Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 9 (12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- Seite 241 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 9 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. Oj B. B. Seite 241 Arbeiten in kurzer Frist beteiligen wird, z« ihrer und unserer Genugtuung. Meine lieben Brüder es <vur einmal, daß unsere Logen so. wohlhabend waren, daß die Frage der Bruderhilfe keiner Berliner Loge Sorge bereiten konnte; es war einmal, daß die Aufbringung der notwendigen Mittel unsere Stoßkraft nach außen nicht lflhmte. beider haben sich die Zeiten gelindert, und so geändert, daß das drohende Gespenst der Geldnot uns' schreckhaft‘vor Augen stellt. Der Versuch eines Ausgleichsfonds unter den Berliner Logen ist gescheitert. Die Betonung der Gemeinsamkeit der einzelnen Berliner Logen muß aber kommen, da die /.usainmcnfassung in einzelnen l.ogen nur eine Trennung durch Raum und /eit bedeutet, aber gleichartig sind wir in unseren Gedanken und Zielen geblieben. Der Ausgleich muß kommen; nicht im Interesse einer Einzellogc, sondern im Interesse aller Berliner Logen überhaupt. Wir halien als unsere Aufgabe die Stellungnahme zu den Arbeiten der hochw. Großloge erwählt. Das bedeutet nicht, daß wir nur kritisch die Arbeiten der hochw. Großloge beobachten wollen. Die Großloge als solche betreut den ganzen deutschen Distrikt. Wir wollen vom Gesichtspunkt der Berliner Logen Anregungen an die hochw-. Großloge weitergehen und Anregungeu von ihr erbitten. Inner solchen Anregung entspringt der dritte Punkt unserer heutigen Tagesordnung: „Kulturarbeit der Berliner Logen U. O. B. B. in den kleinen Orten der Provinz Brandenburg.“ Ohne den Referenten vorgreifen zu wollen, glaube ich sagen zu können, daß die durch die Zeit bedingte Entwicklung die Gründung von Logen an Orten in größerer räumlicher Entfernung von der Berliner Zentrale bringen muß. Wenn gesagt und geglaubt wurde, daß die Gründung des Berliner Logenverbandes nur zum Zwecke der Vorbereitung der Wahlen zur bevorstehenden Großlogen-Tagung erfolgt sei, so liegt eine Verkennung vor. Die Wahlen sind, abgesehen davon, daß sic nur alle vier Jahre erfolgen, für uns zwar ein Gegenstand der augenblicklichen Arbeit, aber nur ein winziger Teilausschnitt unserer Arbeiten. Unsere V ermittlung zwischen Großloge und Logen soll sich in geistiger, kultureller und sozialer Arbeit auswirken. l'Hnc der wichtigsten Aufgüßen ist auch die persönliche Fühlungnahme unter den Berliner Logen. Ich darf feststellen, daß schon ein glücklicher Anfung durch die Vorbereitung gemeinsamer Sitzungen einzelner Berliner Logen gemacht ist. Um die Größe der Aufgaben. die unser harren, zu kennzeichnen, erwähne ich. daß unsere heutige Tagesordnung nur einen Teil der Dinge umfaßt, die in Vorbereitung sind. W ir' folgen einer Anregung der Brüder Mux G i n s b e ’r g . Fritz Wieluncr und Hugo Wittenberg, wenn wir nächstens beraten werden, wie wir die Rinder der Logenbrüder im Sinne unserer Ordcnsarbeit aktivieren können; wir folgen einer Anrcgung der vv. T i m e n d o r f e r .1 u h i I ä u nt s 1 o g e und der A k i h a Lger- Loge, wenn wir einen Antrag zur Beratung stellen, der sich