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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1929-04-01 · 1 (4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
9 (1929-1930)
Issue
1 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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/ derBEßLINE ,0€ E N U.O.BB. BERLIN W 62, KLE1STSTR. 1Ö, LOGENHAUS 9, JAHRGANG APRIL 192^ NUMMER 1 V r(9 Was verstehen wir ijnter dem J jüdischen Menschen und was bedeutet er uns für die Logenarbeit? Eine Aussprache im Verband Berliner Logen L. 0. R. B. Der Verband Berliner Logen U. O. B. B. hatte seine Mitglieder und zahlreiche andere Berliner Brüder zu einer Aussprache über den „jüdischen Menschen“ eingeluden, die durch Heferate der Brüder Exprüsident Ludwig Holländer und Viceprüsident Julius (' i t r o n eingeleitet wurde. Br. Expräs. Holländer, der das erste Heferat erstattete, gibi zunächst das Wesentliche .der Ausführungen des Br. Großpräsidenten Bneck wieder, die er in der Tagung der Großloge über das Thema ,J)er jüdische Mensch“ gemacht hat und die Gegenstand zahlreicher Erörterungen in den Logen gewesen sind. Er weist an Hand der wörtlichen Ausführungen nach, daß die Rede des Br. Ilucck vielfach mißverstanden worden ist und daß es infolgedessen für jeden einzelnen Bruder notwendig sein wird, vop dem Wortlaut des Vortrages des Br. Baeck, wie er im Großlogenblatt wiedergegeben worden ist, genaue Kenntnis zu nehmen. Br. Baeck habe die Grundlage zur Erfassung des Begriffes .Jüdischer Mensch“ gegeben, die Ausführung stehe noch Zunächst müsse erörtert werden, ob es überhaupt einen Sonderbegriff .Jüdische' Mensch“ gäbe. D^sr Vortragende hab«; schon \8r Jahren im C|entral-Verein über j die Möglichkeit des Begriffes „jüdischer Mehsch“ gesprochen. Da seien bedeutende Persönlichkeiten aufgestanden und hätten die Existenz eines solchen Begriffes geleugnet oder ausgeführt, zumindesten sei die Gleichstellung der begriffe „jüdisch und Mensch“ in „jüdischer Mensch“ ein Felder. Der jüdische Mensch sei jedoch «vorhanden. Die Wissenschaft Labe zwar bewiesen, daß rein körperlich von einem jüdischen Typus nur sehr entfernt gesprochen werden könne. Erst kürzlich habe der als Gelehrter anerkannte Professor Friedenthal in Berlin die Frage des jüdischen Typus eingehend behandelt und nachgewiesen, wie wenig mit diesem Begriff anzufan|;en sei. Schon aus dem Grunde, weil es eine große Anzahl von Juden gäbe, die der landläufigen Vorstellung des jüdische« Aussehens nicht entsprachen, ferner auf dyr anderen Seite der sogenunntc jüdische Tv pus von zahlreichen Menschen geteilt würde, die niemals mit dem Judentum uueh nur in eiitfernjester Verlandung gestanden hätten. Es hätten sich im Laufe-der .Jahrhunderte bei den Juden eine ganze Anzahl körperlicher .Momente, Krankheiten usvv. entwickelt, die l>Ci ihnen in höherem Maße anzutreffen seien als bei Nichtjuden. . Entscheidend sei das! geistige' Moment. Wolleman heute dus Wesen des jüdischen Menschen näher charakterisieren, so müsse man dijzu die “Ergebnisse der Indiv idual- Psychologie, der Völker-Psychologie, der Charakterologie, der Sozial-Ockonomie und der. Religions-Soziologie zugrunde legen. Der Redner setzte auseinander, welche Teile dieser Lehren gerade für die Betrachtung der Wesenheit des heutigen Juden in Frage kämen, uhd wie wichtig es sei, die Ergebnisse dieser Disziplinen stets zu verfolgen, um an Hund der Erkenntnisse eines jeden. Jahres neue Einsichten über uns selbst, unser Wesen und unsere Entwicklung zu gewinnen. Eine Darstellung dieses Teiles der Ausführungen des Vortrages würde hier zu weit führen. Ferner müsse man sich darüber klar seiri, welche W'csenheit die Verknüpfung von Judenheit und Judentum bei bedeutenden Juden aufweist. Drei besonders hervorstehende Persönlichkeiten wurden behandelt: Sarnsöh Raphael Hirsch, Eugen Fuchs und Mux Nordau. Holländer untersuchte, inwieweit undauf welche W eise diese Persönlichkeiten mit ..dem Judentum verknüpft gewesen seien und wies zunächst darauf hin, in welch entscheidenden Punkten sie sich von- ■ einander unterschieden, so daß heute schon duvon gesprochen, werde, daß die Auffassung über das AVesen der Religion dasjenige .Lebensgebiet sei, welches die Juden oft , stark trenne, und nicht, wi^ man allgemein annehme, vereine. DIE OBKONOMIE DES LOGEN HAUSES an Hprrn Adolf V e i t Ubergegangen. Herr Veit, der einer großen Anzahl von Brüdern als ist am 1. April d. J Besitzer des. Hotels durfte, ist vom Oeko|v ausgewählt worden. BrUdern auch fUr di e tlax Moses in Kolberg sowie des Restaurants ,,M e t r o p o 1“' in' Berlin bekannt sein omie-Ausschuß aus einer großen Anzahl von Bewerbern für,die Oekonomie unseres Hauses lei demf vorzüglichen Ruf, den Herr Veit als Restaurateur genießt, glauben wir, ihn unseren Veranstaltungen ihrer Privatfestlichkeiten angelegentlichst empfehlen zu können. DER GEMEINSAME ihrer Privat fest 1 ich keiten AUSSCHUSS DER BERLINER LOGEN U. O. B. B.

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