tur geistige" Arbeit des Scliw i 'iernM i b.mdi ' ih r Engen E'.O.B.li. prämiiert worden und kann sowohl Burimgi-schenk wie auch für die Aufführung Wsleiis empfohlen werden. UNSERE TOTEN Der Orden beklagt den Heimgang folgender Brüder: Name Eingetret. Geboren Verstorben Deutsche Reichs-L o g e Sally Rehfisch 3. 1. 1920 27 6.1873 30. 1.1933 Max Dresdner 3.1.1920 7.8. 18f>8 30.1. 1933 Jacob Katz 28.1.1905 15 2.1866 6. 2.1933 Bertho Id A u e r b a c h Lo g e Prof. Dr.M Sobernheim 30. U. 1914 13. 8. 1872 5.1.1933 Justizrat ü. Katschke 3. 10. 1898 7. 1. 1858 12.1.1933 Paul Nathan 3. 12.1923 4. 7.1868 15.1.1933 Siegmund Seliger 9. IE 1903 3.8.1857 19.1.1933 Max Salomon 19.2.1906 24.4.1867 24.1. 1933 Salo Brauer 28- 2.1921 26 7.1856 5. 2.1933 S pinoza-Loge Hugo- Baendel 30.1.1913 27.3.1873 22.1.1933 Berthold T i m e n d o r f e r - L o g e Max Loszynski 7.3.1920 | T8-12. 1872 5.1.1933 Ehre ihrem Andenken! es eine wichtige l.ogcnarbeit der Gegenwart und der Zukunft sein, den Brüdern imitier wieder das große historische Wort; „Nichts für sich, alles für die Gesamtheit." ins Bewußtsein zu bringen, das, rirhtig erkannt und befolgt, unserer sozialen Arbeit eine gesunde Grundlage geben und Kräfte für die eigentliche l.ogcnarbeit freimachen kann. Maretzkis Warnung, daü bei l'ebcrw iegen der Wohlfahrtstendenz. die anderen Ziele, die geistigen und die erziehlichen, an Bedeutung verlieren werden, bedarf einer Erläuterung: Dieses Wort ist nicht ganz verstanden worden. Est ist nicht in irgendeiner pädagogischen Eorm auf die Erziehung der anderen Brüder anzuwenden, sondern es fordert die Selbsterziihung zu brüderlicher Gesinnung, zum Wohlwollen, zur vorurteilslosen Beurteilung des anderen Bruders, zum fieundschaftlichen Verhalten und zum Entgegenkommen jedem Bruder gegenüber. Das i't das höchste Ziel: bei aller Wcsensverschiedenheit der Einzelnen doch ein harmonisches Ganze zu bilden. So sind wie Br. Mannheim ausführte >— Maretzkis I.ehren noch heute grundlegend und bestimmend für unsere Logenarbeit. Aus ihrem Ideengehalt werden die Logen auch für die kommenden Zeiten die Kraft schöpfen, ihre Aufgaben zu erfüllen. ( Br. VizcgroUpräsiilcnt Walter ergänzte die Ausführungen durch eine Schilderung seiner persönlichen Beziehungen 'zu Br. Maret/ki. der ihn erst auf sein eigentliches Arbeitsgebiet. die unparteiische jüdische Jugendbewegung,, hingewiesen habe. Er bestätigte, daß von Großloge und Logen die I'rage der Gcinütsausbildung im Sinne Maretzkis noch heute als das wichtigste Problem der (Irdensarbeit angesehen wird. Brüder werbt für Euer Logenhaus! Unser Haus ist das wirtschaftliche Rückgrat der Berliner Logen. Wer unser Logenhaus fördert, fördert die Arbeit der Berliner Logen, stärkt die Mittel, die wir zur Durchführung unserer sozialen Arbeit dringend benötigen. Wir bitten unsere Brüder, alle ihre Veranstaltungen, Familienfeiern usw. im Logenhaus auszurichten. Alle Brüder, die in jüdischen Organisationen mitarbeiten, müssen sich dafür einsetzen, daß die ihnen nahestehenden Vereinigungen ihre Tagungen und ihre Feste in unseren geschmackvoll renovierten Räumen abhalten. Unser Haus bietet den besten Rahmen für jede Veranstaltung; es dürfte bei der gegenwärtigen Zeitlage angemessen sein, gerade jüdische Veranstaltungen in jüdischer Umgebung abzuhalten. Unsere Preise tragen den Zeitverhältnissen in weitestgehendem Maße Rechnung. Der Ausschuß für die gemeinsamen Angelegenheiten der Berliner Logen U.O.B.B., _ Norden. Zustellung der.Monatsschrift Wir Lullen höfliehst, hei Mitteilungen über Adressenänderungen stets ainh die alte Adresse und Logenzugehöfigkeit anzugeben, damit Doppel/usteliungen der Monatsschrift vermieden werden. Kvpedition der „Monatsschrift“, Berlin \V62, Kleiststr. K) Dem Orden gehören nicht mehr an: Montefiore-Loge: Dr. Edmund Berger. Tempclhof, llohenzollernkorso. 1). Emil (I;i Ile w i ki. NW. Tile-Wardenbergstr. 29. Albert Schlesinger. S ö9, Urbanstr. .‘CI Adolf W e i n b e r g , NO IR. I'riedenstr. IS: I.eo Dan-ziger. Ci. Klosterstr.;19. Jaenli A reiid t , W lö. Konstanzer Str. Spinoza-Loge: Dr. Dagobert Klater. W lö,' l'hland'tr. -Kl JE Akiba Eger-Loge: Martin W » I B t e i n . W lö, Brandenburgisehestr. 39. >

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