Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 10 (1930-1931)
- Issue
- 9 (12.1930)
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 162 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 162 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 9 die Geschichte aller deutschen Kunst, aller deutschen Künstler lesen:' ,,Zeit seines Lebens arm bis zur Dürftigkeit, Prunk und vorteilhafte Anerbieten, schüchtern verschmähend, trügt ■ er schon in diesen äußeren Zügen den vollständigen Typus seiner Nation. Bescheiden bis zur Verschämtheit,'uneigennützig bis zum Sclbstv ergessen leistet er das Erstaunlichste, hinterläßt er der Nachwelt die unermeßlichsten Schätze, ohne zu wissen, daß er gerade etwas anderes tat, als seinem Scliöpfungsdrangc nachzugehen. Eine rührendere und erhebendere. Erscheinung hat keine Kunstgeschichte aufzuweisen.“ Welch Gegensatz hierzu bietet uns Ludwig van Beethoven. Geschäftliche Mitteilungen Preiserhöhung für Zigarren usw. Die vom Reichsrat angenommene Tahaksleuervorlage wird sich l*ei Zigarren und Rauchtabaken durch beträchtliche Preiserhöhungen ausw irken, in den Konsumpreislagen der Zigarren bis zu 50 Prozent. Es liegt, zumal unter den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen, im Interesse des Rauchers, bei _ der zu empfehlenden baldigen Eindeckung für längere Zeit ein bewährtes Fabrikat zu wählen, das in bezug auf Preis- “würdigkeit und Güte an der Spitze steht, ist doch Zigarreneinkauf bekanntlich Vertrauenssache. Dies kann mit Recht von den sich ständig weiter verbreitenden Boenieke-Zigarren gesagt werden. Und weil infolge der Beliebtheit dieses Fabrikates der Weihnachtsandrang kaum zu bewältigen ist, empfiehlt es sich sehr, die Eindeckung des eigenen als auch des W eihnachtsbedarfes bei der Firma Otto Boenicke; Berlin W 8, f ranzösische Str. 21. oder in einem der Zweiggeschäfte schon jetzt vorzunehmen. Die reichhaltige Preisliste wird jedem Interessenten kostenfrei zugesandt. Wenn je ein Künstler ein Erzieher des Menschengeschlechtes genannt werden darf, dann gilt dies Wort für Beethoven, der von seiner Mission, Erzieher der Menschheit zu sein, so lief durchdrungen war, daß er immer und immer wieder dieser seiner Sendung Ausdruck verleiht: „Höheres gibt es nicht, uls der Gottheit sich mehr nähern als andere Menschen und von hier aus die Strahlen der Gottheit unter das Menschengeschlecht zu verbreiten.“ V'or etwa drei Jahren hatte ich- Gelegenheit, Ihnen an dieser Stelle Beethovens Leben und Werke verständlich zu machen. Mancher von Ihnen wird sich erinnern, wie kurze Zeit später gelegentlich der 100. Wiederkehr von Beethovens Todestag die gesamte Kulturwelt in feierlicher Huldigung diesem einzigartigen Genie ihre Verehrung darbrachle. Ein Künstler, ein musikalisch schöpferisches Genie triumphierte über alle politischen und sozialen Nöte unserer traurigen Zeit. Wie können wir das erklären? Wie kommt es, daß ein Künstler noch 100 Jahre nach seinem Tode eine so ungeheure Wirkung auf die . gesamte Menschheit auszuüben vermag? Eine Wirkung, wie sie doch nur den großen Religionsstiftern und Propheten zu eigen ist? Der Grund liegt eben darin, daß auch Beethoven eine Prophelennatur war. Wie alle Propheten, so hatte auch Beethoven die besondere Hochstimmung der Seele, die Richtung auf das Erhabene, Heroische, das Kühnkämpferische. „Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen — ganz niederbeugen soll es mich gewiß nicht.“ Mit diesem Wort bekennt sich Beethoven zur heroischen Lebensauffassung. Er, der im Leben so viel Unbill erleben mußte, dem ein - liebendes Elternhaus, liebevolle Erziehung, dem die liebenswerte Lebensgefährtin zeitlebens versagt blieb, der, wie Hiob, vom Schicksal die grausamsten Prüfungen auferlegt bekam, ließ sich niemals niederdrucken, alles Leid, das ihm widerfahren, war ihm Anlaß, durch eiserne SelbstdSpamiiuteßoiir' 0. DI E STIMM E SEI NES HERRN* Auch in'Ihrem;Heim Freude, Frohsinn und rechte Feststimmung KURZ-OPERN La Bohime / Lohengrin Der Troubadour / Carmen Der Barbier von Sevilla Zar und Zimmermann Hänsel und Gretel Der Freischütz / Die lustig.Weiber v. Windsor e Die Csardasfürstin / Die Fledermaus /Der Bettelstudent KURZ-OPERETTEN Dazu das unerschöpfliche Repertoire der „G r a m m o p h o n“-Sch a 11 pl atte n Unverbindliches Vorspiel Im Grammophon-Spezialhaus G. m. b. H. Barlin W, Frisdrlchstr. 188, Kurfüratendemm 24, Steglitz, Schloßstr. 25 u. In d. offiz. Verkaufsstellen der Deutschen Grammophon Aktlengeaellechaft i % DIE STIMME SEIMES HERR Eingetragene Schutzmarken „GRAHOLA“ Musikinstrumente in Lautstärke und gleichmäßiger Wiedergabe von ein* zigartiger Klangwirkung UNOBERTROFFEN