Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 10 (1930-1931)
- Issue
- 8 (11.1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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I derBEDUNE ' / OGENUOBB BERLIN W62, KLEISTSTR. 10, LOGENHAUS 10. JAHRGANG NOVEMBER 1930 NUMMER 8 Die w. B e r l h o 1 Auerbach-Loge und mit ihr die Gesamtheit der Berliner Logen U. O. B. B. ist in tiefe Trauer versetzt worden. schwerem Leiden ist Br. Ferdinand Präsident der Berthold Auerbach-Loge, Nach kurzem, Alexander, der am 27. Oktober entschlafen. Ferdinand Alexander s A. Seine Loge klagt um den allzu früh verlorenen Präsidenten, den treuen Freund und Fahrer; alle Berliner Brüder trauern die gemeinsamen Interessen der Berliner hingebungsvoll förderte. 3. November veranstaltete die Berthold rauerfeier vor offener Loge, deren fOr die Liebe ablegte, die Br. um einen Bruder, der ■* Logen, unseres Ordens Am Montag, dem Auerbach-Loge eine T starker Besuch Zeugnis Alexander ausgesät haL. Br. Vize-Präsident Bruno Schiesser hielt die Gedächtnisrede, die wir nachstehend auszugsweise wiedergeben. „Im Gefahi der Trauer um den Verlust unseres lieben Br. Präsidenten Ferdinand | Alexander denken wir heute an die edle Menschenliebe, die uiis aus seinem Wesen entgegenströmte und die humanitäre Gesinnung, die ihn ausgezeichnet hat. Er lebte in der Liebe seiner Familie und unserer lieben Berthold Auerbach-Loge. Ein kenntnisreicher Kaufmann, stark und erfolgreich in seiner kaufmännischen Berufsarbeit, stets in voller Hingabe an seine Pflichten, fand er Erholung und Erfüllung' seines inneren Lebens dranges in der Fürsorge für seine Fa- ' milie und im Wirken für die Ideale unseres Ordens. Aus seinem'reichen Herzen spendete er den Seinen den Segen selbstloser, unerschöpflicher Liebe, umgab sie mit der Fülle reinsten Familienglflckes Und ruhigen Lebensgenusses. Der Wohlfahrt der Seinen galt sein Denken und Fühlen. In gleicher Weise lebte und streite er für unsere Loge. 23 Jahre lang war er der Unsrige -- treu der Liebe, treu der Arbeit, treu dem Orden. Er war panz erfüllt von den Idealen und Ideen des Ordens. Willig ur terwarf er sich den Anforderungen der Loge. Jede Aufgabe war ihm recht. Nachdem ihn das Vertrauen der Brüder in den Beamtenrat berufen hatte, bekleidete er in lOjähriger Wirksamkeit mit kurzer Unterbrechung die wichtigen Aemter des protokollierenden Sekretärs und des Schatzmeisters. Mit vorbildlichem Pflichteifer und hervorragendem Geschick führte er viele Jahre lang das undankbare Amt des Finanzbeamten, in selbstloser Treue der Bruderpflicht geh irchend. Aber nicht nur Pflichtbewußtsein, sondern Liebe zur Idee erfüllten ihn bei der Ausführung seiner " Arbei.en. Ihm wurde die Tätigkeit für die Loge zu einer erqui kenden Bereicherung seiner Seele. Er war ein echter Bekc nner des Ordensgednnkens, der durch die Hingabe seiner Persönlichkeit an die Aufgabe der Loge den reinen Gewinn innerer Seelenbefriedigung empfing. Bescheiden im Auftretei, selbstlos im Wirken,- gewann er sich' die Liebe und Wertst hätzung aller ßrüder. So ergab sich als selbstverständliche Folge seine Berufung zum Führer der Loge, seine Wahl zun Präsidenten dieses Termins. Es entsprach seiner zurückl altjenden Art, daß er sich nur zögernd zur- Annahme dieses Amtes entschloß. Als die Entscheidung gefallen war, ging edann mit dem gewohnten Eifer und mit lebendigster Anti ilnuhme an dem Ergehen aller Brüden ans Werk.' Hoffnungs ‘reudig sah er den kommenden Arbeiten entgegen. Zukunftspli ne beschäftigten ihn, bis die schwere Erkrankung seinem edlen 'Wollen und Zielstreben hindernd entgegehtrat. In echt brüderlicl er Liebe widmete er sich allen, die ihn sagt uns: „Die Wohltat kann nur Lebenden erwiesen werden, die Menschenliebe Lebenden und Toten; die Wohltat v/ird nur deih Armen bezeigt, die. Men- ■ i e Armen; Wohltaten vermag man nur liben, die Menschenliebe wird geübt mit der Habe und mit d sr Persönlichkeit.“ Er übte die Lehren dieses Satzes in seinem ganzen Leben. Treue und Menschenliebe sind Grundpfeiler unseres Ordens. Liebe ist der Ai «druck der Fürsorge, des Miffühlens und Miterlebens, Treue der Begriff-der inneren "Verbundenheit mit der übernommenen Aufgabe. In Liebe und Treue lebte und wirkte unser ■ Verewi gter bis zur letzten Stunde für unsere In ihm verkörperte sich die Wahrheit Väterj „Das ist das dreifache Zeichen schenliebe Reichen \v mit seiner Habe zu Der Anteilnahme Präsident Benno W a Musikalische Dafl und Alfred Witte würdigen Rahmen. Brudergemeinschaft, des Wortes unserer des Israeliten,1 daß i r barmherzig, schamhaft ist und Menschenliebe übet.“ So' |war er im vollen Sinne des Wortes ein echter Ben Briss. Liebe und Treue waren das Merkmal seines Wesens. In Treue wollen wir un i ihm inpner verbunden fühlen, in Liebe alle Zeit sein Andenken hoch in "Ehren halten.“ der hw. Großloge gab Br. Vize-Groß- 11 e r. Ausdruck. bietungen der Brüder Bruno Meyer nberg gaben der ernsten Feier den I