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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-11-01 · 8 (11.1927) · p. Seite 142

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
8 (11.1927)
Date
1927-11-01
Page
Seite 142 (sequence 6)
Language
German
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Seite 142 Nr. 8 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. So haben bei einer solchen Veranstaltung die Brüder, die ' Sammler irgendwelcher Gegenstände sind, Stücke, aus ihren Sammlungen vorgezeigt. Ein andermal hat.man Musikpflege betrieben. Dann wieder hat ein Bruder in loser Form über Eindrücke aus der neuen Türkei berichtet. Außerdem hat die Loge Ausflüge und Besichtigungen im gleichen Sinne veranstaltet. Das gleiche Ziel verfolgt die Einrichtung von Arbcitszirkeln. die in diesem Winter vor sich gehen werden. Die Arbeits-' zirkel werden so eingerichtet, daß ein Logenbruder als Obmann die Teilnehmer des Arbeitszirkels, sei es zu festem Termin, sei es zu verinbarendem, einberuft und die Arbeiten leitet. . Mehr als fünf bis zehn Teinehmer kommen für einen solchen Arbeitszirkel nicht in Frage. Bisher ist vorgesehen, einen Arbeitszirkel über jüdische Geschichte und einen über Probleme des vorderen - Orients einzurichten. Die Logensitzungen selbst sollen, soweit wie nur irgend möglich, van allen Formalien (Verlesen von Zuschriften usw.j entlastet werden. Neben den Pflichtabenden, die sich mit den Arbeiten der Großloge, Finanzfragen usw. zu beschäftigen haben, und die stets, falls das Thema besonders trocken ist, mit irgendwelchen Miteilungen des Präsidenten über Zeitfragen endigen, will die Loge, sich mit großen Problemen beschäftigen, so in diesem Winter mit den Fragen: Das Judentum in der antiken Welt und Vorkriegszeit und Nachkriegszeit. Das letztere Thema, das möglichst viele Gebiete der entscheidenden Veränderungen zwischen Vor- und Nachkriegszeit behandeln soll, wird auch Gelegenheit geben, zu Gegenwartsfragen Stellung zu nehmen. Sehr bewährt hat sich auch die Abhaltung von zwei Ausspracheabenden, an denen jeder Bruder gebeten wui*de, seine Wünsche und Beschwerden über das Logenleben offen aus zusprechen. Wir bestreben uns, in jeder Sitzung neue Bücher aus unserer eigenen Bibliothek auszustellen. Ebenso müßten auch Bilder von Künstlern und andere Kunstwerke, eventuell in ständigem Wechsel, in den Logenräumen sichtbar gemacht werden. Entscheidend ist in der Loge der Mensch und das Herz. Das größte Unglück der Loge wäre es, eine Vereinsmeierei heranzubilden und menschlichen Schwächen gefährliche Konzessionen zu machen. Deshalb will die Jehuda-Halevi-Logc Hand in Hand mit vielen Brüdern der anderen Logen sich überall dafür einsetzen, daß Einfachheit, Schlichtheit und Wahrhaftigkeit vor allem im Logenleben der oberste Grundsatz bleibe'n. Diesem Grundsatz muß jeder Bruder dienen, und jeder kann daher, ob Akademiker oder Kaufmann, ob Handwerker oder Beamter, dem ' Logengedanken ein treuer Bruder sein, wenn er sich mit ganzem Herzen der Idee zur Verfügung stellt. '—5— ,-Zadik Pfeffer, W 62, Kurfürstenstr. 100. James Rosenbaum, Charlottenburg, Leibnizstr. 