Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 6 (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 173 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 6 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Seite 173 von Geschichten, deren Inhalt ihm schon bekannt ist. Hierdurch kennt er die Situation, ist, wie wir sagen, völlig im Bilde und kann daher viel leichter verstehen, als wenn wir unzusammenhängende Worte oder gar unzusammenhängende Sätze sprechen. (Uebrigens müssen wir bemerken, daß dies, wenn auch in geringerem Maße, auch beim hörenden Menschen bei der Aufnahme der Sprache durch das Ohr der Fall ist.) Mil der Zeit geht man immer mehr zu unbekannten Stoffen über. In der ersten Zeit wird der Schwerhörige oder Ertaubte i einigermaßen gut nur vom Munde seines Lehrers ablesen können. Das Ablcsen von anderen wird immer noch mit großen Schwierigkeiten verknüpft sein; denn jeder Mensch hat eine besondere Art zu sprechen, nicht nur lautlich, sondern auch artikulatorisch, seinen Dialekt. Ja es gibt Menschen, von denen ein Ablesen fast unmöglich ist, weil sic kaum irgendwelche Mundbewegungen beim Sprechen machen. Deshalb muß man denen, die sich mit Schwerhörigen oder F.rtaubtcn unterhalten, sagen: sprecht langsamer und deutlich. (Uehermäßigc Gesichtsverzerrung durch zu starkes Artikuliertsprechcnwollcn und Aufreißen des Mundes sind zu vermeiden, denn auch hierdurch wird das Ablesen erschwert.) Die Umgebung soll recht natürlich sprechen, dann wird sich der Ablesendc bald an die Mundstellung der Einzelnen gewöhnt haben und wird duzu Die obere Reihe spricht „4 Haufen“, die untere Reihe spricht „wir kaufen“. Es könnte ebenso heißen „wir raufen“. Wir sehen die Schwierigkeiten des Ablesens. Die Stellung des „h“ ist in diesem Falle wie „a“. In „hier“ würde „h“ wie „i“ aussehen, d. h. also die Aussprache des „h“ richtet sich nach dem darauffolgenden Vokal. kommen, auch von völlig Fremden ablesen zu können. Nur auf diese Weise ist ein Gehörleidendtr wieder von seiner Vereinsamung erlöst. Die F'rage, ob Apparate für Schwerhörige bei Gehörresten zu benutzen sind, ist nur von Fall zu Fall zu beantworten. Sicher aber ist, das derjenige, welcher sich krampfhaft an die Hoffnung klammert, doch noch durch das OJir zu verstehen, bei weitem nicht die Abpehfertigkeit erlangt wie derjenige, der diese Hoffnung aufgegeben hat. Aus diesem Grunde ist jedem Schwerhörigen, der einen Hörapparat benutzt, zu raten, von Zeit zu Zeit den Hörapparat fortzulassen und nur mit den Augen „zu hören“, damjt sich seine Absehfähigkeit verstärkt. Beachtet den umseitigen Aufruf! Pr] Flügel yon 1975.— RM an Pianos von 950.— RM an Autorisiert* Vertreter'’ Hans Rehbock &.(? Motzstr.78 u. Kurfüftfendamm22 Evtl. bequ»mst« Teiliahluni EintatiMli gcbrauditer Instrument« Unerreichte AuiwcKI Stet« , Gelegenheiten ©! / / Lesen Sie Tageszeitungen? Lesen Sie die Fachpresse? / Dann hörten Sie bereits von den f Vielen: Siegen, die Brennahorwagen aller Stärken, in ^schwerstem Wett- «bewerb errangen. Was brauchen Sie? Die^ fabelhaft ausgestatteten, wirtschaftlich 'billigen Personenwagen, die praktischen Liefet- und •. Lastkraftwagen? Ansehen, prüfen und dann urteilen!-'Vorführungs- Wagen^ steht gjern zu Diensten: | * B5 Barbarossa 4760 ■und ' Bl Kurfürst 7502 PEZIALANOEBOT Fair BOWLEN 1027 St. Martiner •. . . ' i FI. Mk. 1,40 1927 Nitieler Oberberg . . . . . 1 l Fl. Mk. 1,60 Bei Abnahme von 1 2 Flasdien Mk. 1,50 pro Fla »die \ Bordiardt*Sekt„Imperial" 1 iFI.Mk.3,50u. I,-Steuer \ Bel Abnahme von 12 Fl. 3»„ 25 Fl. S". 50 Fl. 7»„ Rabatt, Ananas . . : L i -Dose Mk, 1,25 1 F«W* BORCHARDT a«<s« BERLIN W8 / FRANZÖSISCHE STR« 47/48 r