Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 9 (1929-1930)
- Issue
- 3 (6.1929)
- Date
- 1929-06-01
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 58 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. O. B. B. Nr. 3 Skatistik Von \V. Wicsenthal - Berlin. Der Skat, so Berichtet die Bekannte Literatur, wurde im dalire KM7 Mim Rechtsanwalt Hampel in Altcnburg erfunden, ist also ganz neueren Datums im Vergleich zu anderen Kartenspielen wie z. B. Whist, das schon seit LS1M) Bekannt sein soll. Kr muß eins der interessantesten Spiele sein, wenn man Bedenkt, daß der Skat sieh das Bürgerrecht erworben hat, selbst in dem kleinsten deutschsprechenden Dorfe. Leber das Lntstehungsjahr freilich haben meine privaten Nachforschungen ergeben, kann man anderer Meinung sein, denn schon Moses sah die- .luden com Berge Horeb herab „wimmeln", ein Ausdruck. der beim Kartenspiel oft gebraucht wird und somit nicht unbedingt auf den Skat sich beziehen muß. Autlers steht es mit der notorisch nachweisbaren Aussage um Horaz, der etwa HO .fahre cor Christi (ichurj lebte und in seiner zweiten Ode sagt: ..Ouid cum 1’iccniW richtig verdeutscht: „Wie stchts mit Pique'“ W ie dem auch sei. ich selbst betreibe das edle Laster bereits seit etwa ,V) .lahren. wo ich als Sekundaner in einer verbotenen Sc hülerverbindung -liei Bier und Zigarre mich befleißigte. auch diese Kunst zu erlernen, freilich bis dato nur mit leidlichem Krfolge. Seinen Namen hat der Skat von dem französischen Worte ecurter d. h. auskarten uustnerzen, weil man anstatt des aus zwei Karten bestehenden Skates zwei andere nicht brauchbare weglegt. Kr hat aber im Laufe der von mir beobachteten Zeit soviel kleinere und größere Veränderungen erlitten, daß es sich wohl verlohnt zu untersuchen, ob diese Neuerungen auch immer Verbesserungen waren. Lrsprünglich wurde begonnen mit dem sogen, lourncr d. h. itian tournierte aus dem Skate eine Karte offen, die dann Trumpf sein mußte. Daß man hierbei 'meist schlecht abschnitt ist nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung nur selbstverständlich, nach, der man natürlich im Verhältnis öfter die kürzere Karbe finden muß, je weniger davon heraiisgegeben sind. Aus diesem (irundc durfte man nach kurzer Zeit bereits die eine Karle verdeckt ansehen und je nachdem bestimmen, ob man diese Farbe als ä tont lassen will, oder, das Risiko der anderen Karte auf sich nehmen, die dann gespielt werden mußte. Daß aber hierbei trotz verminderter Chance auch viel vorluMlourniert wurde, hat schon der vorhin zitierte Iloraz erkannt, der in einer seiner Oden sagen läßt: „Ouid moror, semper Ailtcrnm“. „W as zaudere ich. immer die andere“. Leber rtts ttPe Die Agfa (I 6 Farbenindustrie A -6 ). Berlin und die Landeshute' Leinen- und Gebildwebere; F. V. Grünfeld, Berlin W 8, veranstalten einen Bade - Photo - Wet bewerb. Die Beteiligung ist jedem gestattet, der die Bedingungen erfüllt. Die ausführlichen Bedingungen des Wettbewerbes sind in den Badetisten der Firma F. V. Grünfeld enthalten. Diese Badelisten werden in allen Photogeechätten, die Agfa «Artikel führen, und in den Geschäften de F. V. GrQnfeld Berlin, Leipziger Straße 20 - 22 Kurfo der Firma rorstendamm 227 KAIn. Krebsgasse<lndustrlehof) Landeshut fn Schlesien kosten'osabgegeben AufWunschposttreie Zusendung durch die Versandabteilung der Firma F.V.Grünfeld, Lenin W8 Als Preise sind ausgesettf: 1. Preis ..M. 1000 10 Preise zu Je M. tOO M. 1000 in Waren der Firma F. V Grünteld oder auf Wunsch in bar. 40 Preise zu je M. 25 M. 1000 lOO Preise zu je M. 10 M. 1000 in Grünfeld Gutscheinen. 1,4» Trostpreise 2000 ^reis• Die Namen der ersten 11 Preisträger werden spätestens Anfang November in der •.Berliner Jllustnrten Zeitung“ verö-fentlicht. PHOTO¬ WETTBEWERB PREISE VERLANGT DIE BEDINGUNGEN I