Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 10 (1930-1931)
- Issue
- 3 (6.1930)
- Date
- 1930-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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(9 derBEßLINE ,0G E N U.O.BB. BERLIN W62, KLEISTSTR. 10, LOGENHAUS . 10. JAHRGANG JUNI 1930 .! 1 ' NUMMER 3 Der Berliner Logen-Verband r-L Es ist Pflicht, heim Ablauf eines Termins einen Bericht über die \ergangene /eil zu geben. Wenn wir heute über den Berliner Logen-\ erhand seit Beginn seines Bestehens berichten, so mult eine gewissenhafte Chronik auch die Vorarbeiten erwähnen, die von den Organisationen geleistet wurden, die als Vorläufer des Berliner. Logen-Verbandes zu betrachten sind. Der Prüsidial-Ausschuß unter hervorragender Mitwirkung des Br. Expräs. Lehmann (A. K. I..), und der B. A. G. unter Leitung von Br. Expräs. Norden (Sp. L.) hatten unter Mitwirkung des Br. Expräs. Baer (T. .1. L.) vtsschiedentlich versucht, den als notwendig anerkannten Verband der Berliner Logen zu schaffen. Int gleichen Sinne der Zusammenfassung der Berliner Logen war der Versuch des leider von uns gegangenen Br. Expräs. O s t b e r g (Sp. L.), einen Verband der Berliner Expräsidenten zu bilden, zu betrachten. Es kann hier nicht die Aufgabe sein, der Persönlichkeit des Br. Ostberg zu gedenken; allen denjenigen, die an der vorbereitenden Sitzung zur Gründung des Berliner Logen-Verbandes teilgenommen haben, wird die gestaltende Kruft und der ideale Gedanke seines V ersuchs in lebendiger Erinnerung sein. Am 13. Oktober 1921t fand schließlich die vorbereitende Sitzung des Berliner Logen-Verbandes statt, in der auf Grund der angenommenen Statuten! die Gründung des Berliner Logen- Verbandes beschlossen wurde. Leider fehlte damals noch die w. Montefiore-Loge als Glied in der Kette. ' , Am 6. November 1928 fand die feierliche Eröffnungssitzung des Berliner Logen-Verbandes statt, in welcher der einstimmig zum Vorsitzenden gewählte Br. Vorsitzende, Präs. Josef Hirsch (J. F. L.), ausführte, daß der neue Verband nicht etwa eine Organisation sein solle und dürfe, die mit dem Berliner Gemeinsamen Ausschuß in Wettstreit trete, sondern ldaß die Aufgaben des Berliner Logen-Verbandes als-absolut verschiedenartige — auf geistigem und ideellen Gebiet liegende — für die Zukunft festgelegt werden müssen. Dem Logen-Verband solle die Aufgabe erwachsen, aus den Berliner Logen ein geschlossenes Ganzes zu bilden, ohne der Verschiedenartigkeit und den gegebenen Traditionen der einzelnen Berliner Logen die schuldige Anerkennung zu versagen. Der hvr. Großpräsident Br. Baeck begrüßte die- Gründung des Berliner Logen-Verbandes. Er führte aus, daß nicht die Statuten den; Wert {einer Organisation kennzeichnen und nicht der äußere Rahmbn, sondern daß die Menschen das Bedeutungsvolle sind, dije dem Verband das Gepräge geben müssen. In diesem Sinne begrüßte der hw. Br. Großpräsident die Gründung und kennzyichhele^ in, kurzen Umrissen die Aufgaben, die sich ein Berliner Logen-Verband zu stellen habe. Als wertvolle AnregUngj gab Br. Großpri/sident Baeck die Pflicht auf den Weg tni^,. benachbarte Logen durch Mitarbeit zu unterstützen und durcjli gegenseitige Besuche der Nachbarlogen Anregungen zu empfangen und zu geben. Die inneren gltd äußeren - Aufgaben des Verbandes kanten in den Referaten , der Brj Br; Expräs. Simon (B. A. L.) und Kxpräs. Kutz (T. J. I„)j über die Kulturaufgaben in den kleinen Gcmeindcfi der Provinz Brandenburg zum Ausdruck. Alsbesondere Aufgabe (les Berliner Logen-Verbundes wurde eine Anregung des Br. Ejxpräs. Baer (T. J. L.) aufgenommen, durch Verbreitung der Kenntnis der Ordensgeschichte den Ordensgedanken z.u vertiefen und zu beleben. Bereits in den erstenj Silztiifgcn beschäftigte sich der Berliner Logen-V erband mit .eim.4, Abänderung des VVählmodus zum General-Komitee und zumi Gesthäftsführenden Ausschuß, wbhei ausdrücklich betont wurde, daß die Schaffung dieses neuen VVählmodus für d :n Berliner Logen-Verband nur eine äußerliche Aufgabe und nicht etwa wesentlicher Zweck sein dürfe. Die Arbeiten sind z. Zl. noch nicht abgeschlossen, da von Br. V ize-Großpräs. J " sei soll n ein ähnlicher Antrag für das Generalkomitee in Voi bereilung ist,, und der Berliner Logen- Verband nicht durch Lee arbeit unnütze Zeit verlieren wollte. In den weiteren Sitzungen beschäftigte sich der Verband mit der Frage des Austritts aus der Jüdischen Gemeinde und stellte auf Wunsch des Gemeindevorstqndes seine Mitglieder zur Verfügung, um abtrünnigen Gemeindemilgliedern die Bedeutung der Jüdischen Gemeinde und ihrer Arbeit klarzulegen. Auf diesem Gebiet ist v'qni Logen-Verband Ersprießliches geleistet worden. Mil der Frage der Organisation, der Logenjugend beschäftigte sich der Berliner" Logen-Verband Wiederholt. Die Leitsätze, die Br. Expräs. J aj f<f e (Sp. L*) in) Logen-V erband vortrug, fanden allgemeine ' {Anerkennung und wurden den . Berliner Logen als Richtlinien empfohlen. Unsere Zeitschrift druckt; ARTHUR SCHOLEM / BUCH- Uu STEINDRUCK BERLIN SW68, ALEXANDRINENSTRASSE 134 FERNRUF: F 1, MORITZPLATZ 4286 J Anzeigenverwaltung: BRÜDER-VERLAGSGESELLSCHAFT M. B. H. BERLIN W62, KURFÜRSTENSTRASSE 115/16 FERNRUF: B 5 BARBAROSSA 4760 U. 9181 J