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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1932-11-01 · 8 (11.1932) · p. Seite 76

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
12 (1932-1933)
Issue
8 (11.1932)
Date
1932-11-01
Page
Seite 76 (sequence 4)
Language
German
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Seite 76 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr 8 führen. Besonders habe ich persönlich mit jedem Bruder, der 'ich meinem Liniluß nicht völlig entzogen hat. in unermüdlicher An-trcngung um die Lrwcckung die-.es . Brudergeistes gerungen, jedem nahezubringen versucht, daß all mein Tun t «n Bruderliebe getragen ist. und habe jede» zu bewegen ver- -iK ht. mir und allen Brüdern die gleiche brüderliche Gesinnung entgegenzubringen, diese Gesinnung bei jeder meiner Hand hingen \or.ius/ii't t/cn und jeder eigenen Handlung untcr/u legen. Ls steht mir nicht zu. ein l'rtci) darüber äu-zuspi ei hi n, >b diesem meinem Streben ein ernsthafter Erfolg bescliiedett gewesen ist: aber das darf ich doch vielleicht in alter Be ln idenheit und in richtiger Kinschatzung der eigenen Lei -tung und der des Beamtenrate' sagen) die grundlegenden Voraussetzungen" dafür. - daß unsere liebe Montefiore-Loge eine Loge ui diese- Worteeigentjich-ter Bedeuturtgn «erden kann, -ind von uns ge-cha/fen worden. Ls «ird an Ihnen sein, ob der W eg. den wir Sie geführt haben, und au< h im neuen Ter •im zu luhren entschlos-eti sind, zu dem Ziel fuhrt, das.durch ■ l Wort Loge'. ..brüderliche Gemeinschaft" gekennzeichnet t-: bo i-t niuin ITograimn für «len zweiten Logentermin, den all mitdem "Br.Hr. Beamten zu leiten haben «-erde, sofern u h von einem -oh lu n in die-er Stunde überhaupt -prechen «dl. nicht mehr ein Programm für mich und die Beamten, -midi rn ein Programmlür Sie. meine lieben Bruder. Li-t ein \ppel! an Sie I leim wenn ich eben -agte. daß die grundlegenden Voraus-etzungen tür tleti Wietieraufstieg der Montetiott L.oge von un> ge-ehatten worden -ind. und diese Geber . < iigtmg 'rtzt mit dem -tofz.eti Bekenntnis wiederTude: ..I>i<- Vonieiiore-l.oge lebt wicdi r!' s.» i-t dies, aut Sie. meine lieben Brüdi r. bezogen. ’ vorläufig nicht inehr aldie Feststellung. daß Sie steh von uns haben fuhren l.i—i n. daß Sie inehr od'-r «ringer «illig un-eren Weg mit unmitging« n. leb -pff he es mit aller Deutlichkeit und Lhrliehkcit au-, tlaß iln-st-- bloße Mitgehen auf t)em von uneingeächl.igenen Wege nicht au-reichend i-t. daß wir ln dein zweiten Jahr« un-crer \t• z-tuhrung Ihre restlo-e Mitarbeit untl Initiative brauchen. ■zenn ir uns mit dem bi-lur Erreichten nicht begnügen, son m di«, l.oge ,etter vorwärt- und aufwärtführen wollen Stilb:und :-t immer Rückschritt. Wir Beatme haben das Maxiiiuiii <h.. « awir -u leisten iin-tande -md. an die Arbeit Dem Orden gehören nicht mehr an: Deutsche Reichs-Loge: I B r « i . r d t. W'ffl. Regensburger Str. '.'ä Montefiore-Loge: "1.■ 11;. 1 ■; c Biet Wihnersdojt. Hin-cr Str. .’i Spinoza-Loge: Ludolf M ..er Wilnier-dorf. Jenaer Str. 23. - 1 ir , Stephan Wc-ttnann. NW 8T. Altnnaer Str. 7. Abraham Geiger-Loge: Dr Gi.cg llir-i litclil. <''2. Kaiser-Wilhelm Str. -V.t. Max Rose. Gharl. boor-tr. >c UNSERE TOTEN Der Orden beklagt den Heimgang folgender Brüder: Name Eingetret. Geboren Verstorben Deutsche Reichs-Loge Louis Wachsner 8. 5. 1918 3 7. 1864 10 10. 1932 M o n tef iore-Loge Paul Baumann 22. 10 1907 1. 3. 1870 10.10.1932 Carl Borchardt 4.12. 1917 25. 3. 1863 17.10.1932 Harry Meyerstein 24 Iß. 1920 30 8. 