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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1928-03-01 · 12 (3.1928) · p. Seite 245

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
12 (3.1928)
Date
1928-03-01
Page
Seite 245 (sequence 17)
Language
German
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Nr. 12 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGI i N U. 0. B. B. Seite 245 : i wandert. Sie hätte Ijterlin niemals verlassen dürfen. Die staatlichen Museen sind durch Privatsammlungen, durch Gönner und Tempels der Siegesgöt gen und über sie all« lin. sich fest an das Felsengestein schmiehinweg blickt? tder /goldene Speer der Mäzene groß geworden. Wer entsinnt sich nicht der großherzigen Gaben eines Br. James Simon an das Kaiser-Friedrich- Mureum, der Namen fluldschinsky, Arnhold, Mendelssohn und all der anderen jüdischen Kunstfreunde, durch die die Berliner Sammlungen in einigem Jahrzehnten so enorm angewachsen sind. Und was hier fjir die allgemeine Kunstpflege getan wurde, sollte für unsere ureigensten Interessen, für unsere jüdische Kunst und Kultur, die Geschichte |unserer Gemeinschaft pnd speziell unserer Gemein4e, die soreiph an ^geschichtlichen Dokumenten ist und auch durch das Schaffen Unserer modernen jüdischen Künstler von dem Erblühen eiriefe neuen Geistes zeugt, nicht möglich sein? Zeigt der Allgemeinheit durch eure Anteilnahme an dem Aufbaü der Kunstsammlung, daß ihr stolz auf euer Judentum seid, indem ihr däs'IjüdiSC'h^' Museum zu einem Denkmal von Rang erhebt. Kommt mit euern Kindern und wecktln ihnen den Sinn für jüdische Vergangenheit und die Liebe zu aktiver Gegenwart. Die Logen müssen Anteil nehmen an dem Wachsen und Gedeihen dieser wichtigen Institutionen, damit es bald möglich wird, ein stattlicheres Museum in würdigeren Räumen zu erlangen. Werbt in eufdn Kreisen für sie und belehrt euch selbst durch den Besuch dejrj Sammlung, die nun wieder ihre Pforten geöffnet hat und euch! feigen will, wie mannigfaltig die Aufgaben eines Museums jüdiseppr Kunst sind. (Anmerkung: Die] Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde, Oranienburger Straße] 29, ist Sonntag von 10—1 Uhr und Mittwoch von 10—1 und!4|—7 Uhr zur freien Besichtigung geöffnet. Für Schulen, Vereine! und geschlossene Gruppen werden nach vorheriger Anmeldung jederzeit, antch abends, Führungen veranstaltet.) Karyatiden und Atlanten Wenn der Schiffeir, mit freudig klopfendem Herzen das Kap Suriu4fcumsteuert und] sich der athenischen Küste nähert, so grüßt ihn schon von wie-item der hehre Felsen der Akropolis, der Burgberg von Athen. I Heute ist er eine Stätte der Zerstörung und der Wehmut. V|>r Jahrhunderten noch erhoben sich hier in Pracht und Herrlichkeit die wunderbaren Bauwerke, die, aus griechischem Geiste geporen, von griechischer Hand geschaffen, dem Volke als Stätteii jder Anbetung, seinen erhabenen GöttergeStalten als Wohnsitjs dienten. Da winkten weit übers Meer die strahlenden Maririorbauten des Parthenon, des Erechtheion und der Propyläen, d^i sah man das zarte Gebilde des kleinen Athene Promachos, dep hohen Stadtgöttin, der Schirmerin athe- / nischen Wesens. All diese WuAderpracht sank in Trümmer; die Roheit der siegreicher! Völkerscharen, die Macht der