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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1928-03-01 · 12 (3.1928) · p. Seite 240

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
12 (3.1928)
Date
1928-03-01
Page
Seite 240 (sequence 12)
Language
German
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Seite 240 Nr. 12 MONATSSCHRIFT DER B Brehm, daß er sich eine geeignete Wohnung zum Schlafen und Nisten zimmern kann^sind selten geworden. Erwandert aus, sobald „sein" Baum der Axt verfallen ist* uiwJ Auch von der Tannenmeise und der Kohlmeise wird berichtet, daß sie wegen Wohnungsnot seltener bei uns werden. CLjt- 117 und 123.) Die Wohnungs wähl vollzieht sich nichtf/fmmer friedlich; so heißt es V. 2?8: „Die Segler vertreiben rücksichtslos andere Höhlenbrüder, falls ihnen deren Wohnung für sie selbst passend erscheinen sollte." Ebenso V._2'111\ Um die Nistplätze' zanken sich die Mauersegler unter lautem Geschrei oft tagelang. Stare und Sperlinge quälen sie solange, bis sie das Nest verlassen. Andererseits ist auch Wohnungs t e i 1 u n g , dieNbs'i« Genossenschaftsbau selbstverständlich ist, beobachtet worclenj So heißt es S. 3 133: In alten ausgedehnten Bauen drängt sich] dem. Dachs nicht selten der Fuchs als Mitbewohner auf. Beide ^Tiere kümmern sich aber wenig umeinander, und der Fuchs haust sodann regelmäßig in den oberen, der Dachs in den unteren Röhren und Kesseln. - Was die Jfi'ohnung selbst betrifft, so ist die Art derselben grundverschieden, vom einfachen „Buddelloch" bis zum-;,Kunstbau" vertreten. Der Bau wird in den meisten Fällen von den Eheleuten ausgeführt,, wobei in der Vogelwelt gewöhnlich das Weibchen baut, während das Männchen den Baustoff zuträgt. Doch findet auch „Genossenschaftsbau" und Brutansiedlung in großem Umfang stall. Ueber einen Genossenschaftsbau berichtet Schomburgk (V. 1 322) vom Ani, einem Kuckucksvogel, wie folgt; Daß der Ani in Gesellschaft baut und yin ungewöhnlich großes Nest aus Zweigen gemeinschaftlich herstellt, wird von allen (brasilianischen) Ansiedlern bestätigt. Etwa M Dutzende von ihnen baut nur ein einziges Nest. Dasselbe ist groß und geräumig genug alle aufzunehmen und die gesamte Kinderschar zu beherbergen. Große Brut-Niederlassungen sollen’ später behandelt werden. Die Einzelunterkunft für Ehepaare und deren Nachkommenschaft ist bei den Raubtieren, die im Freien nächtigen, sehr einfach, nämlich ein unter Bäumwurzeln starker Bäume ausgebuchtetes Loch, das möglichst versteckt Hegt. R LINER LOGEN U.O.B.B. Die Winterschläfer bauen schon mit allem Raffinement, bei den Vögeln findet man einfache Niederlegung der Eier auf den Boden bis zum komplizierten Bau, der gewebt, geschneidert, geklebt, getöpfert ist, das Flugloch, Züfliegeröhre, Kessel, Kammern qsw. hat,, und zu deren Herrichtung .doch lediglich die unscheinbaren Gliedmaßen der Tiere dienen müssen, während der Kleb- Stoff ihr Speichel ist. Ja sogar bei einer Fischart (Stichling) ist Nestbau regelmäßig. (A. 170.) , Die Schwärmerei Brehms „für den-Geist der Tiere zur Ausführung ihrer Unterkunft im Sinne von Kunstbauten", lassen die neueren Tierphysiologen nicht gelten, sondern verweisen auf die angeborenen Instinkte, der die Tiere sozusagen zwingt, so. wie beobachtet wird, zu tun. Aber worauf sind die folgenschwersten Ereignisse in der Menschheitsgeschichte zurückzuführen? Auf Instinkt oder Ueberlegung? Hier sind w;ir beim geheimsten, uns ewig dunkel bleibenden Naturwalten angelangt. Bismarck sagte qinmal: Die folgenschwersten Befehle habe er nach resultatlosem Hill- und Her-Ueberlegen instinktmäßig erteilt und das Ergebnis’lfqfie sich später als richtig gemäß seiner Grundeinstellung erwiesen. Mögen also die Naturforscher in ihren Untersuchungen sich spewalisieren und entscheiden, wie immer; der Laie’ sieht mit Bewunderung, wie unscheinbar kleine Tiere mit rohesten Hilfsmitteln bestaunenswerte Werke aufführen, die nicht nur ihren Zweck voll und ganz erfüllen', sondern auch in der Form als vollendet angesprochen werden müssen. Auf besbndere „technische Leistungen" wird später noch zurückzukommen sein; hier seien einige'wenige „Meisterbauten" kurz beschrieben. So erzählt Brehms vom Stinkdachs, einem 37 Zentimeter langen Tier, S. 3 130: „Seinen Bau legt er mit größter Vorsicht und vielem Geschick in geringer Tiefe unter der Erdoberfläche an. Wenn er einen Ort gefunden hat, der durch die langen und starken Wurzeln der Bäume besonders geschützt ist, scharrt er sich hier zwischen den Wurzeln eine Höhle aus und baut sich unter dem Baum einen Kessel von Kugelgestalt, der fast Di« MINIMAX A.-G., BERLIN NW 6 liefert je nach Art des zu schützenden Objektes den geeigneten Feuerschutz zur schnellsten Selbsthilfe bei plötzlichem Brandausbruch. Mehr als 88000 'Meldungen über erfolgreiches Eingreifen mittels Minimax beweisen die Güte der Minimax-Löschapparate. Ein Beispiel: Am 11. 12.27 brach plötzlich im Maschinenhaus des Werkes Feuer aus. Das Holzdach mit Teerpappenauflage brannte sofort lichterloh. , Wenn uns. die Güte der Minimax auch von früher her bekannt ist, so müssen wir doch dem Funktionieren dieser Löscher außergewöhnlich hohe Anerkennung aussprechen, da die zur Löschung verwendeten Apparate bereits über 20 Jahre in den dortigen Betrieben aufgestellt waren. Wir müssen noch bemerken, daß Minimax-Apparate verwendet wurden, die aus den Schwefelsäuresystemen geholt wurden, bekanntlich ein Aufenthaltsort, in dem Metalle stark angegriffen werden. Jeder einzelne Apparat funktionierte sofort völlig und einwandfrei. Schönebeck, den. 16. 12. 27. Chemische Werke Schönebeck A.-G. gez. Unterschrift METZNER I Kinderwagen*Wetthausl Andreasstr. 23 am Plan Brunnenstr. 95 Beusselstr. 67 - Leipziger Str. 54-55 Neukölln, Bergstr. 133 Spandau, , Charlottenstr. 24a Niederschöneweide, Brückenstr. 9 Korbwaren Gartenmöbel Metall betten Billige Preise / Zahlungserleichterung Ahteliung mODeitranspor! und Wohnungstausch SO 36 Reichenberger Str. 154 W15, Kurfürstendamm 173/4 Georg Silberstein 4 Co bcrun 7

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