Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 9 (1929-1930)
- Issue
- 3 (6.1929)
- Date
- 1929-06-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B B. Seite 53 X Die Ausstattung tlcij Monatsschrift ist unverändert geblieben. Ks man i,n ‘littst; - Stelle noeli erwähnt sein, daß unser Organ außer tlen \ ersentl ingskustcn den Berliner Logen keinerlei \usgaLen verursacht. T B i b 1 io t b c k s aus s e li tt ß: Die Benutzung der I iibliuthck war aueli iin ubgclaufenen Termin eine erfreulieh lebhafte. Wir Italien jede wertvolle Neuerscheinung angeschalft, konn- 'len nur leider tlen dringenden Anforderungen, im Brennpunkt tles Interesse« stehende Bücher in m.-'ireren Kvemplaren nuszugeben. nicht in dem Malte nuchkommcn, wie dies wünschenswert gewesen .wäre. Ks liegt dies an den verhältnismäßig gerinnen uns zur Ycrlünunn'stehenden Mitteln. Sie wollen berücksichtigen. dalt nach Abzug tles (iehalts der Ifililiuthekarin uns nur 1700 HM. für liücherheschalfunnen zur Verfügung stehen. Hiervon neben auch noch, die Kosten für tlas Kinliindcn schadhaft gewordener Bücher uli. W enn es irnentl münlich ist. wirtl gebeten, tlen Ktat der Bililiothek IUr tlas neue Mahr etwas reichlieher zu bemessen Nur so kann tlie Bililiothek auf der Höhe erhalten und die Interessen der neisli" eiiVgestellten Brüder und Damen der Schwcslcrn-V ereinigungcij aus tlen Beständen der Bibliothek lie- Iriedinl werden. K U n s t a ti s s c h u ß; Del- Kunslausschulj litit verschiedene .lafire nichts von sich hören lassen, trotzdem lerjallc .fahre ne"älilt wurde untl auch in l iu/cllällcu wirken konnte. Nach w ie vor bestätigen'sieh leider tlie hishcrincn Krl.ihn ngjcn, daß l-utsprcchcnd dem Bildungsnratle unserer Mitglieder lauf den meisten alitieren Gebieten bei tler Kunst eine nuuz groß| l.ücke klaflt und. was viel schlimmer ist, daß man es vielfach fiblelint, hier zu lernen, vielleicht weil man \ ogcl-Strauß-l’oliliki treibt und nicht zugehcii will. daß man hier, eia vviehlines Kulturnebiet vernachlässint hat. W er es »ich leisten kann, kault selbstverständlich riir seine W ohniinn echte Teppiche, viel es sich leisten kann, tränt, soweit eine herrschende Mode nicht Gegenteiliges vorschreibt, keine unechten Brillanten usw.; aber man neniert sich durchaus nicht, inmitten sonst schöner Wiohnungscinriclitiingeii Bilder untl l’lastiken anzubrinnen, die jedem neschulten Anne solort zeigen, tlaB der Besitzer von Kunst absolut nichts versteht. Das Bemühen des Kujistausschusses gehf seil lannen daliren dahin, tlas Kunstversländtiis unserer Mitglieder auszuhiltlcn und zu vertielen. Anfang Muli soll wieder einmal eine Ausstcllunn wirklicher Oualilätshilde zur Knlwicklunn des Geschmackes beitranen, darüber hinaus bitten wir aber erneut alle Brüder im einenen Interesse herzlic ist, sich bei Anschaffung von Kunstwerken unserer Beratungsstelle zu bedienen. Ks gibt zu viel Kunsthändler, die ausseh ießlich (iesehäftSleule sind, teilweise eben nur verkaufen und verdienen wollen. Ist es nicht für einen Bruder besser, er l ull unseren Hat ein, als daß er durch Anbringung eines schlec iten Bildes und tägliches Betrachten