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Monatsschrift der Berliner Logen UOBB · 1927-10-01 · 7 (10.1927) · p. Seite 123

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Journal
Monatsschrift der Berliner Logen UOBB
Volume
7 (1927-1928)
Issue
7 (10.1927)
Date
1927-10-01
Page
Seite 123 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 7 MONATSSCHRIFT DER BERLINER LOGEN U.O.B.B. Seite 123 Aus Alt-Berlin*1 Von Ludwig Hoffman n. Im Jahre 1871 hatte Berlin mit seinen Vororten 931 984 Einwohner, jetzt hat es als Groß-Berlin nach Feststellung des Statistischen Amtes der ' Stadt Berlin — * Zählung vom 1. Juli 1927 — deren 4 163 500. So ist es, wiewohl die Gründung der Stadt schon in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts fällt, mithin eine neue Stadt. Dies um so mehr, als auch die vor dem Jahre 1871 errichteten Gebäude großenteils nicht mehr stehen, oder wenn doch, dann zumeist in einem anderen „zeitgemäßen" Gewände. Und dieses andere Gewand ist nur in seltenen Fällen dem früheren in der Erscheinung gleichwertig oder gar besser. Dies gilt aber nicht nur für Berlin, es gilt ebenso für andere und auch für außerdeutschc Städte. So beschloß Alfred Lichtwark, der kunsterfahrene und feinsinnige Direktor der Hamburger Kunsthalle, ip einem Bericht an seine Behörde vom 30. September 1907 aus England seine Beobachtungen, der neueren englischen Architektur mit den Worten: „Auch in England scheint die Architektur eine untergegangene Kunst zu sein, wie Anatole France es für Frankreich konstatiert hat.“ Zu untersuchen, worauf dies beruht, ist hier nicht die geeignete Stelle; hier soll nur andeutungsweise aufmerksam gemacht werden auf einige Bauwerke, die uns die architektonische Gesinnung des alten Berlin aus verschiedenen Jahrhunderten noch heute erkennen lassen. Zu den ältesten Bauten aus dem 13. Jahrhundert gehört die im Mittelpunkte der Stadt gelegene Marienkirche. Der mächtige Bau drän^t"Sich aus der Ecke des Platzes diagonal auf ihn hervor. Weithin zeigt er dem in der Kaiser-Wilhelm-Straße Nahenden seinen inmitten der vorderen Front hoch emporwachsenden l^urm. In dem oberen Teile hat er seine Gestaltung zu verschiedenen Zeiten geändert. Am 19. Januar 1661 war der Turmhelm vollständig niedergebrannt, 1663 und 1664 hat Baumeister Smids durch einen 31 m hohen Aufbau in Renaissanceformen ihn ersetzt. Wegen Baufälligkeit mußte er 1788 wieder abgebrochen werden, und nun erhielt C. G. Langhans den Auftrag, seinen jetzt noch bestehenden Turmbau zu errichten. Ein günstiges Geschick, daß diese Aufgabe in die'Zeil fiel, in welcher ein so hervorragender Meister wie Langhans, der Erbauer des Brandenburger Tors, für ihra T.ösung zur Verfügung stand. Ueber der gotischen Kirche führte er, in der ihm vertrauten barocken. Art, den Turmaüfbau in zw ei . Geschossen aus und genierte sich nicht, bei seiner. Oberen Endigung an den benachbarten, 75 Jahre zuvor von Ge,rlach errichteten Turm der Parochialkirchc anzuklingen. Als taktvoller Künstler wollte er sich bei seinem barocken Aufbau zu dem alten gotischen Kirchengebäude nicht rücksichtslos verhalten, deshalb führte er die Ocffnungcn und auch mehrere Details jn ■ gotischen Formen aus. Bei alledem gelangte dieser feinfühlige und in seinen Arbeiten sichere Architekt zu einer einheitlichen und eigenartigen Wirkung. — Zahlreiche, großenteils gute und auch interessante Grabdenkmäler, Epitaphien und Votivtafeln schmücken die Wände des mächtig. w irkenden Innenraumes. Seltene Kühnheit und Frische zeigt hier die von Schlüter im Jahre 1703 in Marmor ausgeführte barocke’ Kanzel. Den unteren Teil eines mächtigen Kirchenpfcilcrs. schnitt er aus und brachte an seine Stelle vier jonische Säulen, zwischen welchen er die Kanzcltr^pe jhochführtc. Die Kanzel selbst und ihren fKhalldcckel schmückte er mit zahlreichen entzückend gearbeiteten Engclsgcstalten, welche in ihrer lebhaften Gruppierung durch einen dahinter gemalten Wolkcnhimmcl und hinter diesem hervorbrechende Lichtstrahlc'n zusammengefaßt werden. *) Die [in Artikel ,.AIt-.ßcrlin” gebrechteir Abbildungen sind, von uns nach Oiigi- .nalcn hcrgcitellt, die uns das Märkische Museum in ttcrlin liebenswürdigerweise zur Verfügung stellte. Die Red. Sirgliltige Auslillung ns magenlflhrer IIIIWIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII^ Beschaffung des Führerscheins 3 b ♦ Ausbildung in Einzel-u. Gruppenkursen Die Brüder-Verlagsgesellschaft empfiehlt auf Grund persönlicher Erfahrungen die nachstehend genannt. Fahrschulen den Mitgliedern der ihr nahestehenden Organisationen.. Es liegt im Interesse der auszubildenden Damen und Herren, die Fahrschulleiter persön-y „ •' lieh auf die Mitgliedschaft ganz besonders aufmerksam . zü machen, da dann besondere Vergünstigungen gewährt werden. Fahrschule,.imneodorr FMmnw 1 „am Hainaus sieoiiß“ Fahrschule „Zentrum“ Ing. Job. Kraschewski Inh. Hansf Schocke! Ing. Otto Kraschewski W 57, Bülowstraße 97 Schloßstraße 34-35 SO 16, Cöpenicker Straße 116 Kurfürst 938Q Steglitz 7910 Moritzplatz 1639, 4197 MIT EINZELHEITEN STEHEN DIE FAH RSGHJJLEN GERN ZU DIENSTEN

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