Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 2 (5.1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 88 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 88 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O. B.B. Nr. 2 wurde, ist für heut bestehende 9 Logen mit ihren zeitweise 2890 Brüdern, den Schwesternvereinigungen und den mit der Vergrößerung der I.ogen mitwachsenden Betriehsnotw endig-' keiten zu eng. Im Verein mit der I.. A. G. werden wir sehr bald Rät schaffen und von den fielen vorliegenden Projekten das herausfinden und durchführen müssen, welches uns in räumlicher Hinsicht Luft schafft und in geldlicher im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt. Aus der Arbeitsfülle des abgelaufenen Jahres mögen hier einige Beschlüsse aufge/ählt werden, die mehr als vorübergehendes Interesse beanspruchen dürfen. Der. Ausschuß nahm seine Tätigkeit mit der Sitzung \<>m 10. April 1927 auf. in welcher als wichtigster Verhandlungsgegenstand folgender Antrag d"er w. Montefiore-Loge zur Beratung stand: ..Die Montefiore-Loge beantragt, für den Termin 1927 28 die für den B. G. A. erforderlichen Beiträge nicht mehr nach der Kopfzahl auf die Logen umzulegen, sondern folgenden Modus anzuwenden: Jede Berliner Loge zahlt einen Ausgleichsbetrag von 1000 M. jährlich; .der dann noch erforderliche Betrag wird nach der Kopfzahl auf die Logen umgelegt.“ Dieser Antrag wurde nach eingehender Aussprache mit allen gegen eine Stimme angenommen, ln der gleichen Sitzung wurde beschlossen, den bis zu dieser /.eit auf 90 M. festgesetzten Logen beitrag auf 100 M zu erhöhen. u*n «len Logen die Möglichkeit zu jjeben. ihrer Verpflichtungen den \\ itwen, Waisen und in \<5t geratenen Brüdern gegenüber in weiterem Umfange als bisher gerecht zu werden. Im November 1927 mußte sich der Ausschuß erneut mit der Krage der Krhöhung des Logenbeitrages beschäftigen, da der Beitrag von 100 M. nicht geflügte. um die Loggen zur ausreichenden Versorgung ihrer Witwen. Waisen und d» Not geratenen Brüder mit hinreichenden Mitteln zu versehen. Ks wurde beantragt und beschlossen, den l.ogenhcilrug auf 1J0 M. festzusetzen, um hierdurch den Logen eine freiere Kinan/.w irtschal't zu ermöglichen. Kin<iii erheblichen Raum in den \ erhandlungen des B. G. A. nahm die Krage der Errichtung eines A u s g 1 e i c h s - K o n d s für die Berliner Logenein. Auf eine Anregung des hochvv.Großpräsidenten zurückgehend, der einen Konds im deutschen Distrikt schaffen wollte, welcher notleidenden Logen zur \ erfügung steht, hat sich dieser Gedanke im I.aufe der /.eit gewandelt! Krfreulicherweise haben sich die Verhältnisse bei den Logen ifr. Distrikt konsolidiert: insbesondere sind die Wirtschaft Iiihen Verhältnisse der Berliner Logen durchweg günstiger aUs cs in früheren Jahren der Kall war. Hierdurch ist lur Berlin die Notwendigkeit zur Schaffung eines lokalen Ausgleichs-Fonds geschwunden, so daß die Mehrheit des Ausschusse.sJ die Schaffung eines Ausgleichs-Fonds weder Tür wünschenswert _ntfch Bir erforderlich hält. Die V\nrejung der bvv. Großloge, einen Katastrophen- Konds foAdenlDeutschen Distrikt zu schaffen, fand allgemeine Zustimmun^y^ — Hin Antrag des G e m e i n s a in e n W o h 1 f a h r t Sausschusses, den bisherigen Kopfbeitrug von 0,50 M. pgo J) l>ie gleiche Kinsclirankung gilt ja auch für den z.u gründenden Logenverband: auch er hat nnr ein Vnrschlagsrecht. wahrend das Recht, diesen Vorschlägen beizutreten oder »ie abzulehnen, nach dem Grußlogengesetz den Logen verbleiben muß. I’ebrigen» sei bei dieser Gelegenheit festgestcllt. daß die Bedenken derjenigen, die von der Gründung des Logenverbandes Kompetenz- Schwierigkeiten and Kollisionen mit dem B. G. A. befürchten, gegenstandslos sind: die Arbeitsgebiete beider Ausschüsse sind so völlig verschiedene, daß deren scharfe Abgrenzung klar und in den zwei Sätzen aas-gedrückt ist, die in einem der Satzungsentwürfe für den Verband an erster Stelle stehen: ..1. Alle Örtlichen Angelegenheiten (S KL Ziffer 1 der Allgemeinen Gesetze) werdem-wie bisher durch den Ausschuß für die gemeinsamen