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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1928-11-01 · 8 (11.1928) · p. Seite 226

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
8 (1928-1929)
Issue
8 (11.1928)
Date
1928-11-01
Page
Seite 226 (sequence 14)
Language
German
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Seite 226 Nr. 8 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. O. B. B. _i . . religiösen und geschichtlichen Ciehalt und umfaßt nach einem Geleitwort in Versen eine Anzahl Geschichte^, Jugenderzühlungen, liegenden. Lebensbeschreibungen, Belehrendes, Gedichte, Ernstes und Heiteres. Rätsel. Scherzfragen. Fragmiclyvas, Kla- \ ierstücke. Bastelarbeiten. Stickmuster, ein C'hannukkahstück, ein Purimspiel, eine Schreibecke und \ieles andere, sowie ein buntes Würfelspiel als Beilage. Außer \ ierzehn \ierfarbigen Tafeln enthält das Buch etwa fünfzig Illustrationen im Text und auf Kunstdruckbeilagen. Die Schwierigkeit dieser Zusammenstellung lag zunächst darin, daß das. Buch geschrieben werden mußte nicht für eine, sondern für mehrere Altersstufen, d. h. für Kinder zwischen sieben und fünfzehn .Jahren. Diese Tatsache bedingte die Gemischtheit und V ielfältigkeit der Beiträge. Die Wesensart unserer heutigen Jugend und Zeit x erlangte Kürze der Beiträge, die Unterschiede im Charakter Lntgegenkommen für die teils technische. teils Phantasiebegabtheit der Kinder. Dal>ci mußte alles streng neutral sein, worülxer die Jugendschriftenkommfssion zu wachen hatte. Vor allem gber mußte nach des Herausgebers Leberzeugung der Humor zu seinem Rechte kommen, und selbst Witz und abreagierende Sclbstironic das alte Erbe unseres Stammes durften nicht fehlen. Es ist das Hauptleiden unseres jüdischen I.ehrstandes. xerschuldet durch die soziale Not, in der er lebte und noch lebt, daß er für diesen Humor, dem selbst das Heilige nicht so heilig ist. daß es nicht noch durch eir. herzhaftes Gelächter xerklärt xxerden könnte, nicht xicl aufbringen kann. Gerade hier mußte ein Buch xxie der Kalender Bresche schlagen. Der Herausgeber selbst, der sich ganz als- Schulmann fühlt und sich als Volksmann gern fühlen möchte, hat üI>er die Aufnahme oder Nichtaufnahme eines Beitrages immer erst die Jugend selbst entscheiden lassen, jeden einzelnen Beitrag in der Schule jeder Altersstufe vorgelegt, und wie die Kinder, dort reagierten, so wurde entschieden. Auf diese Weise kamen z. B. die biblischen Schüttelreime und Knittelverse, bei denen es mit Vurbedacht nach dem Prinzip „Reim dich oder ich fress’ dich“, ging, in den Kalender hinein, auf diese Weise auch der einzige Beitrag, der von der öffentlichen Kiiitik mehrfach beanstandet wurde, der „Briefwechsel zwischen David Minsker und Jonathan Pinsker“. Er hat gerade bei den Vierzehn- und Fünfzehnjährigen lebhafte Zustimmung gefunden, obgleich er — das ski anerkannt — den für deutsch-jüdisches Empfinden nicht ganz 'ungefährlichen Versuch macht, eineij ostjüdischen, halb noch in der jiddischen Gedankenwelt verhafteten Knaben in seiner Denk- und Sprechweise zu zeigen. VV’enn der Herausgeber auch zugibt, daß dieser Versuch nicht restlos gelungen ist, möchte er doch nicht einwilligen, daß dieses Halbgelingen, das literarisch zum Teil recht talentiert sich äußert, zum Anlaß genommen wird, das Buch als. solches anzugreifen. Dieses Buch will allen etwas bringen, kann aber gerade darum nicht allen alles bringen. Der Herausgeber ist stolz, daß er so hervorragende Künstlerinnen wie Nina Brodsky, die sich durch ihre Bühnenbilder für den „Blauen Vogel“ und die „Volksbühne“ bereits einen Namen gemacht hat, und wie Nlagda Nachmann-Acharya, deren Gemälde, kürzlich in der Galerie Caspar Aufsehen erregten, gewinnen konnte. Ebenso stolz aber auch, daß er eine Anzahl künstlerisch begabter Kinder fand, die sich mit überraschendem Erfolg am Werk beteiligten. Der Kinderkalender, oder wie ich als Logenbruder und angesichts der Mitarbeit der Großloge nun wohl sagen darf, unser Kinderkalcndcr.hat einen Leberraschungserfolg gehabt. Dazu rechne ich nicht nur den starken, stetig steigenden Absatz, Original- Revelation ' D. R. P. Ein Großer und din Kleiner dendbe WÄVSu Und dodi sind beide — Einer! Es gibt heute eine Viertefmillion modern Reisender, die den IfiieVoll empfehlen, da sie ihn aus eigener Erfahrung als das einzig praktische und zuverlässige Handgepäck moderner Reiseausrüstung erprobt haben. / Derselbe ‘‘'Handkoffer, automatisch 14x verstellbar, immer für kurze und lange Reisen passend, beschränkt das ganze Reisegepäck auf nur einen Koffer,- trotzdem ist iapmer noch genügend Platz für all' diebeinahe vergessenen sowie unterwegs gekauften Dinge! Der ges.gesdi. 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