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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-12-01 · 9 (12.1927) · p. Seite 185

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
9 (12.1927)
Date
1927-12-01
Page
Seite 185 (sequence 25)
Language
German
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V Nr. 9 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LO G E'N^ U. 0. B-B. Seite 185 täglich bei ihnen verkehrte, ganz vereinsamt dastanden, wenn sie plötzlich verarmten oder sonst in.schweres Leid gerieten. Dann blieben, die Freunde aus, die so viel Gutes von jener Familie gehabt hatten. Darum ist es ein wahres Wort: „Vertraue keinem Freunde, du habest ihn denn erkannt in der Not." Die rechte Freundschaft muß sich erst in der Not bewähren. Trübe, schwere Zeiten in Freundschaft verlebt, bringen inniger zusammen, als Jahre des Glückes und der Freude es vermögen. Frau Dr. L . . . Der Schmuck Die Lust am Schmuck ist so alt wie das Menschengeschlecht selbst; wir kennen, selbst unter den am tiefsten stehenden Völkern, keins, das nicht das Bedürfnis hätte, den Körper mit allerlei Zierat zu behängen. Den Augen des Kulturmenschen erscheint freilich die Art, in der Naturvölker ihr Schmuckbedürfnis befriedigen, oft geschmacklos und seltsam genug. Wir schütteln in lächelnder Ueberhebung den Kopf beim Anblick eines in den grellsten Farben bemalten Wilden, einer von Holzpflöcken durchbohrten Unterlippe, eines mit Goldplättchen oder bunten Steinen besetzten Nasenflügels. Und doch brauchen wir nicht gar so weit zu. gehen, um solch „barbarischen" Sitten zu begegnen! Sind doch auch bei uns die Ohrläppchen mancher schönen Frau durchbohrt, um eine Perle, einen blitzenden Brillanten festzuhalten! Sffiöner als solche Art des Schmuckes, der seinen Namen zu Unrechj trägt, da er eine voraufgegangene Verstümmelung des Körpers bedangt, sind die Reifen und Ringe, die in einer unendlichen Mannigfaltigkeit der Form und Ausführung von jeher die hervorragendste Stelle des menschlichen Schmuckes einnahmen. Von der primitiv aus Zähnen, Steinen, Muscheln oder Pflanzenkernen gearbeiteten Kette der Wilden bis zur wundervollen Filigranarbeit der Genuesen, von den plumpen, oft viele Pfund schweren Arm- und Beinspangen bis zum feingegliederten Armband, das?ieh harmonisch den Körperformen anpaßt — welch lange Skala der Entwicklung! Und unter diesen Spangen und Reifen ist cs wieder der Fingerring, der im Schmuck der Kulturvölker an erster Stelle steht, nicht nur wegen seiner oft großen Schönheit und Kostbarkeit, sondern auch um der reichen Symbolik willen, die ihm zu Grunde liegt.' Der Ehering,, der ■//' ' t Bischofsring, der Siegelring; ein jedeT hat seine besondere Bedeutung, seine Geschichte, seine Schicksale- Liebe, Freundschaft, Vertrauen wissen als sichtbares Zeichtfft ihrer Gefühle nichts Besseres, Höheres zu schenken als den 'Sing — darin liegt das Geheimnis seines höchsten, edelsten Wertes. Die Sitte, auch die Glieder des Fußes mit Ringen zu umspannen, wie der abgebildete Fuß einer Tamilfrau (Vorderindien) zeigt, ist uns fremd und doch sind die Tage, noch nicht so fern, da auch Europäerinnen ihre Zehin mit Ringen schmückten — es waren die Modedamen zur Zeit des französischen Direktoriums. . Unsere Abbildung ist dem interessanten Werkendes bekannten Anthropologen-Professor Selerika „Der Schmuck des Manschen" entnommen.. H. K. gätnfecsvl iLli. Ganz!. M. 4,—, Halbl. M. 350 Alb. Sixtua „Die wilden Jungen von der Feaerourg* „Heue ouenietier von der FeuttruurQ" In Halbl. geb. jeder Bd. M. 3.— Jugend Vertag*-Abenteuer- Bücher »Ind d. spannendsten and die schönsten FcSigc* schenke (ür unsere Jungen *on 10 bis 14 Jahren! Die umfangreichen Bücher sind in ji der Beziehung erst* klassig ausgestattet, Format 15X20*5 cm Wir gara tkren vollste Zufriedenheit. IntwV-,--.- Ganzl. M. 4.—, ialbl.M.3.50 Jusan«l-V«rlaa g, m. g, h., CHarlottanbaira 9«l uinniHNimiiHiHiiiiiiiiiiMHiimuiiiii|miiiiiiiiiiHimiuiimiiHiiiminiimiiHitiitiiiHiiiimimimiiiiiiiH<iiiMiiHiiuiiiiN'imi f MARCUS NELKEN & SOHN | Oegr. 1819 SSanhbous ©egr 1819 BRESLAU ©eferoeibnifeer Strafet 54 ZeL.flbr.: „Slelhen»“ BERLIN W8 Zaubenftrafee 34 £el.»$tbr.: .Jlelhenbanh“ AUSFÜHRUNG SÄMTLICHER i BANKMXSSIGEN TRANSAKTIONEN [ MimtmmmNmimMMNHWHNitiNMmtMHMnimnmtfmMiiiiNiiniiiutiiMHHiiHiuiHiimiiHnMimiimMimimNiir Im eigenen Heim 0 CBBI hören Sie auf HlllllimillllMMIHimUlltHIJIIIililMIHIIimHIHIHU 0 BEO II iniHimuiimiiiniiiiiimmiHMmimHiiiiiiuiiiiMi Musikplatten A V t y A H M E X aller großen symphonischen Orchesterwerke, Opern, Operetten, weltberühmte Vokal- und Instrumenlaikünstler, ferner die neuesten Tänze der internationaten Tadzliterätur, 'gespielt vom Künstler- Orchester 3>ajot S&ita .in' unerreichter, tonschöner Wiedergabe „ODEON“ Musikapparate—Musikplatten Nur echt mit nebenstehender Schutzmelke Reich illustrierte Verzeichnisse gern zu Diensten Vorführung bereitwilligst b. H. Oyeon-Musik-Häus Berlin W 8, Leipziger Str. 110, nahe Mauerstr. Fernsprecher t Amt Merkt* Nr. 5176 sowie in allen guten Geschäften der Branche l

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