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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1929-11-01 · 8 (11.1929) · p. Seite 168

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
9 (1929-1930)
Issue
8 (11.1929)
Date
1929-11-01
Page
Seite 168 (sequence 16)
Language
German
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Seite 168 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Nr. 8 I ALÖFftl DAMEN? \P* 'SCUftANKKOfKfti IM derttand Mk. Weht/ Sperrholz, schwär, zer Ducbezug, helle VulconfibreKanten Elegante -Innenausstattung''' ENttAIN l-tlP2lG£R STR. 72-74 . BERLIN KURFÖRST€NDAMM 232 Verlangen Sie Hauptkatalog 36 gratis und franko stets i )i.R beste i YONS Der elegante * < fragt Heiser Kantstt 164* Kaiser Allee 209 dann federt und leicht wird, und das durch das gekrümmte Knie sonst häufig beobachtete Ausbeulen der Herrenbeinkleider und das unschöne Markieren des Knies un den engen Damenröcken fortfällt. Aber auch noch andferc Dinge sind für das richtige Gehen zu beachten. Ein jeder Mensch hat eine ihm eigentümliche Schrittlänge, die er beim Gehen einhalten soll. Diese Schrittlänge ist auch bedingt durch die Höhe der SchuhabsälzC. Die Schrit(spanne darf nur so groß sein, daß der Vorgesetzte Fuß mit seiner ganzen Fläche den Boden berührt. Das ganze Körpergewicht muß dann gleichzeitig mit dem Vorstellen des Fußes auf diesen gelegt werden, so daß also immer der Vorgesetzte Fuß belastet ist. Beobachtet man dies, so ist ein Ausrutschen, auch bei glattem Boden, fast unmöglich, weil der, Fuß durch die mit dem Vorsetzen erfolgende gleichzeitige Belastung fest steht. Zum Schluß soll noch kurz auf einige andere Bewegungen des täglichen Lebens cingegangen werden, die aber in ihrer Bedeutung hinter den Hauptbcwegungen des Sitzens, Stehens und Gehens zurücktreten. Da wäre zunächst das Tragen von »ehweren Gegenständen zu behandeln. Hier müssen wir nun eine Trennung nach dem Geschlecht vornehmen, da grundsätzlich eine Frau anders tragen soll als ein Mann. Der tragfähigsle Körperteil der Frau ist die Beckengegend, und diese Tatsache muß auch beim Tragen schwererer (iegenstände beachtet werden, das bedeutet, daß eine Frau mit vorgeschobenem Becken trugen soll, weil dann der vorn gehaltene Gegenstand sein Gewicht auf das Becken überträgt. BRUDER! Nur die Inserenten erhalten unser Organ UNTERSTÜTZT SIE! Der Mann hingegen trägt hauptsächlich mit seiner Schullerkraft und trägt daher mit gerade gehaltenem lyirper. F.lwa die gleichen Grundsätze wie für das Tragen gelten auch für das Heben schwerer Gegenstände. Auch hierbei soll die Frau zunächst die Knie und dann das Becken vorschieben und so gewissermaßen die Last von unten nach oben stemmen. Der Mann hingegen zieht die Last aus den Schul- . lern von unten nach oben hoch; Diese Grundsätze für das Tragen und Heben schwerer Gegenstände sind insbesondere um den Frauen streng zu beachten, da dann die häufig hcohuchtele Tatsache aufhören wird, daß das sogenannte Verlieben, was stets ein falsches Heben bedeutet, bei Frauen cinlritl. Audi das Bücken gehört in den Kreis der täglichen Bewegungen. Es wirkt nicht nur unschön, wenn Frauen sich bücken, indem sie den Oberkörper bei mehr oder minder gestreckten Beinen nach vorn beugen, so daß das Gesäß heraustrilt, sondern das Tiefbeugen dc;s Oberkörpers veranlaßt auch einen starken Blutandrang zum Kopf, der auf alle Fälle unangenehm, für manchen Menschen aber auch direkt gefährlich . ist. Aus diesen Gründen empfiehlt sich auch ein derartiges Bücken für Männer nicht. Das richtige Bücken erfolgt durch Beugen der Knie mit gerade gehaltenem Oberkörper. Solches Bücken wirkt durchaus ästhetisch und kann auch zu keinerlei Schädigungen des Körpers führen. Es ist einzusehen, daß sich im Rahmen eines solchen kurzen Vortrages das große, hier angeschnittene Thema der richtigen und sachgemäßen Ausführungen aller möglichen Bewegungen des täglichen Lebens nicht erschöpfend behandeln läßt. Trotzdem glaube ich aber, Ihnen wenigstens Anregungen gcgclien zu haben, sich selbst und andere bei den einzelnen Bewegungen zu beobachten und hieraus selbst das Richtige von dem Falschen unterscheiden zu lernen.

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