Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 10 (1930-1931)
- Issue
- 11 (2.1931)
- Date
- 1931-02-01
- Page
- Seite 189 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 11 MONATS SCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. O B. B. Seite 189" Gesetze der Wert unseres Daseins seinen inneren Gehalt ver lierl, und das Leben zum Schein heral »sinkt“. Sie sehen: die Generationen verstehen sich! Jn solcher Auffassung dttrfcn Sie atu Vormittag der Arbeiten von zwei Jahren in Ihren Betrachtungen gedenken Schwere der Zeit mit leichtem Herzen gend ist durch ihre eigene Elastizität ir und abends trotz der tanzen. Denn die Jugewissein Sinne zeitlos und — Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Ihnen die herzlichsten idabteilung sind nun- Zeit sind vier weitere , Als zum ersten Male zusammcnzuschließen, In solcher Auffassung spreche ich Wünsche der Großloge aus.“ Sodann nahm Hardi jSwarsensky das Wort zur Festrede. Seil Gründung der ersten Jugc 1 mehr zwei Jahre verflossen. In dieser Jugendableilungen gegründet worden, der Ruf an die Jugend erging, sich waren die in der Mehr;:ahl, die die Möglichkeit eines Arheitens der Jugend im Sinne der Log« n bezweifelten. Diese zwei Jahre haben aber den Beweis dalür erbracht, duß auch die Jugend schon in der Lage ist, d;m Logengedanken zu dienen. Man hat zuerst, da alle als F emde sich gegenüberstanden, mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, heute aber verbindet das Band gemeinsamer Interessen nicht nur die Mitglieder einer Jugendableilung untereinander, sondern heute sind bereits durch die allnonatlich veranstalteten gemeinsamen Vortragsabende und Tanatees alle Jugendabteilungen miteinander bekannt. Die in insercn Kreisen stattgehabten Auseinandersetzungen über all; möglichen im Augenblick wichtigen Fragen zeigen, wie dir Jugend sich bemühL ernsthaft an ihrer Weiterbildung zu arbeiten. Vorträge übet* jüdische Themen wie Bibelerklärung, Piläslina, jüdische Feste, Diskussionen über den Friedensgedankcr und Uber Logcnfrugen weisen darauf hin, daß man sich auch mit Dingen, die geraeje für uns als Logenjugend besonders wiilitig sind, auscinanderzusetzen versucht. Auch an der sozial« n Tätigkeit der Logen haben die Jugendabteiluqgen durch Beteiligung an den Abenden in der Toynbee-Hallc mitgeholfen. Darüber hinaus werden wir versuchen, in den Warmen Stuben, die die Jüdische Gemeinde unterhält, durch Vortrüge Arme und Hilfsbedürftige zu erfreuen, ln der Folge gilt es, das Erreichte zu vertiefen und den. Kreis der Aufgaben zu «^weitern. Zwei Jahre sind nur eine kurze Spanne Zeit in der Entwicklung einer Gemeinschaft; die Jugend selbst sieht ihre bisherige Arbeit nur als einen Anfang an; sic ist aber entschlossen, im Sinne des Logengedankens tatkräftig weiterzuarb« iten. Frau Bertha Marcus ermahnte Logenidealen der Brüderlichkeit und Wie sich Menschen gefunden haben, die sich als Wegbereiter für den Aufbau Palästinas gefunden haben, so sollte die Logenjugend der inneren Befriedung de ’ menschlichen Gemeinschaft dienen. Die Jugend wird diese t Ziel erreichen, wenn sie das Bibelwort stets in den Augen bdiült: „chasak weemuz“,' seid stark und fest! j Im Namen der anderen Jugendabtei Hansi Borchardt die Jugend der zweijährigen Bestehen. Die Spinozajug: ungen beglückwünschte jpinoza-Loge zu ihrem;nd sei immer den anderen Abteilungen ein Vorbild gewesen. Von Anfung an habe die Jugend betont, sie wolle nicht a t erden. Die Jugend sei zusammeng« kommen als L o g c n jügend und sei sich der damit für gaben und Pflichten bewußt gewesen gend zu ernster Arbeit erziehen, damit wir dem Orden in gewisser Zeit weiter werden beweiset gearbeitet und gelernt wird, so daß können, daß man uns dafür hält, was wir in Wirklichkeit