Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Journal
- Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
- Volume
- 8 (1928-1929)
- Issue
- 2 (5.1928)
- Date
- 1928-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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derBEBLINE BERLIN W 62, KLE1STSTR. 10, LOGENHA 8. JAHRGANG MAI 1928 NUMMER 2 Der Gemeinsame Ausschuß (Aus dei^Bhricht des Br. Vorsitzenden) :! Es gibt kuum einen < nderen Ausschuß in den Logen, dessen Arbeit so wenig g .‘eignet ist, die Anerkennung der BrOdergesamtheit zu finden wie den B. G. A., denn das Po- - sitive, das wir leisten, wii d von der großen Mehrzahl nicht gesehen, besteht es doch v< ir allem in der Selbstverständlichkeit reibungsloser Zusumm« narbeit sämtlicher Berliner Logen in bezug auf alle wirtscl nftlichen Fragen, die naturgemäß erst den festen Boden scha fen, auf dem alle Logenbestrebungen fußen müssen. Der Bruder, der nur zu seinen Logenubenden und Sitzungen im die Loge kommt, erinnert sich des B.. G. A. erst dann, wenn seiner Ansicht nach irgend etwas nicht ^klappt. An dieser Tatsache ändern noch so viele und noch i so getreue Berichte der B. G. A. - Mitglieder in ihren Logen nichts. \V< r nicht die eingehende Vorarbeit kennt, die in den U lterausschüssen des B. G. A. geleistet wird, bevor jede Frige geklärt an das Plenum kommt, der sieht eben nur die Selbstverständlichkeit des Ergebnisses, indohne sich ein Bild davon Liebe und Sorgsamkeit siet blcme annehmen, die meist zeitigen, legen sich unsere vorbildliche Selbstbeschränk Ausschuß, Verwaltungs-A., deren -Mitglieder für manch Tätigkeit die beste Lösung Es ist mir eine große öffentlich aussprechen zu machen zu können, mit welcher die Bbr. des B. G. A. der Pronicht so einfach sind wie sic erscheinen, wenn sich das K sultat herauskristallisiert hat. Es darf und wird aber auch je ies Mitglied des B. G. A. die Befriedigung fahlen, die gewi ssenhafte und erfolgreiche Arbeit auslöst, auch wenn sein Ai teil am Geleisteten far die große in die Erscheinung tritt. Mit Genugtuung darf festgestellt \ 'erden, daß die frQher einmal auf den B. G. A. geprägte Bezei hnung: „Schule der Beredsamkeit“ heute nicht mehr zutrifft, v el eher ist der Ehrentitel „Schule der Enthaltsamkeit“ am PI itze, denn vom Wunsche beseelt, wirklich positive Ergebnis« : zum Gedeihen des Ganzen zu Mitglieder bei unseren Beratungen ung im Reden auf, auch wenn manches schöne Wort unge prochen bleibt: sachliche Leistungen sind uaser Ziel in möj liehst kurzen Sitzungen, trotzdem aber grOndlichc Erledigung les Arbeitsstoffes. Es darf nicht unerwäh lt bleiben, daß im Berichtsjahre besonders stark durch Arbeiten belastet waren: der Finanz- Oekonomie-A. und Bihliotheks-A., schwierige Lage in unermüdlicher fanden. Ehre und besondere Freude, es dürfen, mit welchem Ernste Sie der Ueberzeugung Ausdruck #.u geben, daß Ihnen jeder Br idcr der Berliner Logen und) des gesamten Ordens dafür I lank schuldig ist!! Bevor ich zu. den Einzelheiten übergehe, ist einiges Gr i sätzliches über die Befughisse des B. (i. A. vorauszuschicken. Der B. G. A. hat denjLogen gegenüber nur ein Vorsch(agsrecht; seine Beschlüsse m(l.ssen erst von den Logen gutgehejißen werden, ehe sie in die Tgt umgesetzt werden können. Zu verschiedenen Zeiten, aber immer wiederkehrend,;,ist der Stindpunkt vertreten worden, man solle dem ß. G. A. das volle Beschlußrecht übertragen, damit! die Sitzungen der Logen! ein für alle Male Von Verwaltung*- und ähnlichen Dingen freigehalten würden. M. E. erscheint, dies 'nicht zweckmäßig; abgesehen davon, daß es schon munchmab recht schwer ist, alle Berliner Logen unter einpn Hut Zu bringen, wenn sie s«|lbst über die Annahme von {Vorschlägen entscheiden seilen, die. ihre eigenen Delegierten gemeinsam .mit denen aller Berliner Schwesterlogen machen, sii ist es unendlich viel 'schwierige^ — wenn überhaupt möglich j— zu Erreichen,* daß die Logen mit wichtigen Maßnahmen übereinstimmend zufrieden -sind — und sie befolgen! — wenn sie; nicht einmal an dereh Zustandekommen mitwirken konnten (z. B. Beitragserhöhungen). Und jwer sollte die Durchführung einer solchen Dikt«vtur erzwingen Jünd mit welchen N^itteln? Schließlich aber, und das spricht ganz besonders dagegen: es hieße, die I.ygen ausschrilten, den prüdem die Möglichkeit nehihen, Einblick zu, gewinnen in diej gemeinsamen wirtschaftlichen Grundlagen und in den Gang < der gemeinsamer. Verwaltung.!). .. . Immer wieder wird auch die Frage aufgeworfen, ob es ratsam ist, geistige Angelegenheiten gemeinsam im B, G. A zu behandeln, obwohl damit iwiedei' den Logen ein Feld der Betätigung abgegraben würeje. Ich glaube, .daß wir in praxi: für dieses Dilemma die beste: Lösung gefunden haben, indem wir vom B. G. A. aus in den {letzten Jahren uns nur auf drei Gebieten betätigten, bei denen die (Gemeinsamkeit geboten ist: wir geben die Monatsschrift Ijet/ihs, i verwalten die Bibliothek und veranstalteten Kunstausstellungen in den Räumen des Logenhauses; auf Abhaltung gemeinsamer Vorträge haben wir verzichtet, da wir hiermit zju sehr in Arbeitsgebiete eindringen würden, die der Einzelloge Vorbehalten b'leiben müssen. Eine brennende Frage harrt aber noch immer ihrer sung: die leidige Raumfrfage. Unser schönes Logenhäus, alle hier Logenarbeit im höchsten Sinne geleistet haben und vor 17 Jahren für 4. Leigen mit 1525 Mitgliedern erri'citet Lödas /