1881 26.10.1932 Ehre ihrem Andenken! für die Loge gesetzt, wir werden das auch im neuen Termine gewi tun. An Ihnen, meine lieben Brüder, aber ist es nunmehr, Ihr Maß an Mitarbeit und echter Logengesinnung auf die Hohe zu bringen, die die Vorbedingung für eine glückliche Fortentwicklung auf dem eingeschlagenen W'ege ist, und ohne die wir nicht nur in dieser Lntwicklung stecken bleiben, sondern das Lrreichtc gefährtfen werden. Ich rufe Sie, meine lieben Brüder, alle in dieser Stunde zu i\i/r Ver-tärkung Ihrer Logenarbeit auf ilriifa«.'hem Felde auf. Ls ist eine der Enttäuschungen meines ersten Präsidentschaftsjahrej gewesen, «laß der Logenbesuch im abgclauleiien Termin nicht die Steigerung erfahren hat, «lie ich erwartet habe. Ich lwbe in diesem Punkte die attraktive Kraft des Geistigen und degutOn Willpns überschätzt. Gewiß, «iic Kahl der die Sitzungen regelmäßig besuchenden Brüder ist größer und konstanter geworden; aber c* stehen noch immer unendlich viele abseits, von denen ich weiß, daß sie im Innersten echte Bne Briss, mit Orden und Loge eng verbunden sind. Diese vielen zu uns hierüber, an uns heran und in unsere Logengemeinschaft htneinzuziehen. ist die Aufgabe, die im heute beginnenden Termin vor Ihne n. meine lieben Brüder, steht. Sie sollen iji diesem Jahre al- Ajsastel der Logenidee zu den Brüdern draußen gehen urzf ihnen die ..frohe Botschaft“ verkünden: ..Die Montefiori -I.wge lebt. un«l es lohnt sieh, in ihr und mit ihr zu leben, in ihr und mit ihr zü arbeiten '. Wir im Beamtenrat «erden für diese Ihre unabweisbare Aufgabe die organisatorische Form suchen untl in gemeinsamer Beratung mit Ihnen finden. Ihre Aufgabe aber wird es sein, diese Arbeit zu leisten. Sie könjien sieh ihr nicht entziehen!, und Sie «erden durch ihre Erfüllung zu beweisen haben, tlaß Ihre Liebe und Treue zum Orden mehr als ein Wort, tlaß sie Bekenntnis und Willen zum Aufstieg und zur Verwirklichung sind. Voraussetzung . dafür, daß dieser Ihrer Werbetätigkeit iinter «kn an der Peripherie stehenden Brüdern Lrlolg bc- -i hied«i ist. ist jedoch ein /.«fites. Mit Lrlolg «erben, über- /.eugeml wirken, kann immer nur der, der selbst an die Sache, die er vertritt, glaubt. ..Wenn Ilir’s nicht fühlt. Ihr werdct's nicht .erjagen". Mein zweiter Aufruf wendet sich daher an Ihre Glaubenskraft, an die Stärke Ihres Vertrauens zu den Brüdern. Ich fordere von Ihnen, daß Sie im neuen Logen lermin in einem viel stärkeren Maße als bisher an die brüderliche Gesinnung der Menschen, die Sie Ihre Brüder nennen, glauben. Ich habe in dem Jahre mit tiefer Lnttäuschung und lif^orgnis wahrgenoinmeii. daß e> vielen unter uns immer noch an «lern Grade von Vertrauen zu den einzelnen Brüdern fehlt, ohne daß einer Gemeinschaft wie der un-rigen je«le seelische Basis entzogen ist. Voraussetzung für ein Wirken im Bruderkreise ist da- Vertrauen zu der menschlichen Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit deanderen. ..Beurteile jeden .Menschen nach seiner besten Seite!" ist ein wcisheitsvollcr Satz aus den Sprüchen der Väter unseres Volkes. Ich möchte diesen Satz, auf unsere Logengemeinschaft angewandt, «lahin int«rpr«tiercn. daß es Pflicht eines Ben Briss ist, in jedem Bruder bis zum Beweise des Gegenteils einen Menschen von anständiger und ehrlicher Gesinnung zu sehen, daß edaher nicht angeln, im Bruderkreise den*anderen mit Mißtrauen und dem Verdacht nicht ausgesprochener Absichten zu umwittern. VersUiße nach dieser Richtung sind leider aus unserem Kreise noch nicht völlig verschwunden, und sie sind eine der l'r- -achen. «laß der engebrüderliche Zusammenschluß immer noch nicht ganz gelungch i-t Ich rufe Sie also alle zum Vertrauen in «lie brüderliche Gesinnung des anderen auf. l,ch bringe dieses Vertrauen Ihnen allen entgegen, ich kenne in d«r Loge keine Scheidung nach irgendwelchen Gesichtspunkten und Gesinnungen und habe daher ein Recht zu fordern, daß «lies«- Vertrauen in allen Beziehungen der Brüder geschaffen «ird ln eine von solchem Vertrauen getragene .Gemeinschaft «ird es wahrscheinlich nicht schwer sein, die noch draußen stehenden Brüder hineinzuziehen; einem solchen durch Vertrauen mi die Aufrichtigkeit erfüllten Kreise werden aber klein und gern auch neue Menschen sich einzugliedcrn bereit sein. Denn das ist das Dritte und Letzte, was ich von Ihnen in «lieser Stunde fordere, was mein Logenprogramm für -S i e im neuen Termine ist: Werbung für die Loge und - C

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