Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 3 (6.1928)
- Date
- 1928-06-01
- Page
- Seite 115 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 Seite 115 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U. O. B. B. , . \ bei den Juden verzeichnen, vorbeugend zu mildern. Diese Maßnahmen liegen auf dem Gebiet der Acnderung der beruflichen Struktur der deutschen Juden, in der systematischen Berufsberatung und Ueberführung der hcranwachsenden Generation zu produktiven Berufen. Die Schwierigkeit der Aufgaben, denen der jüdische Arbeitsnachweis gegenübersteht, hat zunächst bewirkt, daß die früher in Berlin getrennt arbeitenden jüdischen Arbeitsnachweise, der Verein für Arbeitsnachweis (Begründet \on den Berliner Logen U. O. B. B.) und das Jüdische Arbeitsamt E. V. sich bereits im Jahre 1923 zur „A rbeitsgemcinschaft der jüdischen Arbeitsnachweis e*' zusammcngeschlosscn haben. Durch diesen Zusammenschluß wurde die Arbeitsgemeinschaft nicht nur zum grüßten jüdischen Nachweis, sondern einer der größten caritativen Nachweise überhaupt. Umfaßt sie doch 10,6®, o der männlichen und 2,5°i> der weiblichen Ycrmittlungsziffern aller sonstigen caritativen Arl>citsnachwcisc zusammen. In Angleichung an die allgemeinen Arbeitsnachweise mußte uueh der jüdische Arbeitsnachweis bestrebt sein, möglichst weitgehend den Anforderungen der Wirtschaft zu dienen, d. di. daß die durch ihn getätigte Arbeitsvermittlung darauf bedacht sein muß, vollwertige Arbeitskräfte an jenen Arbeitsplatz zu bringen, für den sic auf Grund ihrer Ausbildung und ihrer Fähigkeiten sich besonders eignen. Die Besetzung einer Arbeitsstelle mit einem jüdischen Arbeitnehmer soll keine Aktion der Wohlfahrt oder der Unterstützung sein, sondern eine wirtschaftliche Maßnahme, in der beide Teile, sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer ihren wirtschaftlichen Interessen Rechnung tragen. Daß daneben der besonderen Eigenart der in Frage kommenden Personenkreise Rechnung getragen werden muß, gehört mit zu den wichtigsten AuTgabcn des jüdischen Arbeitsnachweises. Hierzu {zählen die besondere Sorge für jene jüdischen Arbeitnehmer, die aus Gründen d6r Sahbuthciligung zu Arbeitssteller gelangen müssen, in.' denen vqn ihnen Sabbatarbeit nicht verlangt wird; hierzu gehört die große Zahl der aus dcV Bahn geschleuderten Existenzen wie Berufslose, Erwcrbsbchindertc und Erwerbsbeschränkte der .verschiedensten Art, Strafentlassene, Wanderer usw. Alle cjiesc besonders gelagerten Fälle müssen beim jüdischen Arbeitsnachweis individuell behandelt werden,.da nur durch eingehende Feststellung der persönlichen Verhältnisse des Arbeitsuchenden 'dem Arbeitsnachweis die Beschaffung einer Arbeitsstelle möglich ist. Wie segensreich die Tätigkeit des .Arbeitsnachweises ip den letzten Jahren wur und welchen Umfang sic immer Inehr annimmt/ ersieht man aus den Zahlen der' Vermitteltön' Arbeitsstellen, insbesondere wenn dabei beachtet—wird, daß-die' Jahre, über dfe die Zahlen hier gebracht werden,- Jahre derwirtschaftlichen Krisen und einer besonders starken Arbeitslosigkeit waren. Unter diesem Gesichtspunkt gesehen kann man .erstjermessen, wieviel hingebungsvolle -Arbeit und F,nergic notwendig waren, um derartige Ergebnisse zu erzielen. Die Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise in Berlin vermittelte in den Jahren: ' 1926 ' -• , 1927 Männl. Abteilung 2032 Wcibl. Abteilung 2398 3233 Lehrlinge 397 ’ 433 l.ehrmüdihcn 344 484 5075 «782 ■ Diese schwierige Arbeit konnte .nur dank der .außerordentlich weitgehenden Unterstützung erfolgen, die die Jüdische Perlketten- ■ NAA/ Verarößerunaen h •4 1 Will Berlin C19 vw |h~>|| Moderne Juwelen |!■ Ja Will iTl Jerusalemer Straße 25 Ihr4| II 1 II Umarbeitung •Tel:-. Zentrum 535 U 1 \\ a,ter Schmuckstücke nach neuesten Entwürfen Juwelier Gegr. 1767 VV 50m sc m I < HA »Pf NAHK1DI m cKonditorei Alexander Steidel j| |H geehrt 19, Geip^igec <§£cafje 67-70 g| in aen Kolonnaden empfiehlt ihce Gekannten Spezialitäten tuie . -- G«g .findet 1885 Bttllr Schokoladen ==. . ■ --- und Pralinen BERLIN W 57, Pallasstrafte 6 Mez Unter iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii & Sötinc, Frelfaura l.pr. ca ßissp^tsca, £^.unte (Scfxüsscta etc. Bestellungen werden auch Sonntags prompt uno frei Baus ausgeführt. Bestellungsannahme unter A 6, IBerkur 5796 £infcei><grf)Otoiia*f)eiin $r«at (m^fiat 9t. a»fin Aatabntg, «äeferftr. Vnjtllil gtlcttet. fOTbt&d« b. 10, Ibtabe* b. U nabrtn. «eftt «trptlegnna. gnntfltnban« «uf* Mg. drftn. «deren}. $rofpett bnr<6 tkütertn. Annahme für ehern. Reinigung und Färberei / Sachen werden abgehoit und gebracht Frau H. Lichtenstein Fruchtstraße 49/50 Tel.: Königstadt 2710 C»?$uergen3 ^apletfyauä JUeranberpIa^ jetzt i Naua König «Strafte 43 0000020202020223010123482323535348232353232348484801905353534848235323534853534801010053534823235353