Elemente und die Unwissenheit der BcwohPrer vollendeten das Zerstörungswerk. Aber \yas uns noch gebljeben ist, erfüllt uns mit heiligem Schauer vor! dem Wej^en des Menschengeistes und seiner wunderbaren-Bptätigung und regte großdenkende Geister durch viele aufeinanderfolgende Geschlechter zum Nachfühlen, Nachsinnen und Vergleichen an. Welches war die ursprüngliche^ Form dieser chaotisch ^durcheinander gewürfelten Trümmerwelt? Welches menhang, Eines tums, seines staltung welches / Ipr geistige Ziisampeine .Einteilunj ist aus den übriggeblieiwer lestzustellenj aber:überraschend schön AuS diesem Ist es be- Vorbaiu, der, nach-Süden Entzücken hervorruft, unvar der Gedankengang, der sie geschaffen? 1 I der merkwürdigsten-Bauwerce de: griechischen /6tersowohl durch djic vton allen pi deren abweichende For.m Planes als durph die wunderbar feine dnd edle Ausgessiner einzelnen Feile war d as' Erechtheion, der Kulttempel delr Athene, benen Resten nur schd stellt sich das Erhaltene vor uns daj. sonders ein kleiner, ziierlich schöner dem Hauptgebäude vorgelagert, unser serc Aufmerksamkeit rm höchsten Ma le fesselt: die Karyatidenhalle. '! J f ' In einer fernen, npeh wenig aufgeklärten Urzeit war es die Notwendigkeit des. Schutzes gegen die Unbilden des Klimas und ^der wechselnden Jährdszeitbn, die den Menschen zwang, Sich ein rschützendes Dach zju gründen. Auch d :r Kampf gegen die wilden Tiere nötigte ihn Idazp. Er jpafriedete liesen Besitz mit abschließenden Mauern lind fühlte dich nun wohl in seinem -Heim, in seinem Eigentum. Die Frei de am Ilesi z erwachte pnd damit hönzn. ßo-entstand,' von bis zü der verfeinertsten fie Begleiterin des Men der Sinn, ihn zu schmücken, :u vorsc den ersteh rohen Anfängen gerechnet Entwicklung, die Kun^t, diese erhabe schengeschjechtes auf jsciper angen Pilgerfahrt über den Erd icklung; geblieben Kulturstätten über ilgerfah E ftwi alte n K ball. Ucberall sind die Spuren diese wir finden sie in den Rujncn, die die decken, wir sehen sie imit Staunen fort uid fort der Erde ent steigen, wenn Zufall o<jcr Absicht die Scholle durchwühlt. Eine der ersten Khinstformen an der Behausung des Menschen war die Säule. jWir finden sie bereitem alten Indien, in vollendetsten dann aber upd in Sie stützt das Dach und und Luft .hereindringen Persien und Kleinasieft, am mannigfaltigster Form i<n Griechenland, erlaubt doch, die-^aml zu öffnen, Licht C- J. O U AN [Gegründet 1854 Flügel- und Piano-Fabrik Inhaber: Max Baum IkoÄm o 17, Paul Singer-Sfr ± DT \|ielf^ch prämiiert f fk nahe Kuslriner Plah DU mURTin UIAIÜACH Berlin * 15. Xantener Stritte Io T>'*i»»»nn . Uhvä 44*P v«r»ich«run^en jedfr Art für erste Ge«eil»cb*ften bPFomlers Lehensuersicheronoen Snrztl'ilKtte BeraiuiK MAX Baumkuchenfabrik c/Jusgezeichnefer lüohfgexhmocA und lange Tn'schho/fung W62Kurfürstenstr71 (Vornehmes, s/els nässendes Qeschem DosVfand Thh 5.« zuzüg! %rto~ Verpadfy LONDON STYLE Fedor Grünthaf, W9, Polsdamer Str.a&e 9 Herren Ausstattungen Solide Preise [Jur. Mitglied/10 Prozent Rabatt Jam/i. Jyjfeme vatralfaA Dauergarantie. | cLLfaXleme^iTeüe.. Mülvoss rufl urarelrrutr / Ze Königjfr. W{jütioi»Zfln90a,adPotjd Jtiz | r rinaono genaubetxtitenüjauove 7197 I t

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