Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 6 (9.1928)
- Date
- 1928-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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derBEBUNEDALOG E N U.O.BB. BERLIN W 62, KLEISTSTR. 10, LOGENHAUS 8. JAHRGANG SEPTEMBER 1928 : A NUMMER 6 i Unserem 1. Br. Berthold Timendorfer Den zahlreichen aufrichtigen Huldigungen, die unserem Br. Fhrengroßprüsidenten von so vielen Vereinigungen und Einzelpersonen anläßlich seines75.Geburtstages dargebracht werden, schließen sich die Berliner.I.ogen aus vollem Herzen an.l Nicht nur dem E h r e n g r o ß p r ä s i d e n t e n* gilt ihr Geburtstagsgruß, sie feiern vor allem ihren licbeh Bruder und treuen E reund. Mit Stolz betrachten die Berliner I.ogen Br. Ti-- .inendorler als den ijirigen. Durch seine 45jährige Zugehörigkeit zur Berthold Auerbach-Loge, seine viermalige Präsidentschaft ist er besonders eng und fest mit ihnen verbünde^. Für sie wirkte er an ihren verschiedenen Arbeitsstätten, in den einfachen I.ogenräumen der Unterwasser- und Brüderstraße, in den bereits geräumigeren in der Wilhelmstraße, und auch jetzt noch in dem hochragenden Tempel, in dem wir uns versammeln. Unbeirrt in seiner hohen Auffassung von Logen- und Bruderpflicht, gerade, schlicht und einfach ist er geblieben, trotz des großen Aufstieges, den die Berliner Logen — wie der Orden überhaupt — unter seiner Führung und durch seinen Einfluß genommen haben. , Allen sozialen Einrichtungen der hiesigen Logen gilt sein Interesse und seine Sorge. I171 Arbeitsnachweis, in der Toynbeehalle, dem Logenheim, der Ferienkolonie u. a. war sein Geist zu spüren. Schnell unter- [richtete er sich in den Yorstandssitzungen, sein trell'endes Urteil wurde meist maßgebend für die Beschlüsse. Doch nie verletzte seihe abweichende Ansicht. Die Herzensgüte und Verbindlichkeit, mit denen er seine Ahschauungen vertrat, ließen keinen Stachel bei dem Andersdenkenden zurück. Auch an anderen Stellen seines umfangreichen sozialen Schaffens, außerhalb der Logenarbeit, suchte er seine Mitarbeiter einander menschlich zu nähern und in einem Freundeskreise' zusainmenzuscliließen. .Jedem persönlichen und politischen Kampf abhold, wirkte er nusgleichcnd und versöhnlich im Friedensausschuß seiner L^ge. Ueberall und bei jeder Gelegenheit betont er, daß nur durch Eintracht und Einigkeit der Brüder die hohen Aufgaben des Ordens . erfüllt werden können. Deswegen verfolgt er auch den Grundsatz strengster Neutralität in den Logen. Jedem Bruder läßt er. swlne Ueberzeugung in jüdischen Fragen,- doch unbedingt verlangt er im Interesse des’ Friederis, daß niemand für seine Anschauung in -der Loge agitiere oder rfie in schroffe und verletzend^ WoFte kleide. So ist das Wesen Br. Timendorfers bis auf den heutigen Tag geblieben. Niemand, «er von dem Zauber seiner Persönlichkeit berührt wjürde, konjmt jemals wieder von ihm los. Jeder hat das volle Empfinden, daß er ihm am nächsten stehe, daß er sein bester Freund /■ Br. Ehrengroßpräsident Timendorfer t beging am 1. September d. j. seinen 75.'Geburtstag * Der verdirte.Jirbilar hat sich allen Ovationen durch eine Reise entzogen * Der Redaktions* AussAuß der Berliner Logen bringt dem getreuen Eckart unseres Distrikts an dieser Stelle die he rzli Asten . G I ü ck w ü n s A e dar Der Redaktions« AussAuß der Berliner Logen