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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1931-01-01 · 10 (1.1931) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
10 (1930-1931)
Issue
10 (1.1931)
Date
1931-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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1 derBEßUNE i i BERLIN W62, KLEISTSTR. 10, LOGENHAUS i ‘ 10. JAHRGANG JANUAR 1931 NUMMER 10 Festloge aus Anlaß des Ordenstages ' am 7. Dezember 1930. Der Berliner Logen-Vek-band hat seine diesjährige Feier des Ordenstages mit einer Festloge aus Anlaß der Anwesenheit der Vertreter des General-Komitees und der Tugung der außeramerikanischen Ordens-Distrikte, verbunden. - Unter den zahlreichen Teilnehmern befanden sich Vertreter der hw. Großloge, der auswärtigen Ordensdislrikte, sowie Vorsitzende zahlreicher deutscher Logen-Verbände, die an diesem Tage eine Sitzung in Berlin abhielten. — Die Berliner Brüder waren der Einladung des Logen-Verbandes zahlreich gefolgt. Br. Präs. E 1 k e 1 e s, der Vorsitzende des Logen-Verbandes, eröffnete die Sitzung nach einem j Orgel - Präludium, das von Br. Bruno Meyer vorgetragen wurde, mit der ritualmäßigen Ansprache. In den anschließenden Eröffnungsworten führte Br. Elkeles aus: Wir begrüßen cs, daß der heutige Tag uns mit auswärtigen Brüdern zusammenführl, denn solche Zusammenkünfte zeiigen uns, daß wir ein Bruderbund sind, geeint durch gleichartiges Fühlen unjd Denken, das uns befähigt, auch da, wo wip* sachlich verschiedener Meinung sind, einander zu verstehenj. Die Not der Zeit ist auch an unserem Orden nicht spurlos vorübergegangen. Wir können nicht mehr Wohltätigkeit in altem Stil üben, denn die Grundlage fCr diese Wohltätigkeit ist geschwunden, seitdem das wohlhabende jüdische Bürgertum, aus dem unser Orden sich zusammensetzte, der Verarmung anheimgefallen isti Uin so mehr müssen wir den Gedanken der Brüderlichkeit hochhalten und uns bestreben, Wohlfahrt im Sinne der Brüderlichkeit zu üben, in dem wir einander beistehen und unk mit Rat und Tat helfen. Man kann nicht nur mit Geld helfen, sondern auch durch den Einsatz seiner Persönlichkeit: vor allem aber dadurch, daß man das Gefüllt schafft, sich unter Brüdern zu befinden, die miteinander fühlen und ihre Sorgen teilen. Aufgabe der Logen bleibt es, ein Z< ntrum des Geistes zu sein, und die Stätte zu schaffen, in welcher in einer Zeit, die nur die Gewalt, anbetet, die Macht des Geistes lung nehmen im Geiste der Brüderlichkeit, d. h., nicht nur mit der Schärfe des Geistes, sondern auch mit der Güte des Herzens. Dünn -wird Gottes Segen mit uns sein und uns stärken zur Erfüllung unserer Bundespflichten. Br. Expräs. Israel Auerbach (T.J.L.) hielt die Festrede. Wenn wir ein Bund jüdischer Männer sind, Menschen, die ihr Menschliches'im Jüdischen uusdrücken, nicht nur im Blut und Bekenntnis, sondern auch in der Art, wie wir unsere Fruge an das, Leben stellen: dann löst der heutige Tag eine Stimmung in uns aus, die wir als jüdisch bezeichnen dürfen. — Dann etnpfinden wir den Beginn unseres Ordensjahres ähnlich wie den Beginn unseres jüdischen Jahres: als einen Tug innerer Sammlung und der Erschütterung menschlichen Selbstgerichts. Die Grundfrage, die sich vor uns entrollt, lautet: Bejuheq wir dieses Sein, unser Ordenssein? — Nach einer tiefgründigen Untersuchung der Frage, ob unser' Orden eine gewollte und bewußte Absonderung darstelll, fuhr Br. Auerbach fort: Der Akt der Begründung unseres Distrikts hat die Antwort für die damalige Zeit erteilt. Die Gründung geschah nicht unter Zwang; die beginnende Absonderungstaktik der Freimaurer-Loge und die i ' W W» W lg-1 Igo ~ KÜNSTLER=ABEND des Berliner Distrikts der Schwestern« Vereinigungen U. O. B. B. Sonntag, den 18. Januar 1931, 20 Uhr Mitwirkende: Alfred Wittenberg, Opernsänger Jdseph Sch midi, Öpernsäogerin Charlotte Frey, Rezitator!n Lotte Rdsen bau m und andere namhafte Künstler Eintrittskarten zu L—« 2.— und 3.— M. zu haben bei den Vorsitzenden der 8 Berliner Schwestern «Vereinigungen des Lebens von höherer Wprte aus sehen i und zu ihnen Stel- III Ani,l^tn«,rw,lt III BRÜDER-VERLAjQSGESELLSC Hl BERLIN W62, KUiRFÜRSTENS' II FERNRUF: B 5 ^ARBAROSS/ ung: Unsere Zeitschrift druckt; HAFT M. B. H. ARTHUR SCHOLEM / BUCH- U. STEINDRUCK RASSE 115/16 * BERLIN SW68, ALEXAN.DRINENSTRASSE 134 . 4760 U. 91-81 FERNRUF: F1, NI O R I T Z P L A T Z 4286 t r

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