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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1929-02-01 · 11 (2.1929) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
8 (1928-1929)
Issue
11 (2.1929)
Date
1929-02-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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1 derBEKUNE jOäENUOBR Y BERLIN W 62, KLE1STSTR. 10, LOGENHAUS i . JAHRGANG FEBRUAR 1929 NUMMER 11 ■1 - - __ v Bücher von Juden ~. Von Br. Expr. Dr. Israel soll sprechen können, einer sehen geschaffen, gleichfalls Daß cs eine jüdische Geschichte gibt, eine allen jüdischen Menschengruppen der Erdöl erfläche umfassende, also so universale, wie die Geschichte der Menschheit überhaupt, das ist uns Selbstverständlichkeit geworden. Die Meisterwerke unserer G r a e t 7. und D u b n o w ha >en es uns eingehjimmert. Daß man - aber auch von einer jüdischen Literatur in ebenso weitem Sinne Literatur, die von jüdischen Menalle Länder des Erdballs umgreift, in allen Zungen des Universums redet und doch gemeinsame jüdische Seelenzüge aufweis t, also die gemeinsame Benennung _ rechtfertigt — das will uns noch immer - problematisch erscheinen. Denn niemand bisher hat die ^ungeheure Aufgabe gelöst, die Geschichte dieser .ite'ratur zij schreiben. Ganz ähnlich steht cs mit der jüdischen Kunst. Gleichwohl sind wir in diesen Tagen im den ersten Versuch bereichert worden, wenigstens einen-Abriß ihrer Geschichte zu geben. Daß dieser bahnbrechende Versuch gemacht ist, danken wir der Initiative des Heine-Bundes, .der nachgerade durch seine Wirksamkeit beweist, daß er nicht bloß als jüdische Buchgemeinde. I^sebcdürfnisse befriedigt, so'ndern auch kulturschöpfe- -irisch zu seil) weiß. Das letzte Buch der laufenden Jahresreihe heißt „Die Juden in der Kunst“ und hat Karl Schwarz, den Kustos des Berliner jüdischen Museums, zjim Autor, Geber den Dauerwort dieses mutvollen Versuchs soll hier kein Girteil gefällt sein.; Schwarz selbst weist auf das notwendig Fragmentarische und Summarische des Unternehmens hin, das zudem noch in enge Grenzen des Raumes und der NiederschriftzaA gebannt war. Immerhin gibt die kluge und lehcndiagjKXfstellung ein fesselndes Gesamtbild, mit tausend AurercroSn zum Weitersuchfen und* Weiterdenken. Der Text vj^rd grordentlich unterstützt durch die zahlreichen, fein ausgeen und glänzend reprod uzierten Tiefdruckbilder. Sie stempelt^^s Werk nicht nur zu dem bisher schönsten des Heine- Btindes, sondern auch zu eitern der schönsten Bücher;ler jüdischen Gegenwartsproduktioi i. überhaupt (Welt-Verlag, Berlin). Kaum weniger ansprechc nd ist das Vorgänger jauch derselben Jahresreihe des Heine-Bunde j r Markus Ehrenpreis „Das Land zwischen Orient und Okziden t“. Aus Galizien stammt, in Bulgarien e|n Jahrzehnt lang wirkte, in Stockholm amtiert, in allen möglichen Kultursprachen, einschließlich bulgarisch und spaniolisch, schreibt der begabte Verfasser. Das vorliegende Werk ist aus dei 1 schwedischen Original von Ehrenpreis selbst übertragen. Ein Vorwort von Alfons Paquet unter- Bücher über Juden. Auerbach (T. J. I.t). j j i, streicht seine Kulturbedcutnng., Diesfe Kei^chesclirj;ibung eines modernen Benjamin von Tedela, der ausafieht, und in Spanien verschollene Brüder seines i Volkes und die Stätten einer \ erschollenen Vergangenheit zti suchen, bat nicht jene „neue Sachlichkeit“, mit der etwa ein Egon Erwin Kisch ungekannte Welten vor uns abrollen läßt. Ehienprfcis’ Rejse ist weniger äußere als innere Schau, mehr persönliches Erleben und Bewerten uls objektive Darstellung. Eine historisch vibrierende Seele feiert Erinnerungen einstiger jüdischer Grolle und Schönheit, aber auch unsäglichen.jüdischen Leidens. Die ergreifendsten Kapitel, stehen „im Schatten der Inqnisiliön“ und im Lichte des Erwachens derMarannen. Dem Chdraktcr dieses Seelenbuches fein angepaßt sind wieder die 35 Text- und Tnfelbilder, mit denen Autor und Herausgeber (Wclt-Vei lag, Berlin) die Reise zu begleiten wissen. , Das Buch wird siclier i^i weitey Kreisen das Interesse für dus jüdische Spanien wecken \lnd so/Verständnis für ein ganz andersartiges, größfer angelegtes, wissenschaftlich hochbedeutsames Werk Uber dieselbe Lebenszone und Geschichtsepoche vorberpiten, das soeben die des' Judentums herausgibt: christlichen Spa nie Akademie für die Wissenschaft Fritz B a e r „Die Juden im n“. Der Verfasser unternahm im Aufträge der Akademie zwti Forschungsreisen nach der pyrenäischen Halbinsel und trug von dort ein ungehöures, ganz unbekanntes Urkundenmateria 1 zusammen; das ein« dritte Reise in diesem Winter noch ergänzen wird. Diese Funde beleuchten in einzigartiger Weise das gesamte Leben 'der Juden iiy den christlichen Teilen Spaniens: ihre äußeren Rechtsverhältnisse, die innere Verfassung und (Entwicklung ihrer Gemeinden,. ihre religiösen - und nationalen Traditionen, ihre .Wirtschaftsgeschichte, ihre großen Mängel, den Anteil ihrer Finanzmänner und Aerzte an der Verwaltung < 1er Staaten undihrer äußeren Politik, die religiösen Disputationen, den erzwungenen^ Abfall und die immerwährende Rückkehr zum Judentume, endlich die Blutgcschichte ihrer Verfolgungen durch die Inquisition. Die Originaldokumente sind in deuts« her Sprache wiedergegeben und erläutert, so daß nicht bloß ein grundlegendes Monumentalwerk1 für die historische Forsche ng, (sondern auch ein 'ergreifendes' Geschichtsbild mit diesem Suche ytrliegt, dem auch der Laie mit Spannung und Erschütterung folgen wird (Akademie-Verlag, Berlin). - j ’ Vollen, reinsten Orient atmet ein drittes Buöh des Heine- - Bundes: Mirjam Harry] „D ns kleine Mädchen von I .

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