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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1930-06-01 · 3 (6.1930) · p. Seite 48

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
10 (1930-1931)
Issue
3 (6.1930)
Date
1930-06-01
Page
Seite 48 (sequence 8)
Language
German
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Seite 48 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 3 Angebot und Nachfrage Die Brüder werden dringend gebeten, alle ihnen bekannt werdenden Existenzmöglichkeiten, offene Stellungen, Beteiligungen, Vertretungen oder dergleichen dem Logenbüro mitzuteilen, das auch über die untenstehenden Vakanzen Auskunft erteilt. Nur schriftliche Anfragen können berücksichtigt werden. Alle auf untenstehende Inserate bezüglichen Zuschriften sind unter Chiffre-Angabe an das Logenbüro zu richten. Die Redaktion. Die Tovnboe-I lalle der Berliner Logen bittet um gütige Lebcrlässung eines gebrauchten Flügels. Mitteilung an das l.ogenbürn erbeten. I.nuentncht. in. elektro-phvsiknl. Wishildg. sucht Beschäftigung, Sprechstundenhilfe, evtl. \ olontärstcllg. in gr. Kassenprav. ml. -ver,tretg. Kentiln. rn Stenogr.. Sehreibm. u. Kassenwesen. \r. 71 :5t). Sohn ein. I.ogenbr.. 22techn. Kairfm.. engl., fra'n/. Spraclikenntn.. Spe/.-Fachm. d. Maus-, Wirtsch.-. Kisen-, Werkz.- u. Beleucht.-Branche, in ungek. Stell., sucht mit Visniitz. d. Führersch. :5h Stellg. Nr. :5h 39. Perf. sprachenkimd Steiml v pistin iiltern' I lalhtagsstellg. i. all. Bürmt rh.' ..H, II eimarh. f. Sthrcihm.. auch Vervielfältig. Nr. 7H 3t). I.ogenbr. u. Frau. Bin.. Pädag. nehin. in <1. gr. Ferien Schulpflichtige in die Schweiz mit. fest. Standort. Schvv immgel.. sof. Meldg. weg. Fahrpreiserm. u. I’ens. erbet. Nr. (55 34). I.ogentnchf. sucht Tätigk. irg. welch. \rt. perf. in all. Rüroarh.. auch als Empfangsdame. Nr. f)l 31). .längere Stenulvp., Kenntn. in Stenogr.. Sthrcihm. u. Buchhaltg.. sucht Stellg.. evtl. Ilalbtagsstellg. Nr. 02 30. I.ogenbr. sucht f. 2<>jähr. Sohn. Lederhr. gelernt, in tlies. ndei and. geeign. Stellg. Nr. 93 30. I.ogenbr.. erfahr, all. Ilolzhändl.. sehr ver-, Kfm., sucht Tätigk. in d. Ilol/hr. od. ähnl. auch als Sachverst., Treuhänd., Syndikat usw. Nr. 04 30. 2 möhl. Zimm. in. Bad u. Zentralh/g.. evtl. in. Küthenben.. zu verm. Nr. 03 30. F.ig. 2-Zimni.-Neuhaiiwohng. in. gr. Veranda. Badezimmer u. Zubeh.. jed. neuzeitl. Komi. (Reichskan/l.-PI.). ahstandslos wegzugshlilb. sof. zu vergeh. Nr. 06 30. Dame. 63 .1.. wünscht in eig. Wohng. Wohngemeinschaft mit gleichaltr: Dame, ohne Möbel. Nr. 07 30. F.inzimmer-F.igenwohng.. Tempelh.. gering. Baukostenzuschuß, abzugehen. Nr. 08 30. Mitteilungen der Scbwevternberatungefttelle de» Berliner Distrikt» der U. O. B. B^Logen l.ogenschvv. m. erstkl. Zeugn.. 7* _• 3. in einem Mause als Hausdame und Repräsentantin lätig. sucht neuen passenden Wirkungskreis. l.ogenschvv. sucht I. IHjähr. Tochter Stellg. im Ifatish. hei kleinsten Anspr. Nähere Vuskunfl erteilt F’rau Selnta Michaelis, Mommst-ristr. 