Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 9 (1929-1930)
- Issue
- 8 (11.1929)
- Date
- 1929-11-01
- Page
- Seite 171 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/4885084-6352725-6352916--0975-4886007- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 8 Seite 171 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. F* W* BORCHARDTg: FRANZÖSISCHE STRASSE 47/48 . FILIALE KURFÜRSTEN DAMM 24 TELEPHON: ZENTRUM 14-17, 125, 4942 w TELEPHON: BISMARCK 3334 -3337 SEIT 1853 BESTEHENDES VORNEHMES HAUS. RENOMMIERT,DURCH ERSTKLASSIGE IN- UND AUSLÄNDISCHE DELIKATESSEN, B ES T G E P P LE G T E WEINE, VORZÜGLICHE STADTKÜCHE Heinrich Heines Verhältnis zum Judentum*) t. Fortsetzung Von Dr. Kurt Sternberg In den 1830 fnnei' inll> der „II e i s e 1> i 1 d e r“ erschienenen „II ii dem von I. u c a“ findet er denn bittere, gallige Worte Christentum in gleicher Weise. Das ihm als eine listige Rache des gemeugegen Judentum und Christentum erscheint dielten Judäas an dijin mä judäische (iift eines I stirbt. In der ein Jahr d e r n“ veröffentlichte Rinn, welches durch das ingsanlcn Jahrtausendtodes elend daliinspätcr gleichfalls in den „R e i s e h i 1 - i „Stadl l.ucca“, wo Heine gegen das Bündnis \on Sta^l und Kirche polemisiert, gibt er dein Judentum die Sebald daran, daß das aus ihm entstandene Christentum eine so innige Beziehung /.uni Staate eingegangen ist. Die Juden, so legt Heine dar, haben aus Aegypten, dem Vaterland des Priestertums, ein Cierüst \on Dogmen und Zeremonien mitgebracht, Welches das Vorbild der späteren Staalsreligioncn geworden ist. - , Allein wenn auch II c i ii cs theoretische Gegnerschaft /um Judentum immer größer und stärker wird: praktisch komml *) Vortrag, gehalten am Geschichte und Literatur“. 10. März 1020 im Eberswalder „Verein für jüdische Juwelen^ 5,1?™«*! Kein Laden * JOEEF ZITTIL Lager moderner Juwelen Perlketten und Vergrößerungen Umarbeitung alter Schmuckstücke nach neuesten Entwürfen Eigene Fabrikation GEGRÜNDET 1879 * BERLIN W8 FRANZÖSISCHE STRASSE 46 / HOF II GrOSSE KAPITALIEN PUR ERSTKLASSIGE HYPOTHEKEN HABE ZU GÜNSTIGSTEN BEDINGUNGEN ANZULEGEN ADOLF BEWALD BERLIN W 8 JAGERSTRASSE 61a TELEPHON: MERKUR 4635-37 er soll ihm nach wie vor-in keiner Weise los. Das zeigt sii recht die famose Gestalt des Hirsch Hyazinth in den „Bädern \on Lucca“. Heine seihst ist sich dessen durchaus bewußt, daß ihm in Hirsch Hyazinth die prächtigste Figur des Werks gelungen ist. In einem wohl aus dem Dezember 18211 stammenden Brief an seinen Freund Immcrmunn sagt er im llinblij-k auf Hyazinth, daß er zum ersten Male versucht hat, eilten Charakter leben,und sprechen zu lassen, und in einem Schreiben an Varn ha gen von Knse vom 3. Januar 1830 bezeichnet er Hyazinth als die-erste ausgeliorene Gestalt, die er in Lebensgröße geschaffen hat. K.s ist sicherlich kein Zufall, daß die erste ausgeborene Gestalt, die Heine in Lebensgröße schlifft, ein Jude jsf, typisch jüdische Züge aufweist. Das zeigt, wie positiv trotz alledem und alledem Heines Verhältnis zum Judentum ist. Dies wird ferner bewiesen durch seine Helgoländer Briefe «oni Sommer 1830, die er 1840 in „Ludwig Roer ne. Fine Denkschrift“ .aufnimmt. In diesen Briefen schildert Heine, mir welchem Genuß er sich während seines Helgoländer Aufenthalts in die Bibel versenkt, und er findet es ninmmtmrnmftmrnfiimmfmtiimNtmHiJtttHNHMHmiiHiiHMMNiiMMuuiiNNiifiiiiiimtiiiNM mhiiim«h£ i"Konditorei Charlottenburg ZKurfürstendamm 234 und ^Berlin ffriedrichstraße 209 1 täglich auch Sonntags freier 1 Versand nach den westlichen Vororten 5_! ' I; ____ | 3&estellungs-£Rnnahme: £Bismarck $Nr. 6144,6145 fiinMmiwiiHiHHiiitiHUimHmiiiiiiiiiiiiiiiiuumiinNtimnmnmiMMMinHHimMmiwMMMmiHmwmiNiMM f i / /. i