Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 4 (7.1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- Seite 128 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 128 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B. B Nr. 4 Finanz.- Ausschuß: I. Vorsitzender: Expräs. G. B a c h!). R.I. 11. Vorsitzender: Expräs. Hugo O s t b e r g Sp. 1. Ludwig K u p f e r b e r g. B. A. 1. Paul Wallach VI. L Expräs. Paul Goldschmidt T. J. I. Walter Zuckermann V. E. 1. Heinrich K a t z J. H.L Isidor Rosenthal J. F. I. Georg Heidemann A.G.L Geistiger Ausschuß: 1. -Vorsitzender: Expräs. Hugo 0 s t b c r g Sp. L. II. V orsitzender: Expräs. Moritz G a 1 1 i n e r 1). R. I.. Expräs. Joachim II e i d e n f e 1 d B A. L Wilhelm Fried mann M. I.. Moritz Neumark V E. I .. Expräs. Siegfried Elle J. H.L. Wilhelm Z w i 11 e n b e r g J. F. L. .. Heinrich E 1 k e 1 e s A.G.L. Haus-Ausschuß; I. Vorsitzender: Heinrich Katz J. II. L. 11 V orsitzender: Martin B c n d i x 1). R.!.. f Expräs! Theodor K r e s 1 a w s k _\ B A. L Cieorg LSwenstein M. L. Louis A. Kolin Sp. E. Moritz Neumark V. E. L. ' Wilhelm Zwillenberg J. F. L. Cieorg llcidcmann A. G. I. Kunst-Ausschuß: 1 V orsitzender: Expräs. Hugo Wittenberg J. F. L. il Vorsitzender: Expräs. Martin Brunn Sp. L. - Expräs. Moritz G a 11 i n c r D. R. L. Max l.i w in B. V. E. Wilhelm Friedmann M. L. Max W o 1 f f A. E. L. Expräs. Siegfried Elle J. H. L. Heinrich E 1 k e 1 e s A. G. L. Oekonomie-Ausschuß: , I. Vorsitzender: Edmund Werner J. II. L. 11. Vorsitzender: Martin Bendix j D. R. L. Sally \V i 11 k o w s k y B. A. L. Georg L ö w e n s t e i n ML. Expräs. Martin Brunn Sp. L. Expräs. Fritz R i e s e n f e 1 d T.L. Moritz X e u m a r k A. E. L. Isidor R o s e n t h a 1 J. F. L. Fritz Baum A. G. L. Redaktions-Ausschuß: 1. Vorsitzender: Expräs. Joachim Heiden feld B. A. L. 11. V orsitzender: Max Wolff A. E. L. Expräs. Moritz G a 11 i n e r D. R. L. Max Dresel M. L. Expräs. Martin Brunn Sp. L. Expräs. Fritz R i e s e n f c 1 d T. J. L. Edmund Werner J. H. L. Expräs. Hugo Wittenberg J. F. L. Heinrich Elkeles A.G.L. Verwaltungs-Ausschuß: 1. Vorsitzender: Carl David sohn B. A. L. II. Vorsitzender: Expräs. Siegfried Elle J. H.L. Isidor Becker D. R. L. Paul Wallach M. L. Louis A. Kohn Sp. L. Expräs. Paul G o 1 d s c h m i d t T. J. L. Walter Z u c k e r m a n n A. E. L. Expräs. Hugo Wittenberg J. F. I., Fritz Baum A. G. L. Die geistige Arbeit in der Timendorfer ]ubiläums~Loge Bericht i erstattet vom Ausschuß für die geistigen Interessen der Timendorfer Jubiläums-Loge Wenn die T. J. 1.. zu Beginn des \ergangenen Termins ilaian gegangen ist, sich für ihre geistige Arbeit ein Programm zu geben, so hat sie sich nicht von dem Ehrgeiz treiben lassen, eine Elite-Loge zu werden, sondern einfach von dem inneren Drange, die Erfüllung ihres Wesens als Bne Briß-Loge möglichst restlos zu erreichen. Dieser Drang war im Kreise ihrer Brüder elementar und hat in zahlreichen Interpellationen. Kritiken und Diskussionen seinen Ausdruck gefunden. Es hat sich damit überzeugend und erfreulich bewiesen, daß die Sorge für das Geistige in der Loge nicht das Privileg der wenigen in erster Linie hierfür bestimmten Brüder des Beamtenrats und des Ausschusses für das Geistige war, sondern daß ein wacher, suchender, hochstrebender Gemeinschaftsgeist in der Loge existierte, der sich bei dem Bestehenden nicht beruhigte, sondern es durch immer höhere Zielsetzung kontrollierte, korrigierte und in seine Richtung zwang. Diesen Gemeinschaftsgeist entstehen und sich mehr und mehr auswirken zu sehen, war ein gutes Symptom für die bisherige innere Entwicklung der Loge. Wollten die Führer nicht hinter ihm Zurückbleiben und nicht die Verantwortung dafür auf sich laden, ihn in immer gleicher, unfruchtbarer Wiederholung seiner Aeußerungeh sieh auspuffen, sich abstumpfen und schließlich resignieren zu lassen, so mußten sie seinen Impulse^ endlich in entschlossener Weise Rechnung tragen. Die Verkündung eines Programmes war daher kein spontaner Akt,’ kein freiwilliges Verfassungsgeschenk einer Regierung von oben, sondern das Resultat eines Gemeinschaftswillens, der Niveau .erlangt hatte. 1 D>e Kritik am Bisherigen hatte sich, wenn man sie auf die großen, ihr Immanenten Leitlinien brachte, auf zwei Richtungen hin erstreckt. Einmal wollte man sich noch weniger als bis dahin schon an nur sozialer Tätigkeit der Loge als Gesamtheit und der einzelnen Brüder in ihr genügen lassen: die Loge sollte von Grund aus und mit Bewußtheit ein anderes und viel mehr sein'als ein neuzeitlicher Wohltätigkeitsverband. Deren gab es berufene und bewährte genug außerhalb unseres Ordens. Nein, die Loge sollte sich für die Stunden ihrer Sitzungsarbeit. und soweit als möglich über diese hinaus ins Leben des Alltags fortwirkend, eine Form des Zusammenlebens, -denkens und -empfindens der Brüder schaffen, der man sich als erhebendes und beglückendes Zeugnis ihrer selbst bewußt werden konnte; eine Atmosphäre, die der Würde und der Schönheit des Logentempels, der Getragenheit, Höhe und Tiefe des Ein- und Ausgangsrituals entsprach; kurz, den rechten Inhalt für den mit unseren äußeren Logensitten aufgebauten Rahmen. I