Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 9 (1929-1930)
- Issue
- 7 (10.1929)
- Date
- 1929-10-01
- Page
- Seite 141 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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I i Nr. 7 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Seite 14t Wir müssen es einst gekonnt haben, es muß eine Zeit auch in unserer Geschichte gegeben haben, in der wir gehen konnten, in der unser Gang federte! der Körper aufgerichlct und ruhig war. die Bewegung nur von den Hüften abwärts lag. Da war das einfache Gehen schöner Tanz, es war Natur in edelster Vollendung. Wir finden dies heute noch bei Naturvölkern, die „unzivilisiert“ wie sie sind in ihrem Gange unendlich vornehm und königlich wirken. Und Fußleidcn kennen sie nicht. Man sollte in den Schulen wenigstens einmal in der Woche in der Turnstunde gehen, nur gehen, ohne Schuhe, mit absatzlosen Schuhen und mit Absatzschuhen. Die Füße nicht mehr auswärts, sondern parallel setzen lassen, den Oberkörper ruhig halten (eventuell etwas auf dem Kopfe balanzieren lassen). Jeder soll es lernen, in den Schuhen, die er im Leben trügt, richtig und sachgemäß zu gellen, die ihm entsprechende Schrittweite zu finden. Wir achten heute so sehr auf Körperbildung und vergessen einen der wichtigsten Teile unseres Körpers: den Fuß. Wir vergessen, daß erst die Bewegung den Körper ajdelt. Sicht man einen Menschen \on Weitem kommen, so sieht man nur l.inie und Bewegung. Man hat im „Innern“, oft unbewußt, ein Urteil über ihn, lange bevor man seine Gesichtszüge unterscheidet. Der Gang charakterisiert, der Gang zeigt die Kulturstlufc eines Menschen, eines Volkes an. \\ ir tun so viel für die Jugend, erziehen sie seelisch und geistig, lassen ihren Körper durch Sport stählen, lelirl sie auch die Schönheit der Bewegung im täglichen l.chcn! Diese »aber fängt beim Gehen an. v K]V7j/ v / -i LACKSCHUHOEL VERHINDERT DAS LEICHTE BRECHEN DES LACKLEDERS 50 Jahre Otto ßoenicke. Am 1. Oktober beging die bekannte Zigarren-Import-Firma Otto Boenickc Berlin das Jubiläum ihres 50jährigen Bestehens. Im Jahre 1879 nach langjähriger Tätigkeit in Havana im Hause II. U'pmann und Co., von Herrn Otto ßoenicke zusammen mit Herrn Fritz Fichncr unter der Firma ßoenicke und Fichncr gegründet, setzte sich das Unternehmen unter den bereits bestehenden /.igarrcngcschüflcn in kurzer Zeit durch und nahm eine führende Stellung ein, zumal in 1 lavana-Importen, bei deren Finkauf der jungen Firma die persönlichen Beziehungen zu den Huvancscr Fabrikanten und die derselben eingeräumten Vergünstigungen des alleinigen direkten Importes zu statten kamen. Aber auch in deutschen Fabrikaten verbreitete sich der Ruf besonderer Leistungsfähigkeit der Firma weit über die deutschen Grenzen hinaus, so daß die Geschäftsräume in der Französische Straße 21 bald eine Vergrößerung erfahren mußten. 1905 trat Herr Fritz Fichncr aus der Firma aus und Herr Otto Boenickc führte nunmehr das Geschäft unter seinem eigenen Namen weiter. Die auch bei den schwierigen geschäftlichen Verhältnissen während des Weltkrieges und der Nachkriegszeit stets befolgte grundreclle Preispolitik wirkte sich in den letzten 10 Jahren in einem beispiellosen Geschäftsaufschwung aus, der die jetzige Leitung, welcher Herr Alfred ßoenicke, ein Neffe des Gründers, bevorstehl, veranlaßte, zur Fntlastung des Hauptgeschäftes an einigen Brennpunkten des Berliner Verkehrs Zweiggeschäfte zu errichten und sich auch in West- und Ost-Deutschland niederzulassen. Zu ihrem Geschäftsjubiläum hat die Firma Otto Boenickc eine Festschrift, verbunden mit Katalog, herausgegeben, die den Werdegang des Unternehmens schildert, sein Fmporblühen in der werdenden Weltstadt mittels guter Illustrationen aus früherer und jetziger Zeit veranschaulicht und -in kürzen Zügen den Siegeszug des Tabaks, die historische Fnlwicklung des Tabakbaues und die Zigarrenherstellung behandelt. Fs folgt ein Angebot von besonderer Reichhaltigkeit in Bocnicke-Zigarrcn, die sich heute im ganzen Reiche allgemeiner Wertschätzung erfreuen. Möge die Fnlwicklung der Firma einen ebenso glücklichen Fortgang nehmen, wie in den verflossenen 50 Jahren! Gebrüder Kroner, EOSWerke, Berlin u. Danzig die Königin der Kleinschreibmaschinen IriKü l^riaumam? ml Neues Modell ~ Einfache Umschaltung Geringes Gewicht Flaches Format; GENERALVERTRETUNG: CARL E. HALBARTH INHABER: ERNST FUHRMANN BERLI N W8 / MAUERSTR. 86-88 VERKAUFSLOKAL: FRIEDRICHSTR. 78 / TELEFON: ZENTRUM 15248-SO 9999999999999999997999 99999995