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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1931-08-01 · 5 (8.1931) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
11 (1931-1932)
Issue
5 (8.1931)
Date
1931-08-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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derBEBIJNE O« ENU.O.BR BERLIN W 62, KLEISTSTR. 10, LOGEN HAUS 11. JAHRGANG AUGUST 1931 NUMMER 5 T Gedächtni';worte für Schwester Ernestine Eschelbacher 1 od „Was soll ich sagen? Un.« Wie soll ich klagen? Er Wie soll ich das schwere I. die Familie, unseren Schwestern-V sehe Gemeinschaft betroffen? Der Kreise hinweggerafft. Wohl bangte ewigen Schlafes Schatten hatten Schritt für Schritt konnte der graben, bis sie nach wochenlanger i Schicksal sanft und ruhig erlag! Schwester verloren, in der Blüte gangen, so manche geistig Große für das Judentum, und manche, serer Schwesternschaft gekämpft immer ein beseeligter Trost, daß stern-Verhandes uns gehlieben, glci erbielige Scheu dem Todesengel, /.u berühren, als hatte eine unsich. teure Haupt unserer all verehrten, gewacht. Nun ist sie, die ein gan gegangen. Man setzt keine Denkmäler d< i halten ihr Andenken der Nachwell Ernestine Eschelbacher ist vor getrennt; im Geiste bleiben wir ei ren, die sie hinterlassen, sind un' < sie ausgestreut, unzerstörbar, ihres Geistes, die Taten ihres Ile' richtigen Menschenliebe. Wer ihr näher trat, empfant Persönlichkeit, wer in ihre Sech; in ihr den liebenswerten Menschcft ter. Sie war eine Frau von Ewig ihre innere Frömmigkeit durchlei durchwärmten ihr Leben und das liches Verhalten wird sie für ewi serer Schwestern-Vereinigungen st und als Mensch immer zu denen können, sie besessen zu haben, c löschen, sondern höher steigen wi ren müssen. ist so weh um’s Herz! lagt so tief, der Schmerz!“;id in Worte kleiden, das erband und die ganze jüdilesten Eine ist aus unserem n wir um ihr . Lehen; des :;ich über sie gebreitet, nur ihre zähe Natur unter- Ringen dem unerbittlichen Wir haben schon manche ler Jahre sind sie dahingemanche tapfere Streiterin die für die Interessen un- Aber es wur uns noch die Führerin unseres Schvvechsam als wehrte eine ehrsere Ernestine Eschelbacher bare gütige Hand Uber das geliebten Ehrenvorsitzenden er Mensch gewesen, duhinn Gerechten, ihre Tuten cruns geschieden, aber nicht g verbunden, denn die SpuerwrpK'hbar, die Sauten, die bleiben die Schöpfungen ns, die Werke ihrer aufden ganzen Zauber ihrer schauen konnte, erkannte den festgefügten Charakveitswert. Ihre Herzensgute, chteten ihr ganzes Wesen, ihrer Lieben. Ihr schwesterweiten an die Spitze uni Uen, sie wird als Schwestor ihlen, auf die wir stolz sein eren Bild bei uns nie veri|-d, je mehr wir sie entbeh- Auf ihre weitverzweigte Tätigkeit im Schwcstern-Verhnnd sowohl wie in der jüdischen .Gemeinde, auf nllen sozialen Gebieten hin/.uweisen,''unterlasse ich liier; alle Brüder und Schwestern linbpn ihre umfassende Arbeitskraft immer zu würdigen gewußt. . . < f Die Pietät ist eine der edclsteh Blüten kultivierten Menschentums, nur kleine Menselyen beugen /sich nicht in Ehrfurcht vor den Großen, .die iin Grabe ruhen. Das Bild schöner Menschlichkeit, das unsere Schwester Ernestine Eschelbacher im Leben bot, soll niclrt ein Traum der Vergangenheit sein, dem wir nnchwciiicn, sondern ein Idcul der Zukunft, dem wir zusteuern, Darin liegt das Versöhnende mit der Schwere des Geschicks, und ein verklärender Schimmer breitet seine Flügel über die Trauer. So grüßen wir ihre Manen, beugen wir unser Haupt vor ^hrer unsterblichen Seele! Heilig und teuer sei uns ihr Gedächtnis. ... c , " Minna Schwar-z. Unser Logenhaus . ^ir biflerv die Brüder, die ’ |nebensfehende Anzeige '.. )■ „,Dä£ jüdische Haus Berlins' preundlichsf zu beachfen. Wir fordern das Interesse, unserer Brüder für unser l.ogcnhaus, das wirtschaftliche Rückgrat unserer Logen! Wir bitten unsere Brüder, alle ’ ihre 'Veranstaltungen, Familienfeiern usw. im Logenhauscauszurichten. Alle Brüder, die in jüdischen Organisationen miturheiten, müssen sich dafür cinsclzcn, daß die ihnen nahestehenden Vereinigungen ihre Tagungen und ihre Feste in unseren geschmackvoll renovierten Räumen abhalten. Unser Haus bietet dün beißen Riihipcn für jede Veranstaltung und es dürfte bei der gegenwärtigen Zeitlage angemessen sein, gerade jüdische Veranstaltungen in einem jüdischen 1 lause, in jüdischer Umgebung abzuhalten. Unsere Preise tragen den Zeilverhültnisscn in weitgehend-' stem Maße Rechnung. Der Ausschuß' für die gemeinsamen Angelegenheiten der Berliner. Logen Ij.O.B.B., Sielte Anzeige! N o r d p n. 1 : I Anialgt BRÜDER-VERLAQSGE BERLIN W62, KURFÜR FERNRUF: B 5 BARB rwiltung: SELLSCHAFT M. B. H. STENSTRASSE 115/16 AROSSA 4760 U. 9181 Unsere Zeitschrift druckt: ARTHUR SCHOLEM / BUCH- U. STEINDRUCK BERLIN SW68, ALEXANDRINENSTRASSE 134 FERNRUF: Fl, MORITZPLATZ 4286 / I I .

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