desselben seinen untl stgiicr Angehörigen Geschmack immer mehr verdirbt? W ir haben im Kunstausschuß durch Kooptation und als Mitglieder eine Anzahl Bjrütler, die seit langen daliren teils beruflich, teils aus privulcji Neigungen sich mit Kunst beschäftigen untl wohl in der l.uge wären. Schlimmes, vv ie oben ausgeführt, zu verhüten. Daß unsere Vermittlung und Beratung absolut uneigennützig und s e I b s t v e r s t ä n tl I i c h, ganz kostenfrei erfolgt, ist eigentlich überflüssig zu erwähnen. ' Der Kunstnusschuß hat ferner die ersten Versuche unternommen, in irgendeiner Form Kinfluß zu gewinnen auf tlie zukünftige Gestaltung tler Kunstsammlung der jüdischen Gemeinde, doch ist diese Angelegenheit noch nicht spruchreif. B ü r o a ü s schuß: Der Büroausschuß hat kaulu \ eranlassuiig gcltindcn. sich zu betätigen dies mag als Beweis daTUr angesehen "erden, daß auch in diesem Termin tlas Logchbüru zu Bemängelungen keine Ursache gab. Kür tlie Kxaklheit untl Pünktlichkeit, mit tler tlas Büro funktionier!, sehuldcn ‘vvir vor allem aufrichtigen Dank unserem lieben Br: Buer, tler nicht nur unsern Betrieb durch seinen Organisationstalent zu einem inusterhalten gemacht hat, sondern tler auch tlie andere Seife: seiner Aufgabe als Berater untl Heller all tler vielen, tlie sich an ihn wenden, im schönsten Brutlersinne erfüllt. W eiter sei allen unseren treuen Mitarbeiterinnen hiermit herzlichster Dank tlalür ausgesprochen, daß sie ihre nicht immer leichten untl angenehmen Aufgaben nicht nur mit tler erforderten Gew isseiihnftigkcit, sondern darüber hinaus mrt innerlicher Anteilnahme’ crlüllt haben. Kille neue schwere Belastung hat tlas Büro dadurch erlaliren, tlaß uns vor kurzl-m von tlen Behörden tlie Hunntagsurheit verboten worden ist: tlies bedeutet eine numhultc \rhcitshüufung an tlen zur Verfügung stehenden Tagen denn tlaß tlie geforderten Leistungen'-bewältigt werden müssen, ist selbstverständlich. Mit diesen Berichten schließen' wiitlen Termin lfhlil, 2!l ab im Bewußtsein, durch redliches gemeinsames' Wirken, durch dauernde Tühluikgnahnie miteinandei* mehr lür tlie Brüderlichkeit getan zu haben, als es nach anßenltin scheinen mag. .Meine lieben Brüder vom B. (I. A.! Ihnen allen, tlie Sie im ahgcT.iufcnen .fahre in treuer \rbeit tlen Interessen unserer Logen gedient haben, spreche ich Dank untl Anerkennung ad derer aus, weiche Ihre gew isscnhaflc Tätigkeit kennen untl deshalb schätzen: Sie alleY die’ Sie im neuen Termin tlen B. G. A. zu bilden: durch das Vertrauen Ihrer vv 'logen gewählt sind, rufe ich auf zu gleicher Hingabe an die gemeinsamen Interessen der- Berliner Logen! Nordenus -Anlaß-besonderer Vor kommnisse .madheh'wir aus drücklich daraus auimerksam, daß die Inanspru.ch.nadme ven Raumen im Legenhause :\:r Veranstaltungen Irgend welcher' Art . Sitzungen Ec?* sprechungeg .'Proben uw.. nur nach, vorheriger Gene rnigung .durch das Logenb.urc gestattet werden kann. Die 'unbedingte‘Beachtung dieser Bestimmung muß im Interesse eineV geordneten Verwaltung’unseres Hauses1* gefordert werden. Der Ausschuß für die gemeinsamen Angelegenheiten der Berliner Logen U. O. B. B. Norden /