sind, und wus wir sein wollen: de' Grundstock für das fernere Bestehen des Ordens Bne Bri;s und die Quelle des Nachwuchses, den der Orden braucht.' die Jugend, nach den Eintracht zu streben. s Tanzklub angesehen sie verbundenen Auf- „Wir wollen die Jukönnen, was bei uns wir dadurch erreichen Herr Martin Jaffe führte aus, daß die Tätigkeit der Jugend von ihm mit großem Interesse verfolgt wird. Er begrüßte die Absicht, weitere Jugcndahlcjlungcn in denjenigen Logen zu gründen, in denpn man -sich bisher dem Gedanken einer Jugcndubleilung ablehnend verhalten hat. Eine Anerkennung für ihre Tätigktul finde die Jugend in dem Schreiben des hochwUrdigcn Großp ’äsidcnlcn Rabbiner Dr. B a e c k, den leider am Erscheinen ve hindert ist. „Lassen Sie“, so führte der Redner aus, „nicht mich in Ihrer Arbeit, seien Sie dankbar Ihren jungen Führern un:l unterstützen Sie dieselben mit ganzem Herzen,- Sie haben gezeigt, duß Sie Wohltun üben können. Pflegen Sie, wenn Sie ins Leben treten, auch «lie beiden anderen Logenideale Bruderliebe und Eintracht.“ Namens tler Spinuz. a-l, oge ühcrhrachlc «leren Präsident Dr. Fritz G o 1 d s .• h m i d t seiner Jugendabteilung die herzlichsten Glückwünsche. Als Prüsiilcmt, iler Loge stehe er' vor der Jugend als «lei Repräsentant der allen Generation. Dennoch fühle er sich u s zu jhnen gehörig. Auch er ist der Sohn eines Logenbruder;, der vor einigen Jahren der damals noch nicht organisierter Logenjugend angehörtc. Möge das Gefühl der Vcrbbndenhe t zwischen Loge und Jugend uns di« Gewißheit geben, daß de:-Logengedanke weilerlebt. In nächster Zeit wird die Spinoza-Lage geschlossen an einer Sitzung der Jugendabteilung teilneluiicn; Möge die Zusammenarbeit gute Früchte tragen. Vizepräsident Mosel ius (D. R. L.) ühcrhrachlc die Grüße des Berliner Logen«erluindes. Er weist auf den uralter« Konflikt zwischen Alter und .lugend hin. Das letzte Molii dieses Konfliktes ist die Enttäuschung des Jugendlichen, der die Unzulänglichkeit aller menschlichen' Einrich-’ langen erkennt und diese verbessern w ill; Dieses .Streben «uidi Verbesserung bestehender Zustände teilt die Jugend mit den Männern, die sich seit! Jahrtausenden iu den Menschheit.sbündeh, zu denen auch der Orden Bne Briss gehört, zusainmciifindcn. Das Ziel ist ulso bei der Jugend und «len Logen- hrüdern das gleiche, dvrj XVeg allerdings scheidet die Geister. Jugend will Resolution, jKommunismus, radikalen Eingriff von außen. Der Logenbruder’ bat gelernt, daß Verbesserung menschlicher Zustände pur dadurch zu erreichen ist, daß sich ein jeder bemüht, selbst;,ein Besserer“, zu werden. Aufgabe der Logen, jugend Ist es, die Jugend soin ersten zum zweiten Wege zu führein und so Jugend und Alter zu versöhnen. | . Für «lus Komitee für die auswärtigen l.ogeukinder sprach Frau Margarete F r i e «^ «lie darauf hinw ies, daß die Arbeit des Komitees nur in engster Fühlungnahme mit den verschiedenen Jugendgruppen sich erfolgreich auswirken kann. Möchte es der Logenjugend gelingen, den Logengedankcn zu erfassen, damit sie dereinst Wohltun, Brüderlichkeit un«l Eintracht zum Segen der jüdischen Gemeinschaft in die Tut umselzt! Die eindrucksvolle Feier wurde durch einen X iolinvortrag von Fräulein Tamara, k r-u m e r beendet. n. Dem Orden gehören -nicht mehr an: Berthold Auerbach-Loge’: Adolf Gold mann, W 30, Schwäbische Str. 11. Fritz R o s e n f e 1 d, W 30, Rankeslr. 6. Rechtsanwalt Dr. Arthur Brandt, XV 50, Tauentzienstr. 12. Sanitätsrat Dr. Wilhelm F-jei 1 ch enf cid, Charl. 2, Berliner Straße 153. Dr. Arthur Gliksmunn, NO 18, Landsberger Allee 30. Bruno H e c h t-, Tempelhof, Kaiserkorso 4. Spinoza-Loge. Professor Ludwig F. M e y e r, W 35, Genthiner Str. 19. * Timendorfer Jubiläums-Logc." Martin I, «> w i t z, New York.