Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 10 (1930-1931)
- Issue
- 12 (3.1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 211 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. O. B. B. Seite 211 Geheimrabatte, Rückvergütungen, Sonderzuwendungen tisw. (Die großen Bctricbsstoffgqscllschaftcn mit ihren Zapfstellen sind davon ausgenommen.) Soll da der ganz kopflos gewordene Autolinlter nicht mißtrauisch werden? Bei dem Rcifenhündlcr dasselbe. Häufig ist auch nur der Betriebsstoff und die Bereitung gut, bei welchem der betreffende Händler bei dem d'bnuffeur durch eine entsprechende Provision dieser Clter/eugmjig Nachdruck verleibt. Dann die Werkstätten, machet'. Ahnungslos bringt Reparatur zur Werkstatt u erhalten, aber da stellt cs Es ist wie beim Arzt und l hrniau den Wagen zu einer kleinen id hofft, ihn am \hcnd wieder zu ich heraus: die I.ager, die Kolbenringe, die Ölung, die Slcmjriuig; kurz, eine Generalreparatur r/.ichtet mau für eine Woche auf Wagen, um ihn nach weiteren drei zuriickzucrlialten. die oft über ist notwendig. Seufzend v den so dringend benötigten Wochen mit einer Itethnui 1000 R\l. beträgt. Nach alledem soll man als l.aie (und das sind ja in der Mehrzahl die kommenden Autohcsilzcr) noch freudiger Kraftwagenbesitzer sein? Mult man sich wundern, wenn nach all diesen Erfahrungen der einst so frohe Autobesilz.er glücklich ist, wenn er den Wugeu nicht mehr sieht und sich bemüht, ihn um jeden Preis loszuschlagen. Die ständigen Verkaufsanzeigen von nur kurz gebrauchten Privatwagen aus Privathand geben doch zu denken. Das ist nicht allein durch Geldmangel zu erklären. So wird häufig aus dem Autofreund in kurzer Zeit ein Verächter, und diesen wieder zu gewinnen, ist sehr schwer. Natürlich gibt es vorbildlich geleitete Unternehmungen mit geschultem Personal, aber ihre Zahl ist zu gering. Was ist Service in Amerika? Blicken wir nach dem! lande, wo jeder fünfte'Einwohner einen Kraftwagen besitzt undwo dennoch die gewaltigen Produktionsziffern der Aulomobilfabriken ständig ansteigen. Wie steht cs da mit dem Mißtrauen? Es existiert kein Mißtrauen, sondern ein unbedingtes Vertrauen, und wehe dem Iländlcp, der, dieses yertrauen verloren bat, er kann mit Sicherheit' sein Geschäft zumachen. Der Autobesitzer sieht dort im Aulohündlcr ünd Autopfleger seinen guten Freund, der immer bereit ist, ihm zu helfen und ihm mit Rat und Tat beizusteheu. Er hält, was er verspricht und verspricht nicht mehr und nicht weniger, als er auf jeden Fall auch halten kann. Das in Deutschland zur Phrase gewordene W’ort ..Service“, das heute jedgr kleine Händler schonim Munde führt, übersetzt man in Deutschland mit Schönreden und nur zu oft mit leeren Ycrsptcghungcn/ statt wie in Amerika mit „Dienst“, und Dienst kommt von „dienen“, und nur wer dem Kunden tatsächlich dient, der „verdient“! Wie liebevoll nimmt sich der amerikanische \ erküulor seines eventuellen Kunden an, macht ihm eure ehrliche Kalkulation auf, rechnet ihm genau vor, ob pnd wie sich durch die Motorisierung’seines Betriebes eine Ersparnis ergibt, ja, er rät ihm oTlen ab, kann das Fahrzeug noch nicht rationell uusgenutzt werden. Er hält seine Eieferzeitert^strcng ein, ist sie nicht kurzfristig, stellt er ihm für die Zwischenzeit einen Ersaizvvagen zur Verftyping. Kommt der Wagen dann in die Ilahd dtfs Käufers, so ist er rüc)tsicht/slns auf alle Schwächen bin ausprobiert, und es müssen nicht nach einem ..fahr kostenlos zu Fasten des Lieferwerkes andere. Werkteile eingebaut werden. Wie hilfsbereit man in den Garagen bedient wird, welcher Komfort, der oft mit nur geringen Kosten verbunden ist, einen erwartet (Waschraum, Sauberkeit us'vv.), davon kann jeder, der die Vereinigten Staaten mit dem Kraftwagen durchquert hat, ein hohes Lied singen. Und der Amerikaner tut es nicht der schönen Augen scifics. Künflen -wegen, er weiß, das ist Bauausführungen <axidi im geringsten Umfange) Wohnungsveränderungen Maurerarbeiten < Fassadenputz Beratung u. Gutachten ( Hausverwaltungen j ADOLF COHN Architekt und Baugeschäft Berlin W15, Joadiimsthaler Str. 13 Jl, Bismarck 5147 und 9633 Langjähriger Beisitzer beim Mieteinigungs« u. Mietschöffenamt Grosse Kapitalien FÜR ERSTKLASSIGE HYPOTHEKEN HABE ZU GÜNSTIGSTEN^ ' BEDINGUNGEN ANZULEGEN ADOLF BEWALD ' 1 BERLIN W 8 1 JAGERSTRASSE 61a TELEPHON: MERKUR 4635-37 Betrifft Zeitunstzuftellung Aus Mitgliederkreisen sind verschiedent* lieh Beschwerden an uns. gelangt, weil'die Zeitung nicht, zyigesfellt worden ist. Wir machen daraut aufmerksam, daß in solche^ Fällen die Beschwerden nicht an uns, Sondern an Häs betreffende Zustellpost« amt gerichtet werden müssen, das dann die fehlenden Stücke anfordert. Tn den meisten Fällen genügt es auch, wenn dem Briefträger diese Meldung gemacht wird.