Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 10 (1930-1931)
- Issue
- 10 (1.1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 173 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Seite 173 Neben all diesen wichtigen Betätig Moment, das unsere Arbeit als wichli.; sogar als erforderlich erscheinen läßt: lade in heutiger Zeit gehl der Prozeß schnell vorwärts. Wieviele haben doch keine andere Ahnung und Wissen, als mitunter Vorwürfe gemacht werden. Es gibt wohl heule eine jüdische J tum in Deutschland neu beleben will, keineswegs ist es nur die zionistische rhytlunus, .der älteren Menschen nicht n sind die der „Jugendbewegung“. Weite gend aber stehen abseits, uninteressic i harrend. Auch hier muß die Arbeit setzen, um mit all den anderen Fordcru ingen steht noch ein und notwendig, ja, unser Judentum. Ge4 des Vergessens sehr von ihrem Judentum daß ihnen deswegen ugehd, die das Jtidcn- Ahcr diese Jugend — — hut einen Lcbenshr liegt, ihre Formen Kreise jüdischer Jut, im Vergessen heiler Logenjugend cini gen die eine zu erfüllen, die Voraussetzung ist und selhsl\erslüridlich sein sollte: unser Judentum lebendig 'zu erhalten. Auch wir wollen in unserön Heiken keine Politik treiben; fern sei uns jeglicher Hader und Zwist. Was wir wollen, ist, das alle Einigende betonen! Das 1 können wir nur dann, wenn wir um unser Judentum wissen. Es gilt hier Bildungsarbeit zu feilten. Das ist in kurzen Zügen unser Programm. Im Laufe des letzten Jahres sind neben "den -schon älteren neue Jugendabteilungen' hinzugekommen, alle befinden, sich im Anfangs- Studium. Gerade durum ist eine'klare Zielsetzung gut. Nicht von allen Seiten in Logenkreisen ist die Gründung von Jugendubteilungen begrüßt worden. Vielleicht ist es durch diese Zeilen gelungen, die Zweifel, die gehegt wurden, zu zerstreuen, und neue Freunde und .Anhänger für unsere Aufgaben zu gewinnen. 1 I 11. Sw a r s e n s k v. Aus unseren Institutionen Vc m Mütter- und Säuglingsheim Am 20. Dezember fand im Mülte; des Frauen« ereins der Berliner Lögest L Chanukkuh- Feier , stall. Es wi Mitglieder unseres Haukes, Schwester i, ter und Personal, eine erhebende Feier, Gäste, die ihre Liebe upd ihr Interess: zum Ausdruck brachten. Nach Anztti) - und Säuglingsheim .O.B.B. die diesjährige ’ nicht nur für die Schülerinnen, Mütsondern auch für alle für das Mütterheim den der Lichter und dem Singen des Chanukkah-Liedes ei folgte die Begrüßung und Säuglingsheims, auch einen Rückblick durch den leitenden Aifzt des Müller l)r. Sleinhurtcr, der gleichzeitig auf das vergangene Jahrj gab und seinen Mitarbeitern, Schwestern und Schülerinnen I seinen herzlichsten Dank zum Ausdruck brachte, in gleicher Weise den leitenden Persönlichkeiten, insbesondere Fraju Minna Schaar/., die den Acrzten und Schwestern du^ch ihren Schul fblick und ibren weilen Blick für alle Erfordernisse der Arbeit ihre Aufgabe stets erleichtert hut. Dunk vieler Gönner konnten reichliche Geschenke alle Bewohner des Hauses verteilt werden, wobei wie in jedem Jahr die Werbekraft einer Dame, die stets ungenannt sein will, sieb besonders bewährte. Dann vereinigte die Anwesenden eine Festtafel, die in gleicher Wese durch Spenden unserer Freunde uusgestatlet war. Frau Vinna Schwarz, Frau Rubbiner Esch eibuche r, Dr. Josef Hirsch, Frau Karn i n s k i und Direktor H o r w i t z hielt;n Ansprachen, die auf die ernste Arbeit, die Erfordernisse u id geistige Einstellung unseres Hauses Bezug nahmen. Den Schluß bildete ein heilerer Teil, Vorträge, Musik und Pantomime, von den Schwestern und Schülerinnen in entzückender Weise dargeboten. . L'm aber auch in dieser kurzen Ausführung den Berliner Schwestern und Brüdern einen Ueberbfick über die Tätigkeit zu geben, führen wir an, daß im Laufe des vergangenen Jahres in zwoi Terminen insgesamt elf1 Schülerinnen ihr Staatsexamen mit dem Prädikat gut und sehr gut bestanden, daß im Mütter- und Säuglingsheim 38 949 Verpflegungslagc gegeben wurden (23 706 Kinder und 15! 143 Erwachsene). Täglich werden zirka 1800 Stück Wüsche in der elektrisch betriebenen Waschküche gewaschen. 242 Säuglinge sind im verdreimal Zwillinge, 203 Kinder und 11 Schwangangenen Jahr uufgenommen, darunter Mütter mit Kindern und 20 Mütter ohne gere. Der Gesundheitszustand wur ii sgesamt als guter zu bezeichnen. L'm die weitere Ausdehnung unserer Arbeiten zu umfassen, sei der § 1 des neuen Stutu Der Verein führt den Namen: Fraijen-Verein Logen U.O.B.B., eingetragener Verein. s wiedergegeben: der Berliner Er bezw eckt: , ' i '. “ * 1: die 1^ nlerslützung armer jüdischer Wöchnerinnen -durch Pflege in der eigenen Häuslichkeil;! ' ' * 2., die Aufnahme werdender Mütter In «las Miiltcrheim des Vereins; ' 3. die Aufnahme jüdischer Frauen zwecks Entbindung in eines «1er Heime «les Fr-.uiynvereins; | 4. tlie Aufnahme von .Müttern mit hindern in «las Müttcr- und Säuglingsheim des Fruue.nvcreins; 5. die Aufnahme von Säuglingen und Kleinkmdrfn"in das Mütter- und Säuglingsheim; 6. die Ausbildung junger jüdischer Mädchen zur staatlich unerkannten Prüfung in der Säuglingspflege (zweijähriger Lehrgang). Der Verein ist „Eingetragener Verein“. Sitz des Vereins ist Berlin. Das Vereinsjnhr ist «las, Kalenderjahr. Neuaufnahmen Deutsche Reichs-Loge: Isidor A s c h h e i in, NO 43, Neue Königstr. 19 a. Adolf J if.c k e 1, W 57, Schwcrinslr. 18. Dr. Fritz J o e 1 s o h n, W 30,. Molzstr. 86., Norbert K 1 o p s t o c k,- NO 43, Barnimstr. 22. Julius Mundelbau'ni, W 50, Bamberger Str. Paul P.i n k u s, O 27, Blankcnfeldstr. 12. Dr. Erich Reu ß, N 65, Müllerstr. 38 a b. Julius, S c h ü r in a n n, Wilmersdorf, Hclmsledter Str. 19. Spinozu-Logc. Emil W o 1 f f, W 15, Sächsische Str. 6, b. Jacobi. ---' '4t- Dem Orden gehören nicht mehr an: Bertbold Auerbach-Loge: Max B r a d t, \\ 57, Llßholzstr. 18. Spinoza-Loge: Rafael’ A 1 f u n d n r.y, \Y’• 15, Bregenzer Str. 10. Moritz S t e;r n b e r g,. Dahlem, Amselstr. 12. Abraham Geiger-Loge. , Chefredakteur Fritz G o e t z, HUIensee. Kurfürstendamm 92. 58.