2.7, Bism. 768. DIE BIBLIOTHEK der-Berliner Logen U. 0. B. B. ist während t der Logenferien Von Montag bis Donnerstag > abends -7t j bis 81 * Uhr geöffnet. } *•' v.. , : DER BIBLIOTHEKS-AUSSCHUSS , I Pau|j Mannheim, Vorsitzender i Bücher und Zeitschriften Harry Torczyner. Die B n n d e s I a d c und die Anfänge der Religion Israels. Zweite verbesserte Auflage. Pliilo-V erlag, Berlin 10:50. Die heilige Lade, die im (iottcszclt mit Israels Stämmen ins gelobte Land zieht, und endlich von David als Symbol der Vereinigung aller Volksteile unter seinem Szepter feierlich nach .Jerusalem geholt wird, die dann im salomonischen Tempel in größerer und prunkvtdlerer Ausstattung wieder erscheint, entschwindet mit dem Untergang des ersten Tempels unserem-Gesichtskreis für imitier. Uebcr ihr Verschwinden seihst berichten uns nurmchr die Vermutungen Späterer. Auf solche Vermutungen allein stützt sich auch die Diskussion des Talmunds. oh die Lade nach Babylon forlgeführt oder vorher an ihrem Platze vergraben worden sei. an dein kein Schatzgräber sie wiedergefunden hat. Aber dunkel wie ihr späteres Schicksal hlieh auch ihr eigentliches Wesen. War es nicht mehr möglich, die materiellen oder geistigen Schätze zu heben, die sie barg, so lockten die Wunder, die Bibel und spätere Sage von ihr erzählten, naive und gelehrte Spekulation zur Ergründung ihres Geheimnisses, das durch die scheinbar vv iderspruchsvollen Angaben der Bibel nur um so dunkler erscheinen mußte. Hatte die gläubige Phantasie älterer Zeit ihre Freude an der Ausmalung und Übersteigerung der biblischen W’under, so ging andererseits der Rationalismus der Aufklärungszeit gar so weit, den Tod mit dem nach den biblischen Erzählungen alle jene heimgesucht wurden, die der Lade mit ungeweihten Händen nahten, auf die Wirkung einer in ihr angebrachten elektrischen Apparatur zurückzuführen. — in voller Verkennung nicht nur aller historischen und psychologischen Voraussetzungen der biblischen Zeit, sondern auch des Charakters der biblischen Erzählungen, die für die Seuche im Philisterland, die Pest in Bet Schemcsch (I. Sam. 6, 19) keine andere Erklärung finden, als den Zorn Golfes, der in seinem heiligsten Symbol beleidigt worden war. die aller auch selbst in der Lade nur das Objekt der Versündigung gegen Gott, nicht das unmittelbare Werkzeug des Strafvollzuges sehen. Erfolglos hat auch die moderne ßihelwissenschafl sich um das Rätsel der Bundeslade bemüht, wobei es an grotesken Entgleisungen nicht gefehlt hat. Die vorliegende Schrift zeigt nun. daß die Bibel seihst eine Fülle unbeachteter oder mißverstandener Angaben enthält. die in ihrem Zusammenhang eine sichere Lösung des Problems ermöglichen. Diese Lösung ist aber in manchen Punkten so eigenartig, auf den ersten Blick hin so fremdartig und verblüffend, ja in gewissem Sinne so modern, daß sie hier verraten gleichbedeutend wäre mit der Zerstörung des Reizes den das Verfojgen der einzelnen zur Lösung führenden Momente und ihrer Begründung dein bietet, der bereit ist. den W'eg d^r Untersuchung mitzudenken. Das Ergebnis zwingt aber auch für das Verständnis der religiösen Geschichte Israels, die ja in der ßundeslade das höchste Symbol ihrer Goltesvorstellung erblickte, zu einem völlig neuen Urteil. Die Anfänge der Religion Israels, seine Gottesidee. seine Geschichte, seine Feste und seine kultische Dichtung erscheinen liier in entscheidend verändertem Licht. Der neuen Auflage des zuerst 1922 erschienenen Buches ist neben Verbesserungen von Einzelheiten auch ein einführendes Vorwprt beigegehen. Dem Orden gehören nicht mehr an: Emil Gerson, NW 23, Klopstockstr. 7. Julius Kaufmann. Cliarl. 9, Mioinallec 13.

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