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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-11-01 · 8 (11.1927) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
8 (11.1927)
Date
1927-11-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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derBERLINERALOG E N U.O.RB. BERLIN W 62. KLEISTSTR. 10. L boENHAUS 7. JAHRGANG NOVEMBER 192 7 NUMMER 8 Die Ausgestaltung der. Von Br. Dr. Georg H e r 1 i l LogenaFbeit i (M. LJ Ausführungen über Arbeitsaufgaben und Arbeitsmethoden einer Loge müßten eigentlich von der Behandlung der Frage, welches Sinn, Aufgabe und Zweck einer Loge überhaupt ist, ausgehen, und es wäre für mich sehr reizvoll, über dieses Thema zunächst zu sprechen. Ich fürchte jedoch, daß dieses Thema dann im Mittelpunkte der zu erwartenden Diskussion stehen und sie völlig beherrschen und ihr so einen mehr theoretischen Charakter geben würde, während wir zu praktischen Ergebnissen gelangen wollen. Ich werde außerdem in meinen Ausführungen immer wieder sehr deutlich durchleuchten lassen müssen, worin ich Wesen, Sinn und Aufgabe einer Loge sehe. Ich werde ferner, was für mich gleichfalls sehr verlockend wäre, nicht die Frage behandeln, ob es überhaupt möglich ist, Sinn und Aufgabe einer Loge in den großen Logen, wie wir sie heute haben, gerecht zu werden. Ich nehme vielmehr die gegebenen Verhältnisse als bestehend hin und möchte bei diesem Punkte sogar hinzufügen, daß ich bei den großen Logen sogar ein gewisses Plus gegenüber 'den kleinen sehe. Die große, Loge hat vermöge ihrer größeren Quantität an finanziellen und moralischen Kräften vor der kleinen Loge ein Plus, mindestens im dynamischen Sinne. Ihr Aktionsradius ist im aktiven und passiven Sinne weiter als der der Kleinloge; im ■ aktiven, weil eben die finanziellen und moralischen Kräfte an Quantum größer sind, aber auch im passiven 'Sinne, weil die Notwendigkeit, Logenarbeit an den Brüdern zu leisten, bei der größeren Zahl dieser, naturgemäß häufiger ist. . Ich will nach diesen kurzen einleitenden Ausführungen zu meinem Thema übergehen und möchte nur noch eine Vorbemerkung machen: ich sehe den Krebsschaden im Berliner Logenlcben, soweit ich es überblicke, darin, daß die in der Loge geleistete Arbeit zu wenig systematisch, zu wenig zweckvoll und vorbedacht ist. Es besteht kein innerer Zusammenhang zwischen den Einzelheiten der in der Loge geleisteten Arbeit, kein einheitlicher leitender Gedanke, von dem die ganze Arbeit, die geistige, die gesellige . und die charitative getragen sein müßte. Darum ist es häufig das Ergebnis der ganzen umfangreichen, so gut gemeinten Arbeit, daß alles in Einzelheiten zerflattert. Die Erkenntnis von der Notwendigkeit der Systematisierung unserer Arbeit muß daher der Ausgangspunkt aller unserer Uebcrlegungen sein. Was aber ist die Aufgabe, die wir in der Loge zu leisten haben, überhaupt; welche Arbeiten haben wir in ihr zu verrichten? Ich sehe die Wrbeifsaufgabe unserer Logen in einem Vierfachen: in der Information der Brüder, der Erziehung der Brüder zu den Idealen des Ordens und des Judentums, in der Wohlfahrtspflege an unseren Brüdern und in der Entwicklung eines Gemeinschaftslebens im Bruderkreise. A. Information der Brüder. Es bedarf wohl keines besonderen Beweises für die Behauptung, daß der Umfang des Wissens unserer Brüder auch nur von den ganzen ziehend, 1: ring ist. was eine Wissen geistigen leicht ist um zunäc de x VI)! E c Oi eigenes jedem M Ordenszeitjsi Distrikten Nicht der Entwii: und in den der Großlpi Maße als deutschen Monat zu die Vorgän eine von Auch hier Information da s von All über das Maße überhaupt zu verhä uns, die a< gange im den jüngef daher vor Montefiorp über die Woche er Ich hf \ufgabe selbst und Form, die ziehen, heil ein gebend Dingen, die in den Berliner Logen, darüber hinaus im tschen Distrikt, und endlich, den Kreis noch weiter m gesamten Orden vor sich gehen, erschreckend ge- I)ies aber sollte doch das erste und das mindeste sein,- Gemeinschaft .ihren Gliedern zu vermitteln hätte, das. n den äußeren und inneren Vorgängen, von der wegung, die in ihr lebendig und wirksam ist. Und wie dieses Wissen zu vermitteln! Hat doch jeder Distrikt, hät von dem Orden.als Ganzem zu sprechen, sein rgan, und es sollte die. Aufgabe jeder Loge sein, in einmal eine Anzahl Von Brüdern an Hand der - chriften über das Leben in den 'außerdeutschen berichten, zu lassen. . , besser bestellt ist es mit dem Wissen der Brüder von klung und dem geistigen Leben im deutschen Distrikt Logen außerhalb Berlins. Wir haben das Recht, von ge zu fordern, daß sie uns in einem viel stärkeren bisher über das Leben in den Provinzlogen und im Distrikt informiert, und die Pflicht, unsere Brüder von Monat darüber zu unterrichten. Das gleiche gilt für ge in den Berliner Logen, in denen sehr häufig die der Tätigkeit der anderen nicht das geringste weiß, ist eine viel stärkere, den. Zusammenhang fördernde der Brüder' am Platze. was von der mangelhaften Informiertheit der Brüder Ordensleben gesagt wurde, gilt in noch viel höherem Wissen um die Entwicklung des jüdischen Lebens Hier ist die Unwissenheit der Brüder in einem geradengnisvollen Stadium angelangt. Die Zahl derer untejr uch nur aus einer jüdischen Zeitung-sich über die Voifjüdischen Leben orientieren, ist, ganz besonders unter en Brüdern, beängstigend klein geworden. Ich schlage^ und fordere, daß in Zukunft nach dem Muster der -Loge allwöchentlich zu Punkt 10 ein kurzer Bericht Ereignisse im jüdischen Leben in der abgelaufenen stattet wird. B. Erziehung der Brüder zu den Idealen des Ordens und Judentums, be einmal in einem anderen Zusammenhänge cs als die ler Loge bezeichnet, daß sich die Brüder im Orden gegenseitig zu den hohen Ideen der Menschheit in der das Judentum für diese Gedanken gefunden hat, etmit. der Orden gewissermaßen der gesamten Judenben, erfüllt von hohen Menschlichen Idealen, richtungorlebt. ’ Ich halte an dieser meiner Auffassung, vom Sinne den Ordens auch heute noch fest. Die Stätten dieser Selbsterzi :hung sind die geschlossene Loge, in einem begrenzten Ausmaße auch die offene Loge und —.dies ist.eine neue Forderung, die ich' stelle — die kleinen Arbeitsgemeinschaften innerd;i Le 1

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