43. Hugo R o s e n t h a 1, W 15, Kaiserallee 32. David Rothschild, Charlottenburg, Grolmanstr. 4;5. Siegmund S c h e i e r , Landsberg a. W. Simon Schmoller, Charlottenburg4, Dahlmannstr. 34. Rechtsanwalt Hugo Ü n g e r , W 30, Landshuter Str. 23. Leopold Wartenberger, Breslau, Stadlergasse 3. Erich Wolfsohn, Charlottenburg 9, Hölderlinstr. 11. James Berlinsky, Charlottenburg 4, Sybelstr. 57. Adolf Schall, Charlottenburg 4, Mommsenstr. 12. Berthold-Auerbach-Loge: James Goldschmidt, Charlottcnburg, Sesenheimer Str. 28 Martin Mo na sch, W 15, Bregenzer Str. 10. Montefiore-Loge: Dr. Ludwig M e n d 1 o w i c z , 0 34, Tilsiter Str. 91. Kurt J a c o b , W 30, Münchener Str. 33. Spinoza-Loge: Willi. Arnold B ö h m , Zawadzki in Oberschlesien, Mühle. Dietrich Jacobsohn, Hamburg. Eppendorfer Landstr. 14. Arthur L e w y , N 51, Brunnenstr. 24. Heinrich Zander, W50, Marburger Str. 17. Timendorfer Jubiläums-Loge: Georg Ehrenfried, Charlottenburg 4, Kantstr. 134a. _Walter Neustadt, Charlottenburg 2, Mommsenstr. 5. Bruno N e u h o f, W 30, Westarpstr. 1. ' Akiba-Eger-Loge: Arnold Goldstein, W50, Rankestr. 24. Dem Orden gehören nicht mehr an: Deutsche Reichsloge: David Alexander, W 30, Haberlandstr. 12. E'mil B e n d i x , W 15, Lietzenburger Str. 45. Friedel B e n d i x , W 30, Münchener Str. 12. Fritz Danziger, Friedenau, Mainauer Str. 12. Hermann D w i n a t z k i, O 27, Andreasstr. 19. Max Eisenberg, W50, Augsburger Str. 25. Max Gerber, NO 43, Mendelssohnstr. 9, Erich Grunewald, W 30, Rosenheimer Str. 15. Eugen Hoffmann, W30, Barbarossastr. 53. Samuel Joseph, W30, Bleibtreustr. 33. Martin Karpen, Halensee, Joachim-Friedrich-Str. 48. Carl Oppenheim, Wl5. Geisbergstr. 22. Die Schwesternvereinigung der Deutschen Reichs-Loge veranstaltet zugunsten ihrer Chanukkah-Hilfe am Sonnabend, dem 10. Dezember 1927, abends 8 "J4 Uhr, im Logenhaus, Kleist Str. 10, einen Gesellschaftsabend: „Jahrmarkt in Alt-Berlin“. Nähere Einladungen ergehen noch. Der Geselligkeitsausschuß. Für unsere Kleinen! Chanukkah-Vorfeier am Sonnabend, dem 17. Dezember 1927, nachm. 16 % U h r , im Logenhaus, Kleist Str. 10. Näheres ergeben die Einladungen. Die Schwesternvereinigung der Deutschen Reichs-Loge U.O.B.B. I. A.: Der Geselligkeitsausschuß. UNSERE TOTEN Der Orden beklagt den Heimgang folgender Brüder: Name Eingetret. Geboren Verstorben Deutsche Reichsloge Martin Sachs 29.12.1909 10. 6.1849 11. 9.1927 Max Zippert 10. 3. 1900 10. 3. 1855 6. 10. 1927 George Ephraim 4. 6. 1898 12. 7. 1864 18. 10. 1927 Berthold AuerbachrLoge Adolph Krojanker 28. 4.4884 7. 2. 1849 27 — - - — "flOll Eduard Rauscher 23. 9. 1927 5,l1910 16.10. 1860 29. 10. 1927 Montefiore-Loge Emil Fraenkel 16. 9. 1906 14. 3. 1862 27. 9. 1927 Georg J. Wartenberg 12. 12. 1922 22. 10. 1865 15. 10. 1927 Max Cohn 16. 4. 1912 23. 3. 1864 20. 10. 1927 Timegdorf er Jubiläums-Loge Siegfried Neustadt 7. 3. 1920 10. 8. 1875 9. 9. 1927 Akiba Eger-Loge Georg Rosenberg 4.12.1921 1.11.1870 15-10. 1927 Abraham Geiger-Loge Dr. Salomon Steinthal 2. 4. 1927 21. 4. 1859 28. 10. 1927 Ehre ihrem Andenken!

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