Angelegenheiten der Berliner Logenin seiner durch die Berliner Logen festgesetzten Konstruktion und Kompetenz dieses Ausschusses erledigt- und 2. „die Großlogenangälegeirheiten (S 10 Ziffer’ d»-r Allgemeinen Gesetze) unterliegen der Verbandsversammlung des Berliner Logenverbandes. — Irgendeine Verijnickung beider Gremien miteinander wäre schließlich auch noch deshalb abwegig, weil gerade wegen der Verschiedenartigkeit der Aufgabengebiete von den Logen in beide Ausschüsse die Brüder nach ganz verschiedenen Gesichtspunkten ausgewahlt werden müssen. Monat auf 0,80 M. zu erhöhen, wurde vom Vorsitzenden des G. W . A. eingehend begründet. Bisher fiel dem G. W . A. nur die Aufgabe zu. einen Betrag von etwa 1600 ,\1. auf die eigenen Institutionen der Logen zu verteilen. Kulturelle Institutionen konnten nicht mehr berücksichtigt werden, trotzdem die Ordenssatzungen gebieten, Kunst und W issenschafj zu unterstützen. Durch die Stellung eines beamteten Wohlfahrtspflege!-» sollte die soziale Arbeit der Loge für die Brüder und Witwen gefördert werden. In der Beratung wurde gegen die Anstellung eines Wohlfahrtspflegen» Stellung genommen. Diese Ablehnung wurde damit begründet, daß die Sorge für \\ itwen, Waisen- und in Not geratene Brüder ausschließlich die Sache der einzelnen Logen ist, die in keiner Weise durch L'chcrtragung an Außenstehende denselben entzogen oder gar schematisier!. werden dürfe. Ks wurde beschlossen, mit dieser Abänderung dem Arbeitsprogramm des G. W. A. zuzustimmen und den Logen zu empfehlen, einen Beitrag von 0,80 M. pro Kopf und Monat zu bewilligen. In mehreren' Sitzungen beschäftigte sich der B. G. A. mit den Suhventionsanträgcn des Vereins Berliner Logenh e i m U. O. B. ,B.. dessen Verhältnisse eingehend geprüft wurden. Ks wurde ermöglicht, dert Kopfbeitrag von 1,75 M. auf 1,50 M. Ircrab/.uset/.en. ( Der Verein Berliner Logenheim U. O. B. B. plant einen Krvveiterungsbau, der nach der. ausdrücklichen Erklärung des Vereins-Vorstandes aus vom Verein Logenheim aufzuhringendeu Mitteln ohne Belastung der Berliner Logen crf-ichtet werden soll. Unter diesen Voraussetzungen werden vom Ausschuß keinerlei Bedenken gegen den Neuhau erhoben und dem Verein in Aussieht gestellt, die durch verstärkte Belegung des Hauses notwendigerweise erhöhten Unterhaltsbeilräge hei den Logen zu befürworten. Leber die einzelnen Arbeitsgebiete mag hier in Kürze folgendes berichtet vverden: \\ ir waren bemüht, die ,.M onutssehrift der Berliner Logen“ aus/.uhaucn. Ks darf mit Befriedigung festgestellt werden, daß sieh das Niveau unserer Zeitschrift gehoben hat. 1)as Blatt bewährt sich auch weiterhin als Verbindungsglied zwischen den Brüdern der Berliner Logen. Die Rubrik „Angebot und Nachfrage“ leistet uns gute Dienste hei der Vermittlung von Arhüitsmöglichkeiten für.die Brüder und ihre Angehörigen; die regelmäßige Veröffentlichung der Arbeitspläne allcr'Berliner Logen ermöglicht es den Brüdern, sich über die Tätigkeit aller Berliner Arbeitsstätten des Ordens zu informieren. Nebenher mag betont werden, daß diese llubrik den Kin/cllogcn den Druck und die Versendung der Zirkulare erspart, wodurch die Begielasten der Logen erheblich herabgesetzt werden. Die erfreuliche Entwicklung der Bibliothek lieweist der neu herausgegebem.- Katalog, welcher die Neuanschaffungen der letzten beiden Jahre enthält. Der Bibliotheks-Ausschuß war bestrebt, alle wertvollen Neuerscheinungen, für die Interesse eines größeren Kreises von Brüdern vorausgesetzt werden durfte, zu beschaffen. Die l.eserzahl ist stark angewachsen und hat durch die I lirausgalie des Kataloges eine weitere •Steigerung erfahren. Ks wird die Bibliothek im Rahmen der vorhandener Mittel auch im kommenden Jahre weiter ausgchaul werden. Bei dieser Gelegenheit müssen wir an die Disziplin der Bibliotheks-Benutzer appellieren, entliehene Bücher nicht über die Leihfrist hinaus zu l>ehultcn, damit die Zirkulierung der Bücher in weitesten Kreisen möglich ist. Der K u n s t-- A u s s e h u ß hat im ahgelaufcnen 'Termin keine nach außen in die Erscheinung tretende Arbeit leisten