mit dem Wahlsystem zum Gcncrnlkomitcc der Großlogc befaßt. Wir werden auch, einer Anregung des Br. Karl M. B u e r folgend, durch Vorträge aus dem Gebiete der Geschichte unseres Ordens und der anderen Brudergemeinschaften die inneren Beziehungen unserer Brüder zäum Orden festigen und vertiefen. Sie sehen, daß eine Fülle;der Arbeit unserer harrt. Sie zu erfüllen im Sinne unseres Ordens, im Sinne und (leiste der .Menschheitsliebe, wie sie der Orden 'als höchstes Gesetz kennt, sei unser Streben. Ich glaube,1 dem Geiste unserer Arbeit nicht besser gerecht werden zu können, uls durch Anführung eines Wortes, in das einer unserer Brüder den Geist unserer l.ogenarbeit zusammenfaßte; Vertiefung des Gedankens durch Kenntnis, die zur Erkenntnis führt! Gemeinsamkeit ist. Er wies gen eines Verbandes, sondern das Entscheidende sind. S< Hierauf nahm der liw. Giioßpräsident das Wort. Br. Baeck betonte,- dal der l.ogenverbaitd ein Werk der darauf hin, daß nicht die Satzundic Menschen, .die in ihm arbeiten, werden auch die Leistungen des Logenverbundes nicht von der Satzungen abhängig sein, sondern von dem Geist der Menschen, die dahinter stglien. Br. Baeck hofft, daß sich die Gemeinsamkeit der Berliner Logen, deren Symbol ihr gemeinsames Haus ist, auch, in Zukunft wieder ausgeprägter gestalten wird. Es gibt, keine Loge in Berlin, die nicht im familiären V crlt iltnis zur anderen steht. Die Gesamtheit. d li. die Zahl der Berliner Logen, bedeutet einen .Reichtum, der verpflichtet, und inan dürfte' eigentlich von dieser Gcsumlhcil uld von der'Logt „Berlin“ sprechen. In dieser Geschlossenheit wird der Löget verband die Aufgabe, die er sich gestellt hat, erfüllen können. ' Br. Großprüsidcnt dankte «Ich Gründern dt*» l.ogcnverbendes, besonders/den Br. Br. 'Pt ü^idciit II i r s c fv und Expräsident Norden für die .bisher geleistete Arbeitf Br. Präs. Hirsch dun tte dem Br. Großp'ifisidcntcn für seine W orte der Begrüßung'und det-^Fürsorge und versprach, die Arbeit im Sinne der Gemeinsamkeit und nicht im des Einzelinteresses, zu leiten. Hierauf wandte sich de! Verbund der Erledigung seiner Tagesordnung zu, aus der besonders e.ine Aussprache über „Die Kulturarbeit der Berliner l.og.-n U. O. B. B. in den kleinen Orten der Provinz Brandenburg“ hervorzuheben ist. .pracli, Sirjnc Neuaufnahmen: ntffipre-Loge,. - z) J|>, Ilohenstiutfenstr.;13. , Montefio Israel S i I h e r stein, W .lulius-Feiuhel-l.oge. Dr. Fritz Aron, X Kö, I.indiwer Str. 24. Bernhard F e i b e I in a n n . Ijalcnscc, Seesener Str. 2(t. Dr. Ernst lleymann, W 15. Fa-sanenstc. 5R. Direktor Bertold M e l z g c r , j Gruncw ald„ Fran/cnshudcr Str. 5. Dr. Martin Rosenberg, NN 50. Ansbacher Str. 15. Musikdirektor Max W a c h s in a n n, Charlhg. 5,.Ddrnbu gstr. 45. Aus der Berthold-Aucrbaih-I.pgo zur .lüüus-Fcnschcl-l.oge ührr- ’ getreten: Leo O 11 e n d o r f , NV 15. K urfürstendumni 113.> Eugen Redlich. W 15. Düsseldorfer Str. 7T VORANZEIGE TIMENDORtER 1ILVESTER IN DER JUBILAjUM*'L06E! ' / ■ t ' Im Gartensaal des Logenhauses findet ein - Gesellschafter Abend mit Ball wim s att. Einladungen ergehen noch. Gäste aus den Bnuderlogen mit ngehörigen willkommen-. Näheres d jrch den Geselligkeits-AusschuO