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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1929-12-01 · 9 (12.1929) · p. Seite 185

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
9 (1929-1930)
Issue
9 (12.1929)
Date
1929-12-01
Page
Seite 185 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 9 L. Seite 185 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B B. F* W* BORCHARDT & FRANZÖSISCHE STRASSE 47/48 . FILIALE K U RFÜRSTE N DAM M 24 TELEPHON: ZENTRUM 14-17. 125, 4942 * TELEPHON: PISNlARCK 3334 - 3337 SfeiT 1883 BESTEHENDES VORNEHMES HAUS. RENOMMIERT DURCH ERSTKLASSIGE IN- UND AUSLÄNDISCHE DELIKATESSEN, B ES T G E P F LE G T E WEINE,. VORZÜÖLICHE STA D7T KÜCHE Ais das 18. Jahrhundert die Entdeckung der Maschine brachte, meinte inan, daß die Menschen nun für alles /eit hätten, weil ihnen die kleinen Mühen ahgenommen seien, und daß für sic auch mehr Itauin sei. Es ist umgekehrt gekommen. Wir haben weniger /eit und weniger Raum. Wir sind eng aneinander gerückt und sind eingespannt in das, was wir mit schönerem Wort Tcm|>o, Rhvthmus der großen Stadl nennen, was in Wahrheit aber ein Treiben, Hasten und -lagen ist, das uns den Atem nimmt, als stände der Yogi hinter uns. Wo haben wir noch Zeit und Raum für uns? W o ist da für uns ein Weg, den wir gehen wollen? Wir werden den Weg getrieben, den Weg dgs Amtes, der Arbeit, des (ieschäflesr des Rerufes. Wo habeii wir noch Zeit für unseren Weg, den jeder als er selber gehen soll? Diesen Weg' will uns unser Ordensgedanke zeigen und, indem ^r uns g.-.-cigt wird, von uns fordern. Wir sollen etwas von dem besitzen, worin wir ein Eigener sind, ein Bruder sind. Was sind wir draußen? Der eine meint ein Herr zu sein in seinem Berufe und ist doch nur ein Knecht, der andere, ein abhängiger, ist Kngcht eines Knechtes. Darum sollen wir den W eg wählen, als j Eigener Zeit haben. Raum haben zu wollen. Wir kommen nicht hierher, weil wir Unternehmer oder Angestellte eines Unternehmens sind, nicht um etwas zu erlangen. uhi Materielles zu verwirklichen liier wollen wir: wir selbst sein. Hier soll ein jeder er selbst sein, ein Ich, «lein Bruder ein Bruder. Hier haben wir für unser Leben Zeit. Uns ist ähnliches gegeben durch'die Ställen der Andacht, des (icbetes, der Kunstl, die Natur. Doch bestellt ein Unterschied, An den Stätten der Kunst ist der Weg uns vorgezeichnet, wir sind dort nur aufnehmend, rdzeptiv, nicht produktiv, ln der Natur jeder hat es erfahren sutlit der Mensch die Natur und zwischen ihm und der Natur stehen leider oft dieselben Menschen, die ihn auch sonst bedrängen und bedrücken. Und in den Gotteshäusern sie sind ein Hohes, ein Höchstes dort spricht der Mensch zu Gott, aber es spricht nicht der Mensch zum Menschen. Das höchste Erlebnis ist dort das Erlebnis des Schweigens. Hier aber in unserem Tempel bedrückt uns nicht der drängende, treibende Menschenkreis, hier ist nicht nur das Aufnehmende, hier auch nicht, jenes vv undersume Erlebnis des Schweigens, liier sprechen wir uns aus als .Mensch zum Menschen, hierher kommen wir, um den Binder zu hören. Nicht was gesprochen,' sondern -wie gesprochen wird, ist darum das Wesentliche, liier an «fieser Stelle ist das Wort vom jüdischen Menschen gesprochen worden. Ein Wort kann LOESER 6 WOLFF ZIGARREN -FABRIKEN Zentrale: Blni-Lichtbg., Frankf. Allee 268 Hauptffebrik in Elbing 5000 Arbeiter u Angestellte ÜBER HUNDERT verschiedene Marken stehen zur Wahl Qualitätserzeugnisse von 5 Pf- bis zu RM 1.— in allen öx$ch m acksrichtu ngen Für Geschenkawecke sehr geeignet: Vorneh me^Sortiments-, Muster* u. Schatullenkisten Kleinpackungen zu 25,10 und 5 Stück Reich illustriertet Katalog 1930 wird aut Wunsch kostenfrei zugesandt.

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