Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 9 (1929-1930)
- Issue
- 11 (2.1930)
- Date
- 1930-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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derBEßUNE ,0€1 E N U.O.BB. BERLIN W62, KLEISTSTR. 10, LOGENHAUS f 9. JAHRGANG FEBRUAR 1930 NUMMER 11 Zehn )ahre Timendorfer jubiläums-Loge Am 7. Mörz 1930 jülirt sich zum zelinlcu Mule der Gründungstag der Timendorfer Jubiläums-Loge. Der Name i wurde zur Ehrung des damaligen Großprüsidcnten, jetzige^ Ehrengroßpräsidcnten Bert hohl Timgndorfer gewählt und „die Feier legte Zeugnis ul> von der Verehrung und I.iebe, die sieb der Großpräsident in seiner 22jährigen Amtszeit erworben hut“, wie es im Protokoll der Gründungssitzung .heißt. Es war die 50. Loge, die während der Zeit, da Berthold Timendorfer (großpräsident war, installiert wurde. Der verew igte Bruder Max S Le i n, der erste Präsident der Loge, gelobte, daß die neue Loge an die Leistungen des Ordens, die dieser im Krieg und Frieden nufzuweisen habe, anknüpfen werde. Ob die Loge in den 10 Jahren ihres Bestehens dieses Gelöbnis erfüllt hat, darüber wird in der Zehn-Juhr-I'ei/er, die am!). Miirzn veranstaltet werden soll, Rechenschaft ubgelegt w erden. Mit 91 Brüdern wurde die Timendorfer-Jubiläuins-Loge gegründet, darunter 36 aus den Berliner Schwester-Logen, drei aus auswärtigen Logen und 52 neuen Kandidaten, die durch den um die Begründung der neuen Loge sehr verdienten, inzwischen verstorbenen Bruder Georg Silberstein eingeführt wurden. Die Zahl der Brüder nahm schnell zu, vielleicht zu schnell, um die Loge zu einer engen Bruder-Gemeinschaft zusammenfassen und alle Brüder mit den Grundsätzen des Ordens und der Loge wirklich und tief erfüllen zu können. In dieser Einsicht hat man nach kurzer Zeit die Einführung neuer Brüder außerordentlich beschränkt und auch diejenigen Mitglieder, die sich in die Loge nicht einfühlcn konnten oder wollten, wieder zum Austritt veranlaßt. Während im Jahre 1923 24 der Mitgliederbestand auf 214 Brüder gestiegen war, gehören jetzt nur noch 158 Brüder zur Loge. Diese Brüder sind jetzt mit wenigen Ausnahmen — zu einer wirklichen Gemeinschaft zusammengeschlossen. Es ist zu hoffen, daß die Loge ihr seil einigen Jahren bestehendes Prinzip, weniger auf die Zahl, als uuf die Qualität der Brüder zu sehen, zum Besten der Loge beibehalten wird. Von diesem Gesichtspunkt der Brudergemeinschuft nus hat die Timendorfer Jub|iläuins-Loge die tatkräftige Bruderhilfe als obersten Grundsatz aufgestellt und betätigt, von der Schaffung des Grundstockes für den Witwen- und Waisen-; fonds an, den Bruder Expr. Paul Goldschmidt, der Loge erster Vizepräsident, als Stiftung der aus den anderen Logen übergetretenen Brüder am Gründungslage überreicht hat, bis zur Schaffung des Gustav-Brndt-Fonds für kranke Brüder, der in diesem Jahre begründet wurde. Mit dem, Namen, den dieser Fonds erhielt, sollte zugleich eine dauernde Ehrung für unseren unvergeßlichen Bruder Expräsident Gustav B r a d t verbunden sein, der dem ersten Beamfenral afs .Marschall angchörte. Hatte die Loge die Bruderhilfe in den Mittelpunkt ihrer Bestrebungen gestellt, so verlangt,sie über auch andererseits win den Brüdern eine tatkräftige Mitarbeit. ’ Es genügt nicht, daß die Brüder ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen, sondern sic werden auch ungehalten, die Logensitzungen zu besuchen unef un den Arbeiten der Loge Icilzunehmcn. Eine sorgfältige Statistik, die hierüber geführt wirt], und eine ständige Fühlungnahme mit den Brüdern ermöglichen es, dieses Ziel einigermaßen zu erreichen, „ Im laufenden. Termin -wurden Heimabende eingeführt, die sich großer Beliebtheit erfreuen und deren Auswirkungen sich in einer regeren Anteilnahme und uueh in einer gesellschaftlichen Annäherung der Brüder bereits zeigen. ’ Aber auch sonstige soziale Aufgaben sucht die Loge, soweit es bei den gegenwärtigen Verhältnissen in ihren Kräften steht, zu erfüllen. Daß die Brüder der Timendorfer Jubiläums- Loge an den sozialen und wohltätigen Einrichtungen des Ordens und der Berliner Logen materiell und ideell tätigen Anteil nehmen, ist eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus hat z. B. die Timendorfer Jubiläums-Loge verbucht, den Gedanken der Toynbce-Hulle auch im Westen Berlins zu verwirklichen. indem sie von sich aus ähnliche Abende, wie die der Toynbee-Hulle,. im Westen Berlins veranstaltete und weiter verunstalten will. t Neuaufnahmen: ' Deutsche Reichs-Loge: Apotheker Alfred C h u i in, S 14, Neue Roßsty. 19 20. Harry Lichten fei d, W 30, Lujtpoldslr. 4. Siegfried L.ö w e n s t e i n, W 30, Nöllendorfstr. 25. Direktor Otto Schindler, Neukölln, llohrechtslr. 52.53. Wiedereintritt: Hans Auerbach, N 54, Alte Schönhauser Straße 46. Akiba Eger-Loge: Berthold Brandt, Wilmersdorf, Günlzelslr. 62. Emmerich ILönigsberg, Friedenau, Hauptstr. 88. Moritz Hönigsbcrg, Charlollenbbrg, ^Bismarckstr. 39. Ludwig Marx, NW 87, Cuxhavener Str. 9. Dr. Max Singermann, Pankow, Breite Str. 24. Dr. Robert Weiß, NW 87) Altonner Str. 34. i